Vom Erfinder zum CEO

INTERVIEW:

HBM Juli 2013

Herr An­drees­sen, wel­che Ei­gen­schaf­ten zeich­nen be­son­ders er­folg­rei­che Grün­der aus?
AN­DREES­SEN Bei den Grün­dern, die wir un­ter­stüt­zen, su­chen wir eine Kom­bi­na­ti­on aus drei Ei­gen­schaf­ten: Sie soll­ten Pro­dukt­ent­wick­ler sein, die aber auch un­ter­neh­me­risch den­ken kön­nen und Lust ha­ben, sich selbst­stän­dig zu ma­chen. Dar­über hin­aus soll­ten sie das For­mat und die Dis­zi­plin ha­ben, CEO zu wer­den. Wenn Men­schen mit die­sen drei Ei­gen­schaf­ten rich­tig un­ter­stützt wer­den und zehn Jah­re lang hart ar­bei­ten, kön­nen sie fan­tas­ti­sche Er­geb­nis­se er­zie­len. Fehlt eine die­ser drei Ei­gen­schaf­ten, gibt es in der Re­gel eher Ver­lus­te

Müs­sen sich all die­se Ei­gen­schaf­ten un­be­dingt in ein und der­sel­ben Per­son bün­deln?
AN­DREES­SEN Ver­su­chen Sie mal, einen Pro­dukt­ent­wick­ler und einen Ge­schäfts­mann zur Zu­sam­men­ar­beit zu be­we­gen oder den Grün­der ei­nes Un­ter­neh­mens mit ei­nem CEO von au­ßen zu­sam­men­zu­brin­gen und die­se Zwangs­ge­mein­schaf­ten dann auch noch zu Höchst­leis­tun­gen zu mo­ti­vie­ren. Wenn es nicht an­ders geht, kom­men wir auch mit sol­chen Si­tua­tio­nen klar, aber glau­ben Sie mir, das ist für alle Sei­ten eine große Her­aus­for­de­rung.

Kann man Men­schen ei­gent­lich bei­brin­gen, Un­ter­neh­mens­grün­der zu wer­den? Oder ist die Be­fä­hi­gung dazu an­ge­bo­ren?
AN­DREES­SEN Wir glau­ben, dass man zu­min­dest die Fä­hig­keit zu füh­ren ler­nen kann, des­we­gen kon­zen­trie­ren wir uns dar­auf, Er­fin­dern das Rüst­zeug zu ver­mit­teln, mit dem sie CEO wer­den kön­nen. We­ni­ger Zeit ver­wen­den wir da­ge­gen dar­auf, Füh­rungs­kräf­ten bei­zu­brin­gen, wie man Er­fin­der wird.

In wel­chem Maße lei­det die Grün­der­sze­ne noch un­ter der Kri­se der Hight­ech-Bran­che, die auf den Boom folg­te?
AN­DREES­SEN Das ist noch im­mer eine große Sa­che - be­son­ders für all die­je­ni­gen, die schon äl­ter als 35 sind. Die Si­tua­ti­on er­in­nert ein we­nig an die Jah­re nach der Großen De­pres­si­on. Da­mals hat es bis in die 50er Jah­re hin­ein ge­dau­ert, bis die Men­schen wie­der Ver­trau­en in die Ak­ti­en­märk­te ge­fasst hat­ten. Die Men­schen sind noch im­mer hy­per­sen­si­bel und se­hen über­all die Ge­fahr ei­ner neu­en Bla­se. Ehr­lich: Es braucht sich nur ir­gend­wo ein we­nig Le­ben zu zei­gen, schon heißt es, dass sei ge­wiss eine neue Bla­se.

Wol­len Sie da­mit sa­gen, dass die all­ge­mei­ne Stim­mung auf dem Markt der­zeit eher ir­ra­tio­nal ge­prägt ist?
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