Klotzen, nicht kleckern

HBM Sonderheft 1/2018

Am An­fang stand der Wunsch nach neu­en Lie­fer­wa­gen. Die Deut­sche Post DHL Group hat­te sich zu Be­ginn des Jahr­zehnts vor­ge­nom­men, ihre Pa­ke­te in den Städ­ten künf­tig elek­trisch aus­zu­fah­ren. Al­ler­dings blieb die Su­che nach Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten bei den eta­blier­ten Au­to­her­stel­lern er­folg­los. Doch dann stie­ßen die Post­ma­na­ger auf das For­schungs-Start-up der Pro­fes­so­ren Gün­ther Schuh und Achim Kamp­ker an der RWTH in Aa­chen, das Elek­tro­au­tos für die Kurz­stre­cke ent­wi­ckel­te (sie­he „Agil sein hilft“, Har­vard Busi­ness Ma­na­ger, April 2017). 2011 be­gan­nen Deut­sche Post DHL und Streets­coo­ter ge­mein­sam mit der Ent­wick­lung ei­nes Lie­fer­wa­gens – dann ging es ganz schnell. Ein Jahr spä­ter gab es einen Pro­to­typ, ein wei­te­res Jahr spä­ter roll­te die Vor­se­rie über die Stra­ßen. Noch ein Jahr dar­auf kauf­te die Post das ge­sam­te Un­ter­neh­men und über­nahm 70 Mit­ar­bei­ter. In­zwi­schen gibt es Plä­ne, welt­weit an zehn Fer­ti­gungs­stät­ten bis zu 100 000 Elek­tro­lie­fer­wa­gen jähr­lich zu pro­du­zie­ren und an an­de­re Un­ter­neh­men zu lie­fern. Aus dem Be­schaf­fungs­pro­jekt wur­de ein Ge­schäfts­zweig.
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