Management-Tipp des Tages 14.01.2020

Wie Sie destruktives Verhalten überwinden

Wir alle benehmen uns nicht immer so, wie wir eigentlich sollten. Doch chronisch destruktives Verhalten ist oft schwierig zu ändern, selbst wenn man sich seiner negativen Konsequenzen bewusst ist.

Unsere destruktivsten Verhaltensweisen - beispielsweise Wutausbrüche, innerliches Erstarren in Situationen, in denen viel auf dem Spiel steht, oder übermäßige Kontrollsucht unter Stress - rühren oft von prägenden traumatischen Erlebnissen her. Solches Verhalten bekommt man leichter in den Griff, wenn man den Ursachen auf den Grund geht.

Versuchen Sie sich an Szenen aus Ihrer Kindheit und Jugend (normalerweise zwischen dem 5. und 20. Lebensjahr) zu erinnern, in denen Sie angefangen haben, sich so zu verhalten. Schreiben Sie auf, was damals passiert ist und wie Sie dieses Verhalten erlernt haben.

Als Nächstes fragen Sie sich, welches unerfüllte Bedürfnis dahinterstecken könnte. Normalerweise versucht man mit solchem Verhalten ein schmerzhaftes Erlebnis zu bewältigen. Überlegen Sie sich stattdessen ein neues Narrativ: Wie könnten Sie sich dieses Bedürfnis durch andere Verhaltensweisen erfüllen? Manchmal braucht man für diesen letzten Schritt einen qualifizierten Therapeuten; aber Sie können zumindest schon einmal schriftlich festhalten, wie dieses neue Narrativ Ihrer Meinung nach aussehen müsste.

Das ist ein ziemlich schwieriger, zeitraubender Prozess; doch danach werden Sie ein sehr viel zufriedenerer Mensch sein, und Ihre Mitarbeiter werden sich erst recht über Ihr neues, konstruktives Verhalten freuen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Artikel
© Harvard Business Manager 2020
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
Die neuesten Blogs
Nach oben