Aufstrebende Riesen

WETTBEWERB:

HBM Dezember 2006

Es ge­sch­ah im Jah­re 2003. Nur we­ni­ge Mo­na­te nach­dem der in­di­sche Au­to­her­stel­ler Ma­hin­dra & Ma­hin­dra (M&M) in sei­nem Hei­mat­land einen schi­cken Ge­län­de­wa­gen na­mens Scor­pio auf den Markt ge­bracht hat­te, konn­te sich der sport­li­che Offroa­der vor „Auto des Jah­res“-Aus­zeich­nun­gen kaum noch ret­ten. CNBC In­dia, das re­nom­mier­te Fach­for­mat „Wheels“ auf BBC World und vie­le an­de­re Ex­per­ten wa­ren be­geis­tert von dem neu­en Mo­dell. Ein be­mer­kens­wer­ter Er­folg. Der Männ­er­traum made in In­dia si­cher­te sich den Spit­zen­platz so­gar vor welt­wei­ten Best­sel­lern wie der E-Klas­se von Mer­ce­des-Benz und dem Cam­ry von To­yo­ta.
Für M&M - einen Kon­zern, der sich zu­vor in ers­ter Li­nie da­durch her­vor­ge­tan hat­te, in ver­schie­de­nen Län­dern Trak­to­ren zu bau­en und Nutz­fahr­zeu­ge für die halb städ­ti­schen und länd­li­chen Märk­te In­diens zu ent­wi­ckeln - si­gna­li­sier­ten die Aus­zeich­nun­gen, dass man es end­lich mit den großen Au­to­bau­ern die­ser Welt auf­neh­men konn­te. Wäh­rend sich der Scor­pio zu Hau­se in In­di­en ge­ra­de er­folg­reich ge­gen Mehr­zweck­fahr­zeu­ge wie den To­yo­ta In­no­va und den Che­vy Ta­ve­ra

von Ge­ne­ral Mo­tors be­haup­tet, hat M&M schon be­gon­nen, sei­nen Offroa­der auch in Süd­afri­ka und Spa­ni­en zu ver­mark­ten. Es be­steht kein Zwei­fel: Der 500 Mil­lio­nen Dol­lar schwe­re in­di­sche Kon­zern ent­wi­ckelt sich zu ei­nem ernst zu neh­men­den Player der glo­ba­len Au­to­mo­bil­bran­che.
M&M ist nicht das ein­zi­ge Un­ter­neh­men aus ei­nem Schwel­len­land, das in der Welt von sich re­den macht. In den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren ha­ben re­gel­rech­te Li­be­ra­li­sie­rungs­wel­len die Schutz­zöl­le in den Ent­wick­lungs­län­dern fal­len las­sen. Dies führ­te ei­ner­seits dazu, dass die­se Na­tio­nen sich in die Welt­wirt­schaft in­te­grie­ren konn­ten, be­wirk­te aber auch, das in­ter­na­tio­nal tä­ti­ge Groß­kon­zer­ne aus Nord­ame­ri­ka, West­eu­ro­pa, Ja­pan und Süd­ko­rea ih­rer­seits auf die auf­stre­ben­den Märk­te dräng­ten. Zwar ver­lo­ren im Zuge die­ses Pro­zes­ses et­li­che der dort an­säs­si­gen Un­ter­neh­men Markt­an­tei­le oder muss­ten ihr Ge­schäft ver­kau­fen; ei­ni­ge aber leis­te­ten er­folg­reich Wi­der­stand: Sie trotz­ten der In­va­si­on, führ­ten Um­struk­tu­rie­run­gen durch, mach­ten sich ge­schickt die neu­en Mög­lich­kei­ten zu­nut­ze und er­rich­te­ten auf die­se Wei­se mo­der­ne Spit­zen­un­ter­neh­men, die der welt­wei­ten Kon­kur­renz durch­aus das Was­ser rei­chen kön­nen.
Ei­ni­ge die­ser auf­stre­ben­den Rie­sen tre­ten gleich in meh­re­ren Län­dern an. Zu nen­nen sind etwa der bra­si­lia­ni­sche Ge­trän­ke­her­stel­ler Am­Bev, der 2004 mit der bel­gi­schen In­ter­brew zu In­Bev fu­sio­nier­te, die Kauf­haus­ket­te S.A.C.I. Fala­bel­la aus Chi­le, die chi­ne­si­schen Kon­zer­ne Ba­os­teel (Stahl), Ga­lanz (Mi­kro­wel­len) und Le­no­vo (Haus­halts­ge­rä­te) so­wie Hua­wei Tech­no­lo­gies, ein welt­weit tä­ti­ger Lie­fe­rant von Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­te­men. Aus In­di­en ma­chen der Ge­ne­ri­ka­her­stel­ler Dr. Reddy's La­bo­ra­to­ries, die IT-Dienst­leis­ter In­fo­sys und NIIT, der Phar­ma­kon­zern Ran­ba­xy, das Be­ra­tungs- und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men Sa­tyam, das Busi­ness-Kon­glo­me­rat Tata Group und die Soft­wa­re­fir­ma Wi­pro von sich re­den.
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