Management-Tipp des Tages

In familiengeführten Unternehmen geht man Konflikten gern aus dem Weg, weil man befürchtet, dass Streitigkeiten sich negativ auf das Unternehmen auswirken könnten.

Doch Konflikte sind unvermeidlich. Sie zu ignorieren, kann verheerende Folgen haben: stockendes Wachstum, falsche Entscheidungen und Verlust von Wettbewerbsvorteilen. Viel sinnvoller ist es, "Streitigkeiten" (etwas Brisantes und Unangenehmes) zu "Meinungsverschiedenheiten" (etwas Konstruktivem und weniger Unangenehmem) umzudefinieren.

Meinungsverschiedenheiten geben Menschen die Möglichkeit, ihre Ansichten zu äußern, neue Perspektiven zu erwägen und Probleme zu lösen. Also ermutigen Sie die anderen Mitglieder des Führungsteams bei Ihrer nächsten Besprechung ruhig einmal dazu, Standpunkte zu äußern, die Ihrer eigenen Meinung widersprechen.

Nehmen Sie Spannungen nicht persönlich. Erinnern Sie Ihre Angehörigen daran, dass Sie schließlich alle das Beste für Ihr Unternehmen wollen und dass es etwas völlig Normales ist, sich nicht immer einig zu sein (solange man solche Meinungsverschiedenheiten auf respektvolle Art austrägt).

Sobald die Familienmitglieder sich an diese konstruktive Streitkultur gewöhnen, wird es ihnen leichter fallen, schwierige Probleme anzusprechen, die gelöst werden müssen. Und sie werden feststellen, dass ein paar kleine Konflikte das Unternehmen und ihre Beziehung zueinander sogar stärken können.

Wenn Sie hervorragende Arbeit leisten, beruflich aber trotzdem nicht weiterkommen, liegt das vielleicht daran, dass man Ihre Leistungen übersieht.

Die Ergebnisse einer Arbeit sprechen nicht unbedingt immer für sich selbst, und das Management kennt vielleicht nicht alle Gründe, warum ein großes Projekt so erfolgreich war. Deshalb kann es für Ihre Karriere von Vorteil sein, Zutrauen zu Ihren eigenen Fähigkeiten zu zeigen.

Gewöhnen Sie sich an, Ihrem Chef und anderen Entscheidungsträgern klarzumachen, dass Sie auf Ihrem Aufgabengebiet gut sind, und geben Sie ihnen auch immer wieder konkrete Beispiele dafür. Natürlich soll man nicht bei jeder Gelegenheit mit seinen Leistungen angeben oder sich selbst loben - aber man darf auch nicht zu bescheiden sein.

Es ist kein Fehler, den Menschen, denen gegenüber Sie sich profilieren müssen, zu zeigen, wo Ihre besonderen Leistungen und Fähigkeiten liegen. Empfinden Sie das als unnatürlich? Dann sollten Sie versuchen, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln - zum Beispiel, indem Sie sich fragen: Was kann ich gut? Worin bestehen meine größten Erfolge? Warum bin ich für mein Unternehmen wertvoll?


Wenn man für einen Vorgesetzten mit unrealistischen Erwartungen arbeitet, fühlt sich das manchmal vielleicht so an, als sei man von vornherein zum Scheitern verurteilt. Aber es gibt durchaus ein paar Möglichkeiten, auch von so einem Chef das Feedback und die Orientierungshilfe zu bekommen, die man braucht.

Wenn Ihrem Vorgesetzten zu hohe Ziele vorschweben, erstellen Sie am besten gleich mehrere Aktionspläne, fragen ihn, welcher dieser Pläne seinen Vorstellungen am nächsten kommt, und versuchen das Gespräch dann anhand dieser Antwort auf eine realistischere Version seiner Zielvorstellung zu lenken. Dadurch können Sie auf beiden Seiten Vertrauen aufbauen.

Falls Sie feststellen, dass Ihr Chef in seinen Erwartungen über die Realität hinausschießt, sollten Sie sein Ziel zunächst einmal akzeptieren, ohne es sofort als unrealistisch abzulehnen.

Als Nächstes kommen Sie auf Ihre Bedenken zu sprechen, weisen darauf hin, welches Procedere in der Vergangenheit funktioniert hat und welches nicht, und fragen ihn, wie die nächsten Schritte aussehen sollen.

Denken Sie daran, dass Sie und Ihr Vorgesetzter wahrscheinlich auf derselben Seite stehen, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Bleiben Sie ruhig und achten Sie darauf, welcher Ihrer Pläne bei Ihrem Chef auf Resonanz zu stoßen scheint.

Wenn Besprechungsteilnehmer den Mut haben, offen und ehrlich ihre Meinung zu sagen, profitieren alle Beteiligten davon. Die Mitarbeiter brauchen kein Blatt vor den Mund zu nehmen, und die Vorgesetzten erfahren, was ihr Team wirklich denkt.

Folgendes können Führungskräfte tun, um ihre Mitarbeiter zu offenen Gesprächen zu ermuntern: Erstens sollten Sie ihnen ausdrücklich die Erlaubnis dazu erteilen, alles zu sagen oder zu fragen, was sie möchten. Manchmal herrscht in Meetings Unklarheit darüber, wer was sagen darf oder welche Fragen man stellen kann und welche nicht. Besprechen Sie diese Spielregeln bereits im Voraus mit Ihrem Team.

Bitten Sie Ihre Mitarbeiter auch um Erlaubnis, bei Konferenzen die Regie übernehmen zu dürfen, und besprechen Sie, was das konkret bedeutet (zum Beispiel, dass Sie Teilnehmer nach ihrer Meinung fragen, die sich bisher noch nicht geäußert haben, das Gespräch auf Kurs halten oder "Vielredner" bremsen).

Zweitens sollten Sie eine Atmosphäre schaffen, in der Ihre Mitarbeiter sich sicher fühlen. Jeder hat schon einmal erlebt, wie es ist, ignoriert oder nicht respektiert zu werden. Zeigen Sie Ihrem Team, dass das in Ihren Meetings nicht passieren wird.

Bitten Sie die Teilnehmer, jedem, der gerade spricht, ihre volle Aufmerksamkeit zu widmen, einander nicht zu unterbrechen und auf den Wert der Beiträge anderer Personen hinzuweisen.

Sie glauben, nicht genügend Zeit zum Bücherlesen zu haben? Dann denken Sie einmal darüber nach, wie viele SMS, E-Mails und Tweets Sie jeden Tag lesen und wie viel Zeit Sie sparen könnten, wenn Sie sich ein bisschen seltener mit solchen Nachrichten beschäftigen würden.

Zum Glück gibt es kluge Strategien, um etwas gegen die unwiderstehliche Anziehungskraft Ihres Smartphones zu tun: Entfernen Sie alle Apps vom Startbildschirm, damit sie Ihnen nicht gleich auf den ersten Blick ins Auge springen.

Schalten Sie Ihr Smartphone auf "Bitte nicht stören"-Modus, um nicht dauernd durch Benachrichtigungen abgelenkt zu werden. Wenn Ihr Display kaputtgeht, widerstehen Sie der Versuchung, sich gleich ein neues Smartphone anzuschaffen. Und bewahren Sie Ihr Ladegerät im Keller (oder an irgendeinem anderen schwer zugänglichen Ort) auf.

Als Nächstes sollten Sie Ihre Lesegewohnheiten ändern. Statt einen Kindle oder ein iPad zu nutzen, versuchen Sie zur Abwechslung doch wieder einmal ein gedrucktes Buch zu lesen. Auf diese Weise taucht man intensiver in die Geschichte ein; andere Menschen sehen auf den ersten Blick, was man liest und vor allem wird man dabei nicht ständig durch Textnachrichten unterbrochen.

Um sich zum Lesen zu motivieren, sollten Sie daran denken, dass man dadurch wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge einfühlsamer, mitfühlender und verständnisvoller wird.

Wenn Sie eine Veränderung in Ihrem Unternehmen erfolgreich durchführen möchten, müssen Sie dabei einfühlsam mit Ihren Mitarbeitern umgehen.

Finden Sie zunächst einmal heraus, wie Ihrem Team zumute ist, und stimmen Sie Ihre E-Mails und die Agenda Ihrer Meetings auf die Anliegen Ihrer Mitarbeiter ab. Wer das nicht tut, läuft Gefahr, seine Teammitglieder, die vielleicht ohnehin schon nervös sind oder der Veränderung skeptisch gegenüberstehen, noch mehr zu verunsichern.

Also sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern darüber, was in Ihrem Unternehmen zurzeit abläuft und warum. Fragen Sie sie, worüber sie sich Sorgen machen und welche Verbesserungen sie sich wünschen. Hören Sie genau zu und schneiden Sie Ihre weitere Kommunikation auf die Antworten zu, die Sie von den Mitarbeitern erhalten haben.

Wiederholen Sie dieses Vorgehen in jeder Phase der Veränderung, um beurteilen zu können, wie sich die Einstellung Ihres Teams im Lauf der Zeit verändert.

Ihr Ziel besteht darin, dafür zu sorgen, dass alle Mitarbeiter sich in den Veränderungsprozess eingebunden fühlen und den Eindruck haben, dass man auf sie hört. Außerdem sollten Sie so offen wie möglich über die bevorstehende Veränderung sprechen.

Wahrscheinlich müssen Sie einige Details über das Wie und Warum für sich behalten, doch eine möglichst offene Kommunikation schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Wenn wir uns keine Zeit für unsere Hobbys nehmen, leidet unser Berufsleben darunter, und zwar aus drei verschiedenen Gründen: Erstens wecken Hobbys unsere Kreativität. Es ist schwierig, bei der Arbeit neue Ideen zu entwickeln, wenn unser Denken immer nur um Zielvorgaben und Termine kreist. Ein kreatives Hobby befreit Sie aus diesem Gedankenkreislauf, indem es Ihnen gewissermaßen eine "leere Leinwand" bietet, auf der Sie neue Assoziationen herstellen können.

Zweitens ermöglichen Hobbys Ihnen eine neue Sichtweise. Denn wenn wir neue Ideen entwickeln, stellen wir uns dabei unwillkürlich vor, wie andere Menschen (beispielsweise Kunden) darauf reagieren werden. Wenn Sie schreiben, malen oder musizieren, denken Sie also wahrscheinlich automatisch darüber nach, wie ein Leser oder Zuhörer Ihre Arbeit wohl finden würde. Bringen Sie diese Mentalität auch in Ihr Berufsleben ein.

Und schließlich und endlich stärken Hobbys das Selbstvertrauen. Wenn Sie angesichts eines schwierigen Projekts den Mut verlieren, nehmen Sie sich ruhig einmal eine Stunde Zeit für ein Hobby. Das wird Ihre Stimmung verbessern und Ihr angeschlagenes Selbstwertgefühl neu aufbauen. Nutzen Sie diesen Energieschub, um Ihr Projekt mit neuem Auftrieb anzugehen.

Angenommen, Sie haben bei der Arbeit einen Fehler gemacht: Zerbrechen Sie sich hinterher in Gedanken noch tage- oder gar wochenlang den Kopf darüber? Solche Grübeleien können zu Nervosität und Ängsten führen.

Doch zum Glück gibt es ein paar hilfreiche Strategien, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen: Zunächst einmal sollten Sie sich darüber klarwerden, welche Auslöser Sie immer wieder zum Grübeln bringen. Verleiten bestimmte Menschen, Projekte oder Entscheidungen Sie dazu, an sich selbst zu zweifeln? Achten Sie darauf, wann (und warum) Sie sich über eine Situation zu viele Gedanken machen.

Eine andere gute Strategie besteht darin, sich von negativen Gedanken zu distanzieren, indem man sie ganz bewusst als Gedanken oder Gefühle etikettiert. Statt sich zu sagen: "Ich bin unzulänglich", denken Sie lieber: "Ich fühle mich unzulänglich".

Mithilfe solcher Formulierungen können Sie zwischen Ihren Wahrnehmungen und Ihrer eigentlichen Identität als Person und Mitarbeiter unterscheiden.

Eine weitere Möglichkeit, grüblerische Gedanken zu unterbinden, besteht darin, sich abzulenken: Wenn Ihre Gedanken sich wieder einmal im Kreis herumdrehen, gehen Sie spazieren, meditieren Sie, stellen Sie eine Reisekostenabrechnung fertig oder gehen Sie irgendeiner anderen einfachen Beschäftigung nach, auf die Sie sich ein paar Minuten lang konzentrieren können.

Wenn es bei der Arbeit besonders hektisch zugeht, fragt man sich vielleicht irgendwann nicht mehr: "Wie soll ich das alles schaffen?", sondern nur noch: "Wie soll ich diese schwierige Phase überstehen?"

Dafür gibt es ein paar sehr hilfreiche Strategien. Zum Beispiel können Sie sich für die Erledigung einer schwierigen oder anstrengenden Arbeit (etwa für das Schreiben eines Berichts) belohnen, indem Sie sich anschließend einer einfachen Aufgabe (beispielsweise einer Besorgung) zuwenden.

Auf diese Weise können Sie sich Ihre Kräfte einteilen und Ihrem Gehirn eine kleine Pause gönnen, sind dabei aber trotzdem nicht untätig.

Außerdem können Sie sich mit den angenehmen Phasen schwieriger Projekte motivieren. Wenn Sie zum Beispiel nicht gerne Berichte schreiben, es Ihnen aber Spaß macht, Texte zu bearbeiten, können Sie sich zumindest auf den Augenblick freuen, in dem Ihr Bericht fertig ist und Sie ihm nur noch den letzten Schliff zu geben brauchen.

Und es gibt auch noch eine dritte kluge Strategie: Nutzen Sie kleine Zeitfenster, um innerlich zur Ruhe zu kommen. Wenn Sie ein paar Minuten Leerlauf haben, zum Beispiel vor dem Beginn einer Besprechung oder in einer Warteschlange vor der Supermarktkasse, atmen Sie ein paarmal tief durch, lassen die Schultern sinken und nutzen diese kleine Auszeit zum Abschalten.

Wenn Sie sich bei Besprechungen öfter einmal zu Wort melden, können Sie sich in Ihrem Unternehmen profilieren, doch das liegt leider nicht jedem.

Falls es Ihnen schwerfallen sollte, Ihre Gedanken in der Kürze der Zeit klar zu formulieren, versuchen Sie es einmal mit folgenden Strategien: Legen Sie sich schon vor der Konferenz ein paar Kommentare oder Fragen zurecht.

Doch zunächst einmal sollten Sie darüber nachdenken, warum Sie bei dieser Besprechung überhaupt das Wort ergreifen möchten. Warum ist Ihnen das Thema dieser Konferenz wichtig? Lassen Sie sich bei der Formulierung Ihrer Fragen und Stellungnahmen von dieser Antwort leiten.

Wenn Ihnen dann im Meeting das Wort erteilt wird, halten Sie erst einmal kurz inne und atmen tief durch. Dadurch klingt Ihre Stimme anschließend fester und selbstbewusster, sodass es Ihnen leichter fällt, sich klar auszudrücken.

Aber melden Sie sich nicht zu Wort, nur um etwas zu sagen. Wenn Sie sich mit Ihrer Wortmeldung einfach nur ins rechte Licht rücken oder etwas sagen wollen, worüber man lieber in einem Vier-Augen-Gespräch diskutieren sollte, ist es vielleicht besser, zu schweigen.




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