Den Firmenwert dauerhaft steigern

HBM 3/2001

Prak­ti­zie­ren die großen deut­schen Un­ter­neh­men kon­sis­ten­tes Share­hol­der-Va­lue-Ma­na­ge­ment? Bei vie­len soll der Be­griff wohl eher je­nen kurz­at­mi­gen Ak­tio­nis­mus vor­nehm um­schrei­ben, der al­lein die Stei­ge­rung des Bör­sen­werts bezweckt. Kon­se­quent ge­hand­habt wird der Share­hol­der- Va­lue-An­satz nur sel­ten. Es fehlt an den ge­schlos­se­nen Werter­mitt­lungs­sys­te­men, die erst eine wer­t­ori­en­tier­te Steue­rung des Ge­samt­un­ter­neh­mens er­mög­li­chen. Doch die Ak­teu­re am Ka­pi­tal­markt drän­gen im­mer ener­gi­scher auf Sys­te­me mit ein­heit­li­chen Stan­dards zur Per­for­man­ce-Mes­sung. Ge­stützt auf eine mit den Dax-100-Un­ter­neh­men un­ter­nom­me­ne Stu­die, skiz­zie­ren die Au­to­ren in sechs The­sen Stand und Zu­kunft des Share­hol­der-Va­lue-An­sat­zes in Deutsch­land.
Un­ter­neh­mens­füh­rer, die von Share­hol­der-Va­lue-Ma­na­ge- ment spre­chen, be­zie­hen sich auf die Grund­ge­bo­te „Er­wirt­schaf­te nach­hal­tig Ka­pi­tal­ren­di­ten, die über den Ka­pi­tal­kos­ten lie­gen“ und „Stei­ge­re je­des Jahr die Wert­bei­trä­ge“.
Doch da­mit sind die Ge­mein­sam­kei­ten dann fast schon er­schöpft. In der Pra­xis fol­gen die Ver­ant­wort­li­chen be­kannt­lich recht un­ter­schied­li­chen Kon­zep­ten auf eine recht un­ter­schied­li­che Wei­se, wenn die Ziel­set­zung im Mit­tel­punkt steht, den Un­ter­neh­mens­wert im In­ter­es­se der Ka­pi­tal­ge­ber lang­fris­tig und nach­hal­tig zu stei­gern.
Soll die wer­t­ori­en­tier­te Steue­rung des Ge­samt­un­ter­neh­mens wirk­lich ge­lin­gen, muss der Share­hol­der-Va­lue-An­satz nicht nur das Han­deln der Ver­ant­wort­li­chen be­stim­men, son­dern er muss auch auf al­len Ebe­nen der Or­ga­ni­sa­ti­on sys­te­ma­tisch ver­an­kert wer­den. Wenn die­se Prä­mis­sen er­füllt sind, las­sen sich ge­schlos­se­ne Werter­mitt­lungs­sys­te­me eta­blie­ren, die dann ver­gleich­ba­re Kenn­zah­len lie­fern.
Ge­nau an die­ser Stel­le wird deut­lich, ob in ei­nem Un­ter­neh­men mit der Ori­en­tie­rung auf den Ka­pi­tal­markt wirk­lich Ernst ge­macht wird. Oh­ne­hin drän­gen ins­be­son­de­re die Fi­nan­z­ana­lys­ten im­mer nach­drück­li­cher auf aus­sa­ge­kräf­ti­ge Kenn­zah­len, die sie ver­glei­chen kön­nen. Für das Ma­na­ge­ment be­deu­tet es frei­lich eine schwie­ri­ge Auf­ga­be, einen ge­schlos­se­nen Share­hol­der-Va­lue-An­satz im gan­zen Un­ter­neh­men durch­zu­set­zen. Das kann in der Pra­xis von großen Or­ga­ni­sa­tio­nen Jah­re in An­spruch neh­men.

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