Management-Tipp des Tages

Ohne sinnvolle Konflikte gibt es keine gesunde Arbeitskultur. Doch es ist schwierig, konstruktive Meinungsverschiedenheiten auszutragen, wenn die Mitarbeiter Konflikte einfach nur als zwischenmenschliches Problem betrachten. Also machen Sie Ihrem Team klar, dass zwischen Mitarbeitern, die bestimmte Funktionen in einem Unternehmen bekleiden, naturgemäß eine gewisse Spannung herrschen muss.

Vielleicht können Sie ihnen das folgendermaßen veranschaulichen: Ziehen Sie einen Kreis und unterteilen Sie ihn in mehrere Segmente. Jedes dieser "Tortenstücke" steht für ein Aufgabengebiet.

Als Nächstes besprechen Sie mit Ihrem Team folgende Fragen: Worin besteht der besondere Wert jedes Aufgabengebiets? Welchen Interessengruppen dient es? Welche Spannungen können aufgrund dieser verschiedenen Aufgabengebiete zwischen Mitarbeitern entstehen?

Schreiben Sie die Antworten in die Segmente hinein und diskutieren Sie dann darüber, warum bestimmte Funktionen innerhalb eines Unternehmens manchmal zwangsläufig mit anderen Aufgabengebieten in Konflikt geraten und warum daran auch gar nichts Schlimmes ist.

Zum Beispiel sollte vermutlich ein gewisses Spannungsverhältnis zwischen der Vertriebs- und der operativen Abteilung eines Unternehmens herrschen, da die Vertriebsmitarbeiter nach neuen Kundenlösungen suchen, während der operative Bereich gleichbleibende, effiziente Abläufe anstrebt.

Dadurch wird Ihren Mitarbeitern klar, dass es sich bei dem Konflikt, den sie zwischenmenschlichen Reibereien zugeschrieben hatten, lediglich um ein naturgegebenes Spannungsverhältnis handelt, das von den Aufgabengebieten der betreffenden Manager herrührt.

E-Mails können jede produktive Arbeit zunichte machen. Aber man kann eine Menge Zeit sparen, wenn man ein bisschen geschickter mit seinem Posteingang umgeht.

Erstens sollten Sie nur einmal pro Stunde nachschauen, ob neue Mails gekommen sind, und Benachrichtigungen, die Sie zu einer häufigeren Beschäftigung mit Ihrem Postfach verleiten könnten, lieber abschalten. Die meisten Menschen erwarten nicht, dass man sofort auf ihre E-Mails antwortet. Außerdem können Sie sich nicht so gut auf andere Aufgaben konzentrieren, wenn Sie immer gleich auf jede Mail reagieren.

Zweitens sollten Sie E-Mails gleich nach dem ersten Lesen aus Ihrem Posteingang entfernen, um sie nicht versehentlich noch ein zweites Mal zu lesen, was nur unnötige Zeitverschwendung wäre. Legen Sie Ihre Mails in zwei verschiedenen Ordnern ab: einem Ordner für Nachrichten, die eine Antwort erfordern, und einem anderem für Mails, die nicht beantwortet zu werden brauchen.

Viele Menschen benutzen mehrere verschiedene Ordner für die Ablage ihrer E-Mails. Doch je mehr Möglichkeiten Ihnen dafür offenstehen, umso mehr Zeit kostet Sie die Ablage, und umso weniger Energie bleibt Ihnen für wichtige Entscheidungen.

Drittens sollte man sich unbedingt die Zeit nehmen, einen automatischen Filter für seine E-Mails zu installieren. Verschieben Sie die Mails, die Sie noch brauchen, in die entsprechenden Ordner, löschen Sie diejenigen, die Sie nicht mehr brauchen, und blockieren Sie die Absender der Spams, die zum Schluss noch übrig sind.


Soziale Medien können Ihnen helfen, Ihr Netzwerk zu erweitern, doch vielen Menschen ist es unangenehm, Kontakt zu Menschen aufzunehmen, die sie nicht kennen. Wenn Sie sich dabei hauptsächlich an Menschen wenden, die sich in ihrer beruflichen Karriere auf einem ähnlichen Niveau befinden wie Sie, sind Ihre Erfolgschancen am größten.

Die Mitglieder eines solchen Netzwerks werden sich in ihren beruflichen Erfahrungen, ihrer Fachkompetenz und ihrem Status gemeinsam mit Ihnen weiterentwickeln und können Ihnen in Zukunft wichtige neue Kontakte vermitteln.

Außerdem werden gleichrangige Personen wahrscheinlich auch eher auf Ihre Kontaktversuche reagieren als höherrangige. Schicken Sie diesen Ansprechpartnern zunächst eine kurze, persönliche Botschaft, die in ähnlichem Stil gehalten sein sollte wie eine handschriftliche Mitteilung.

Überlegen Sie sich, welche drei wichtigsten Punkte Sie ihnen mitteilen möchten, und formulieren Sie Ihre Botschaft in so einfachem Ton wie möglich. Falls Sie und Ihr Ansprechpartner irgendwelche Berührungspunkte (beispielsweise ein gemeinsames Hobby oder einen gemeinsamen Freund) haben sollten, vergessen Sie nicht, dies zu erwähnen.

Außerdem sollten Sie Ihrem Ansprechpartner auf direkte (aber höfliche) Weise klarmachen, wonach Sie suchen. Wenn Sie einen Rat brauchen, könnten Sie beispielsweise schreiben: "Ich setze mich gerade mit einem geschäftlichen Problem auseinander und würde gerne Ihre Meinung dazu hören. Darf ich Sie zu einer Tasse Kaffee einladen?"

Wir alle möchten am Arbeitsplatz das Gefühl haben, dazuzugehören; doch viele Menschen fühlen sich physisch und emotional isoliert. Um dieses Problem zu lösen, müssen wir ein echtes Gemeinschaftsgefühl schaffen, zum Beispiel, indem wir öfter einmal Kontakt zu unseren Kollegen suchen.

Schon mit einem einfachen "Wie geht es Ihnen?" am Morgen oder einem "Kann ich Ihnen irgendwie helfen?" nach einem harten Tag kann man seinen Kollegen ein Gefühl gegenseitiger Verbundenheit geben.

Versuchen Sie herauszufinden, wie die Mitglieder Ihres Teams am liebsten miteinander kommunizieren. Einige tauschen sich vielleicht lieber per E-Mail aus oder chatten in sozialen Medien, während andere ein persönliches Gespräch bevorzugen.

Fangen Sie dann an, regelmäßig Kontakt zu Ihren Kollegen zu halten. Egal ob Sie sich über die Arbeit oder über private Dinge unterhalten, seien Sie dabei stets hundertprozentig aufmerksam und zeigen Sie den Kollegen mit Ihren Fragen, dass Sie ihnen wirklich zuhören. Suchen Sie nach Möglichkeiten, ihnen zu beweisen, dass ihr Wohlbefinden Ihnen wirklich am Herzen liegt.

Müssen Sie an so vielen Besprechungen teilnehmen, dass Sie gar nicht mehr wissen, wie Sie Ihre Arbeit schaffen sollen? Wenn Ihnen nie genügend Zeit für die Arbeit an Ihren großen Projekten zu bleiben scheint, sollten Sie Ihre To-Do-Liste umstrukturieren.

Unterteilen Sie große Aufgaben in kleinere "Häppchen", die Sie innerhalb von ein paar Minuten (notfalls auch in einer kurzen Pause zwischen zwei Konferenzen) erledigen können.

Führen Sie eine Liste dieser kleinen Arbeiten und machen Sie mithilfe dieser To-do-Liste schrittweise Fortschritte bei der Erledigung der Aufgaben, die Sie bisher immer vor sich hergeschoben haben. Auch wenn Sie immer nur ein bis zwei Punkte von dieser Liste abhaken können, kommen Sie Ihrem Endziel dadurch doch langsam, aber sicher näher.

Falls es Ihnen trotzdem immer noch schwerfallen sollte, mit Ihrer Arbeit vorwärtszukommen, blocken Sie in Ihrem Terminkalender regelmäßig ein paar Stunden als "Projektzeit".

Sie könnten zum Beispiel versuchen, sich jeden Vormittag ein bis zwei Stunden für konzentriertes Arbeiten an wichtigen Aufgaben freizuhalten, und darauf achten, dass Ihnen während dieser Zeit nichts dazwischenkommt.

Als Vorgesetzter haben Sie die Aufgabe, Ihr Team in besonders intensiven Arbeitsphasen zu unterstützen. Dazu müssen Sie zunächst einmal auf Ihre Gesundheit achten. Ernähren Sie sich vernünftig, treiben Sie Sport und schlafen Sie viel.

Außerdem brauchen Sie einen Freund, dem Sie bei Bedarf Ihr Herz ausschütten können. Das ist kein unnötiger Luxus, nur mit einem gesunden Geist und einem gesunden Körper kann man Mitarbeiter richtig führen.

Überlegen Sie sich, wie Sie möglichst einfühlsam mit Ihren Mitarbeitern umgehen, ihnen eine optimistische Denkweise vermitteln und ein gutes Beispiel abgeben können. Zeigen Sie ihnen, dass Sie alle in einem Boot sitzen und diese Situation gemeinsam bewältigen können, auch wenn sie noch so belastend ist.

Erklären Sie den Mitarbeitern, wie Sie selber mit Stress umgehen. Ermutigen Sie sie, sich regelmäßig Pausen zu gönnen, ihre Work-Life-Balance zu verbessern und sich eine gesunde Einstellung zu ihrer täglichen Arbeit und ihren Terminen zu bewahren.

Vielleicht hilft es Ihren Mitarbeitern auch, wenn Sie sie daran erinnern, warum ihre Arbeit für das Unternehmen und die Kunden so wichtig ist. Sich den Sinn seiner Arbeit vor Augen zu halten, ist eine gute Vorbeugung gegen Burnout.

Wenn Sie nach der Elternzeit wieder ins Berufsleben zurückkehren, stürmen viele Anforderungen auf Sie ein. Um diese schwierige Übergangsphase weniger chaotisch zu gestalten, sollten Sie sich schon vorher einen Plan dafür zurechtlegen, wie Sie ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Familie schaffen könnten. (Falls Sie einen Partner haben, beziehen Sie diesen in Ihre Planung mit ein.)

Überlegen Sie, wie Sie Ihre Elternrolle ausfüllen möchten, wie Ihre Karriere sich weiterentwickeln soll und wie sich diese beiden Dinge miteinander vereinbaren lassen. Brauchen Sie flexible Arbeitszeiten, um Ihren Sohn oder Ihre Tochter von der Kindertagesstätte abzuholen? Würden Sie gerne ein paar Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten? Worin bestehen Ihre Karriereziele für die nächsten Jahre, und wie wollen Sie diese erreichen?

Denken Sie daran, dabei auch die Perspektive Ihres Partners zu berücksichtigen. Besprechen Sie, wie viel Zeit jeder von Ihnen beiden seinem Beruf widmen möchte, wann Sie Zeit mit Ihrer Familie verbringen wollen und welches Unterstützungsnetzwerk Ihnen bei diesem Balanceakt zwischen Arbeits- und Familienleben helfen könnte.

Sobald Sie einen Plan entwickelt haben, besprechen Sie ihn mit Ihrem Vorgesetzten. Versuchen Sie ihn von Ihren Bedürfnissen zu überzeugen und erklären Sie ihm, wie Sie es schaffen können, weiterhin gute Arbeit für Ihr Unternehmen zu leisten.

Viele Führungskräfte würden gerne unterrichten, entweder als neue Karrierechance oder nebenberuflich. Doch es ist gar nicht so einfach, einen Posten als außerordentlicher Professor zu ergattern.

Überlegen Sie zunächst, an welche Ansprechpartner Sie sich wenden könnten. Erstellen Sie eine Liste von Kontaktpersonen an Universitäten, für die Sie gerne tätig werden würden, selbst ein entfernter Bekannter, der sich für Sie einsetzt, kann dabei hilfreich sein. Falls Sie keine solchen Ansprechpartner haben sollten, recherchieren Sie, um herauszufinden, an wen Sie sich wenden können, zum Beispiel, indem Sie versuchen, die Namen von Dekanen der Fakultäten herauszufinden, für die Sie sich interessieren.

Sobald Sie wissen, wer der richtige Ansprechpartner ist, schreiben Sie Ihm eine Bewerbungs-E-Mail. Diese Mail sollte Folgendes enthalten: einen kurzen Lebenslauf, aus dem hervorgeht, warum Sie sich gut als Lehrkraft für diese Universität eignen würden; Referenzen, Publikationen und etwaige Preise oder Auszeichnungen, die Sie erhalten haben; und den Stoff, den Sie gerne unterrichten würden.

Schauen Sie sich das Vorlesungsverzeichnis der Universität an und suchen Sie nach Lücken im Lehrplan, die Sie füllen könnten. Außerdem sollten Sie einen ausführlichen Lebenslauf und eine Liste von Themen vorbereiten, über die Sie referieren möchten.

Sollten Sie sich nach einem neuen Job umsehen, wenn Ihr Unternehmen aus den falschen Gründen in die Schlagzeilen gerät?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen Sie sich zunächst einmal Klarheit über die Details verschaffen: Hat Ihr Unternehmen sich bemüht, die Angelegenheit in Ordnung zu bringen? Sind Sie an dem Fehlverhalten, das Ihrem Arbeitgeber vorgeworfen wird, unschuldig? Wird die negative Publicity wahrscheinlich bald abebben?

Falls Sie diese Fragen mit Ja beantworten können, brauchen Sie vielleicht nicht gleich zu kündigen. Viele Unternehmen überstehen kleinere Skandale unbeschadet, aber denken Sie genau darüber nach, ob dieser spezielle Skandal Ihrem Ruf nicht doch schaden könnte.

Und überlegen Sie sich auch, wie es um Ihre Karrierechancen steht, falls Sie weiterhin bei Ihrem jetzigen Unternehmen bleiben: Werden Sie sich dort weiterentwickeln können? Wirken die Konsequenzen des Skandals sich negativ auf Ihre Arbeitszufriedenheit aus? Wenn das Verhalten Ihres Unternehmens Ihren Moralvorstellungen und Ihrem Berufsethos widerspricht, sollten Sie vielleicht tatsächlich eine klare Haltung einnehmen und sich nach einer anderen Stelle umsehen.

Allerdings müssen Sie dann auf unangenehme Fragen gefasst sein, die der Personalmanager des neuen Unternehmens, bei dem Sie sich bewerben, Ihnen vielleicht stellen wird. Bereiten Sie eine kurze Stellungnahme zu dem Skandal vor, in der Sie sich von dem Fehlverhalten Ihres vorigen Arbeitgebers distanzieren.

Veränderungen am Arbeitsplatz können eine große emotionale Belastung sein, deshalb wehren wir uns häufig dagegen. Doch ohne Veränderungen kann man sich nicht weiterentwickeln.

Wenn Sie in Ihrer Karriere erfolgreich sein möchten, sollten Sie lernen, sich darauf einzustellen. Denken Sie zunächst einmal darüber nach, wo Ihr innerer Widerstand herrührt, und nutzen Sie diese Erkenntnis dann, um etwas gegen dieses Problem zu tun.

Wenn eine Veränderung bei Ihrem Unternehmen beispielsweise dazu führen könnte, dass Ihre Fähigkeiten nicht mehr gebraucht werden, sollten Sie sich überlegen, wie Sie die neuen Kompetenzen erwerben könnten, die Ihr Arbeitgeber jetzt benötigt.

Wenn eine Veränderung Ihnen ein Gefühl der Machtlosigkeit gibt, weil Sie sich den Entscheidungen des Führungsteams hilflos ausgeliefert fühlen, versuchen Sie mehr Kontrolle über die Situation zu gewinnen, indem Sie sich überlegen, welche neuen Berufschancen Sie jetzt verfolgen könnten.

Werden Sie sich darüber klar, welchen Einfluss Ihre Einstellung und Ihr Verhalten auf Ihre Wahrnehmung der bevorstehenden Veränderung haben. Studien zufolge sind Menschen mit positiver Einstellung aufgeschlossener für neue Möglichkeiten.

Also versuchen Sie aus jeder Veränderung das Beste zu machen, auch wenn Sie nicht damit einverstanden sind. Mit dieser Einstellung werden Sie langfristig am weitesten kommen.




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