Management-Tipp des Tages

Wie jeder andere Mitarbeiter müssen auch Manager tagtäglich ein bestimmtes Arbeitspensum erledigen. Doch wenn sie sich zu sehr auf ihre To-Do-Liste konzentrieren, haben sie vielleicht nicht mehr genügend Zeit, ihre Mitarbeiter zu inspirieren und in ihrer Weiterentwicklung zu fördern.

Fällt es Ihnen schwer, Ihre eigene Arbeit und Ihre Aufgaben als Teamchef miteinander in Einklang zu bringen? Dann sollten Sie Ihre Prioritäten überdenken.

Halten Sie Ausschau nach Führungskräften, denen dieser Spagat gelingt, und fragen Sie sie, wie sie das schaffen. Sie können sie auch um Feedback zu Ihren Bemühungen als Teamchef bitten und sich dann von diesen Anregungen leiten lassen, wenn Sie darüber nachdenken, wie Sie Ihren Mitarbeitern am besten weiterhelfen können. Durch regelmäßige Lagebesprechungen über ihre Karriereentwicklung, durch lobende Worte oder indem Sie sich immer wieder Zeit für intensive Einzelgespräche nehmen?

Achten Sie in den nächsten Wochen einmal genau darauf, wann eine Aufgabe oder ein Termin Ihre Aufmerksamkeit von einem Mitarbeiter ablenkt. Ermahnen Sie sich immer wieder dazu, sich auf die Menschen zu konzentrieren, die Sie führen. Zu Ihrer To-Do-Liste werden Sie immer noch früh genug kommen.

Als Vorgesetzter sollten Sie Ihrem Team helfen, sich beruflich weiterzuentwickeln. Gute Chefs achten dabei genau auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter und auf die Fortschritte, die sie von Woche zu Woche und von Monat zu Monat machen.

Nehmen Sie sich am Ende jeder Woche 15 Minuten Zeit, um aufzuschreiben, was Sie in letzter Zeit zur Unterstützung Ihrer Teammitglieder unternommen haben. Notieren Sie sich, welche Entwicklungsmuster und Zukunftschancen Sie für sie sehen und was für Feedback Sie ihnen geben möchten.

Falls Sie bei einem Mitarbeiter Fortschritte erkennen, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um mit ihm darüber zu sprechen. Sie brauchen damit nicht auf seine offizielle Leistungsbeurteilung zu warten. Wenn Sie ständig mit Ihren Mitarbeitern im Gespräch bleiben, zeigen Sie ihnen damit, dass Sie ihre persönlichen Ziele und Wunschvorstellungen kennen und sich bemühen, ihnen bei deren Erreichung zu helfen. Wenn die Mitarbeiter sehen, dass ihre Weiterentwicklung Ihnen am Herzen liegt, werden sie auch eher bereit sein, ihr Bestes zu geben.


Wenn es Ihren Mitarbeitern schwerfällt, kreativ zu sein, sollten Sie sich überlegen, was sie daran hindert. Manchmal sind die Arbeitsabläufe innerhalb des Teams daran schuld. Wenn man sich zu streng an bestimmte Regeln und Vorgehensweisen halten muss, leidet das Brainstorming darunter.

Dürfen Ihre Mitarbeiter Meinungen äußern, die dem üblichen Procedere widersprechen? Ist es ihnen erlaubt, originell zu sein und über den Tellerrand hinauszudenken?

Falls nicht, sollten Sie versuchen, die umständlichen Abläufe oder bürokratischen Einschränkungen aus dem Weg zu räumen, die die Mitarbeiter bei Brainstorming-Sitzungen in ihrer Kreativität hemmen. Ermutigen Sie sie, Risiken einzugehen, sich konventionellem Denken zu widersetzen und auch unorthodoxe Ansätze zu verfolgen.

Manchmal steht der Kreativität freilich auch die eigene Selbstwahrnehmung im Weg. Wenn Ihre Mitarbeiter nicht das Gefühl haben, kreative Menschen zu sein, werden sie wahrscheinlich auch keine originellen Beiträge zum Unternehmenserfolg leisten. Falls Sie den Eindruck haben, dass einer Ihrer Mitarbeiter sich in seiner Kreativität gehemmt fühlt, bieten Sie ihm Coaching und Unterstützung an.

Erinnern Sie Ihr Team daran, dass es keine falschen oder schlechten Vorschläge gibt und dass jeder Beitrag wichtig ist. Und empfehlen Sie Ihren Mitarbeitern, daran zu glauben, dass sie mit der Zeit mehr Kreativität entwickeln können, denn dann haben sie eine gute Chance, auch tatsächlich kreativer zu werden.

In familiengeführten Unternehmen geht man Konflikten gern aus dem Weg, weil man befürchtet, dass Streitigkeiten sich negativ auf das Unternehmen auswirken könnten.

Doch Konflikte sind unvermeidlich. Sie zu ignorieren, kann verheerende Folgen haben: stockendes Wachstum, falsche Entscheidungen und Verlust von Wettbewerbsvorteilen. Viel sinnvoller ist es, "Streitigkeiten" (etwas Brisantes und Unangenehmes) zu "Meinungsverschiedenheiten" (etwas Konstruktivem und weniger Unangenehmem) umzudefinieren.

Meinungsverschiedenheiten geben Menschen die Möglichkeit, ihre Ansichten zu äußern, neue Perspektiven zu erwägen und Probleme zu lösen. Also ermutigen Sie die anderen Mitglieder des Führungsteams bei Ihrer nächsten Besprechung ruhig einmal dazu, Standpunkte zu äußern, die Ihrer eigenen Meinung widersprechen.

Nehmen Sie Spannungen nicht persönlich. Erinnern Sie Ihre Angehörigen daran, dass Sie schließlich alle das Beste für Ihr Unternehmen wollen und dass es etwas völlig Normales ist, sich nicht immer einig zu sein (solange man solche Meinungsverschiedenheiten auf respektvolle Art austrägt).

Sobald die Familienmitglieder sich an diese konstruktive Streitkultur gewöhnen, wird es ihnen leichter fallen, schwierige Probleme anzusprechen, die gelöst werden müssen. Und sie werden feststellen, dass ein paar kleine Konflikte das Unternehmen und ihre Beziehung zueinander sogar stärken können.

Wenn Sie hervorragende Arbeit leisten, beruflich aber trotzdem nicht weiterkommen, liegt das vielleicht daran, dass man Ihre Leistungen übersieht.

Die Ergebnisse einer Arbeit sprechen nicht unbedingt immer für sich selbst, und das Management kennt vielleicht nicht alle Gründe, warum ein großes Projekt so erfolgreich war. Deshalb kann es für Ihre Karriere von Vorteil sein, Zutrauen zu Ihren eigenen Fähigkeiten zu zeigen.

Gewöhnen Sie sich an, Ihrem Chef und anderen Entscheidungsträgern klarzumachen, dass Sie auf Ihrem Aufgabengebiet gut sind, und geben Sie ihnen auch immer wieder konkrete Beispiele dafür. Natürlich soll man nicht bei jeder Gelegenheit mit seinen Leistungen angeben oder sich selbst loben - aber man darf auch nicht zu bescheiden sein.

Es ist kein Fehler, den Menschen, denen gegenüber Sie sich profilieren müssen, zu zeigen, wo Ihre besonderen Leistungen und Fähigkeiten liegen. Empfinden Sie das als unnatürlich? Dann sollten Sie versuchen, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln - zum Beispiel, indem Sie sich fragen: Was kann ich gut? Worin bestehen meine größten Erfolge? Warum bin ich für mein Unternehmen wertvoll?

Wenn man für einen Vorgesetzten mit unrealistischen Erwartungen arbeitet, fühlt sich das manchmal vielleicht so an, als sei man von vornherein zum Scheitern verurteilt. Aber es gibt durchaus ein paar Möglichkeiten, auch von so einem Chef das Feedback und die Orientierungshilfe zu bekommen, die man braucht.

Wenn Ihrem Vorgesetzten zu hohe Ziele vorschweben, erstellen Sie am besten gleich mehrere Aktionspläne, fragen ihn, welcher dieser Pläne seinen Vorstellungen am nächsten kommt, und versuchen das Gespräch dann anhand dieser Antwort auf eine realistischere Version seiner Zielvorstellung zu lenken. Dadurch können Sie auf beiden Seiten Vertrauen aufbauen.

Falls Sie feststellen, dass Ihr Chef in seinen Erwartungen über die Realität hinausschießt, sollten Sie sein Ziel zunächst einmal akzeptieren, ohne es sofort als unrealistisch abzulehnen.

Als Nächstes kommen Sie auf Ihre Bedenken zu sprechen, weisen darauf hin, welches Procedere in der Vergangenheit funktioniert hat und welches nicht, und fragen ihn, wie die nächsten Schritte aussehen sollen.

Denken Sie daran, dass Sie und Ihr Vorgesetzter wahrscheinlich auf derselben Seite stehen, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Bleiben Sie ruhig und achten Sie darauf, welcher Ihrer Pläne bei Ihrem Chef auf Resonanz zu stoßen scheint.

Wenn Besprechungsteilnehmer den Mut haben, offen und ehrlich ihre Meinung zu sagen, profitieren alle Beteiligten davon. Die Mitarbeiter brauchen kein Blatt vor den Mund zu nehmen, und die Vorgesetzten erfahren, was ihr Team wirklich denkt.

Folgendes können Führungskräfte tun, um ihre Mitarbeiter zu offenen Gesprächen zu ermuntern: Erstens sollten Sie ihnen ausdrücklich die Erlaubnis dazu erteilen, alles zu sagen oder zu fragen, was sie möchten. Manchmal herrscht in Meetings Unklarheit darüber, wer was sagen darf oder welche Fragen man stellen kann und welche nicht. Besprechen Sie diese Spielregeln bereits im Voraus mit Ihrem Team.

Bitten Sie Ihre Mitarbeiter auch um Erlaubnis, bei Konferenzen die Regie übernehmen zu dürfen, und besprechen Sie, was das konkret bedeutet (zum Beispiel, dass Sie Teilnehmer nach ihrer Meinung fragen, die sich bisher noch nicht geäußert haben, das Gespräch auf Kurs halten oder "Vielredner" bremsen).

Zweitens sollten Sie eine Atmosphäre schaffen, in der Ihre Mitarbeiter sich sicher fühlen. Jeder hat schon einmal erlebt, wie es ist, ignoriert oder nicht respektiert zu werden. Zeigen Sie Ihrem Team, dass das in Ihren Meetings nicht passieren wird.

Bitten Sie die Teilnehmer, jedem, der gerade spricht, ihre volle Aufmerksamkeit zu widmen, einander nicht zu unterbrechen und auf den Wert der Beiträge anderer Personen hinzuweisen.

Sie glauben, nicht genügend Zeit zum Bücherlesen zu haben? Dann denken Sie einmal darüber nach, wie viele SMS, E-Mails und Tweets Sie jeden Tag lesen und wie viel Zeit Sie sparen könnten, wenn Sie sich ein bisschen seltener mit solchen Nachrichten beschäftigen würden.

Zum Glück gibt es kluge Strategien, um etwas gegen die unwiderstehliche Anziehungskraft Ihres Smartphones zu tun: Entfernen Sie alle Apps vom Startbildschirm, damit sie Ihnen nicht gleich auf den ersten Blick ins Auge springen.

Schalten Sie Ihr Smartphone auf "Bitte nicht stören"-Modus, um nicht dauernd durch Benachrichtigungen abgelenkt zu werden. Wenn Ihr Display kaputtgeht, widerstehen Sie der Versuchung, sich gleich ein neues Smartphone anzuschaffen. Und bewahren Sie Ihr Ladegerät im Keller (oder an irgendeinem anderen schwer zugänglichen Ort) auf.

Als Nächstes sollten Sie Ihre Lesegewohnheiten ändern. Statt einen Kindle oder ein iPad zu nutzen, versuchen Sie zur Abwechslung doch wieder einmal ein gedrucktes Buch zu lesen. Auf diese Weise taucht man intensiver in die Geschichte ein; andere Menschen sehen auf den ersten Blick, was man liest und vor allem wird man dabei nicht ständig durch Textnachrichten unterbrochen.

Um sich zum Lesen zu motivieren, sollten Sie daran denken, dass man dadurch wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge einfühlsamer, mitfühlender und verständnisvoller wird.

Wenn Sie eine Veränderung in Ihrem Unternehmen erfolgreich durchführen möchten, müssen Sie dabei einfühlsam mit Ihren Mitarbeitern umgehen.

Finden Sie zunächst einmal heraus, wie Ihrem Team zumute ist, und stimmen Sie Ihre E-Mails und die Agenda Ihrer Meetings auf die Anliegen Ihrer Mitarbeiter ab. Wer das nicht tut, läuft Gefahr, seine Teammitglieder, die vielleicht ohnehin schon nervös sind oder der Veränderung skeptisch gegenüberstehen, noch mehr zu verunsichern.

Also sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern darüber, was in Ihrem Unternehmen zurzeit abläuft und warum. Fragen Sie sie, worüber sie sich Sorgen machen und welche Verbesserungen sie sich wünschen. Hören Sie genau zu und schneiden Sie Ihre weitere Kommunikation auf die Antworten zu, die Sie von den Mitarbeitern erhalten haben.

Wiederholen Sie dieses Vorgehen in jeder Phase der Veränderung, um beurteilen zu können, wie sich die Einstellung Ihres Teams im Lauf der Zeit verändert.

Ihr Ziel besteht darin, dafür zu sorgen, dass alle Mitarbeiter sich in den Veränderungsprozess eingebunden fühlen und den Eindruck haben, dass man auf sie hört. Außerdem sollten Sie so offen wie möglich über die bevorstehende Veränderung sprechen.

Wahrscheinlich müssen Sie einige Details über das Wie und Warum für sich behalten, doch eine möglichst offene Kommunikation schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Wenn wir uns keine Zeit für unsere Hobbys nehmen, leidet unser Berufsleben darunter, und zwar aus drei verschiedenen Gründen: Erstens wecken Hobbys unsere Kreativität. Es ist schwierig, bei der Arbeit neue Ideen zu entwickeln, wenn unser Denken immer nur um Zielvorgaben und Termine kreist. Ein kreatives Hobby befreit Sie aus diesem Gedankenkreislauf, indem es Ihnen gewissermaßen eine "leere Leinwand" bietet, auf der Sie neue Assoziationen herstellen können.

Zweitens ermöglichen Hobbys Ihnen eine neue Sichtweise. Denn wenn wir neue Ideen entwickeln, stellen wir uns dabei unwillkürlich vor, wie andere Menschen (beispielsweise Kunden) darauf reagieren werden. Wenn Sie schreiben, malen oder musizieren, denken Sie also wahrscheinlich automatisch darüber nach, wie ein Leser oder Zuhörer Ihre Arbeit wohl finden würde. Bringen Sie diese Mentalität auch in Ihr Berufsleben ein.

Und schließlich und endlich stärken Hobbys das Selbstvertrauen. Wenn Sie angesichts eines schwierigen Projekts den Mut verlieren, nehmen Sie sich ruhig einmal eine Stunde Zeit für ein Hobby. Das wird Ihre Stimmung verbessern und Ihr angeschlagenes Selbstwertgefühl neu aufbauen. Nutzen Sie diesen Energieschub, um Ihr Projekt mit neuem Auftrieb anzugehen.




Der Management-Tipp
des Tages als Newsletter
oder kostenlose App




Alle Themen



Nach oben