Meinungen

HBM März 2013

RICH­TIG FRA­GEN
ZUR FALL­STU­DIE „Taugt die Quo­te als Ziel­ver­ein­ba­rung?“ von Mar­tin N. Da­vid­son, Ja­nu­ar 2013.

Der Di­ver­si­ty-Be­auf­trag­te ei­ner Bank kommt mit sei­nen Be­mü­hun­gen, Frau­en und An­ge­hö­ri­ge von Min­der­hei­ten in Füh­rungs­po­si­tio­nen zu brin­gen, nicht vor­an. Sei­ne Stell­ver­tre­te­rin will die Ver­gü­tung des Ma­na­ge­ments an die­ses Ziel kop­peln - und sorgt mit die­sem Vor­schlag für Un­ru­he.

Wer Di­ver­si­tät im Un­ter­neh­men för­dern möch­te, soll­te sich zu­erst die Fra­ge nach dem Wa­rum stel­len. Di­ver­si­tät selbst ist der Weg, aber nicht das Ziel. Nur wenn kla­re Ziel­vor­stel­lun­gen de­fi­niert wur­den, die mit ei­ner grö­ße­ren Viel­falt zu er­rei­chen sind, kön­nen an­de­re Mit­strei­ter für die­ses The­ma ge­won­nen wer­den. So kann etwa bei ei­nem Team mit ei­nem Durch­schnitts­al­ter von 52 Jah­ren durch mehr Di­ver­si­tät die Zu­kunfts­fä­hig­keit si­cher­ge­stellt wer­den. Ohne einen aus­ge­wo­ge­ne­ren Mix an un­ter­schied­li­chen Ge­ne­ra­tio­nen wäre die­ses Team ver­mut­lich in 15 Jah­ren am Ende. Aber auch bei ei­ner hö­he­ren Frau­en- oder Aus­län­der­quo­te soll­te stets die­se Fra­ge im Vor­der­grund ste­hen. Was nützt die Er­kennt­nis, dass 30 Pro­zent der Füh­rungs­po­si­tio­nen in ei­nem Un­ter­neh­men von Frau­en be­setzt wer­den? Er­wirt­schaf­tet die­ses Un­ter­neh­men dann mehr Ge­winn, ist es in­no­va­ti­ver oder ein bes­se­rer Ar­beit­ge­ber? Wenn aber trans­pa­rent ist, dass mit mehr Mit­ar­bei­tern un­ter­schied­li­cher Her­kunft die In­ter­na­tio­na­li­sie­rungs­stra­te­gie un­ter­stützt wird und durch mehr Sprach­kennt­nis­se und Kennt­nis­se an­de­rer Kul­tu­ren neue Märk­te leich­ter er­schlos­sen wer­den kön­nen, dann wird ein Schuh dar­aus.

Die Re­dak­ti­on be­hält sich vor, Le­ser­zu­schrif­ten zu kür­zen.
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