Die digitale Lieferkette

HBM Januar 2020

Robo­ter, die ei­gen­stän­dig durchs La­ger fah­ren, Ma­schi­nen, die selbst Nach­schub be­stel­len, oder Con­tai­ner, die lau­fend ih­ren Stand­ort mit­tei­len – die Di­gi­ta­li­sie­rung ver­än­dert die Lie­fer­ket­ten vie­ler Un­ter­neh­men. Die so­ge­nann­te Sup­ply Chain 4.0 bie­tet ganz neue Mög­lich­kei­ten, die Pro­duk­ti­on zu pla­nen, La­ger zu or­ga­ni­sie­ren, Mit­ar­bei­tern die Ar­beit zu er­leich­tern oder die Nach­fra­ge vor­her­zu­sa­gen. Wenn Phar­ma­her­stel­ler wis­sen, in wel­chen Re­gio­nen ge­ra­de be­son­ders vie­le Men­schen an der Grip­pe er­kran­ken, kön­nen sie vor Ort die Vor­rä­te auf­sto­cken. Und wenn eine Wasch­ma­schi­ne ei­gen­stän­dig Wasch­pul­ver nach­be­stellt, kann der Her­stel­ler Su­per­märk­te aus der Lie­fer­ket­te drän­gen. In die­sem Bei­trag möch­ten wir auf­zei­gen, wel­che Chan­cen die neu­en Tech­no­lo­gi­en bie­ten (sie­he Kas­ten „Die neu­en Tech­no­lo­gi­en“). Wir ha­ben 118 Sup­ply-Chain-Ex­per­ten aus ver­schie­de­nen Bran­chen zu den Tech­no­lo­gi­en be­fragt, be­son-ders hoch sind ihre Er­war­tun­gen an Sup­ply Chain Ana­ly­tics, Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung und In­ter­net- of-Things-An­wen­dun­gen. Ins­ge­samt se­hen 67 Pro­zent der Be­frag­ten die Vor­tei­le vor al­lem dar­in, Kos­ten zu spa­ren. Da­bei ist das nur ein Punkt un­ter vie­len. Wert­schöp­fungs­he­bel gibt es un­se­rer Ana­ly- se nach in vier Be­rei­chen: die Stei­ge­rung der Ef­fi­zi­enz (die heu­te schon von vie­len Ma­na­gern er­kannt wird), die Stei­ge­rung der Agi­li­tät, die Stei­ge­rung der Va­li­di­tät so­wie eine bes­se­re Kom­mer­zia­li­sie­rung. Häu­fig las­sen sich die ho­hen In­ves­ti­tio­nen in Tech­no­lo­gi­en nicht al­lein durch einen Wert­schöp­fungs­he­bel recht­fer­ti­gen. Ma­na­ger müs­sen ver­ste­hen, wie sie die Tech­no­lo­gie in vie­ler­lei Hin­sicht ein­set­zen kön­nen und da­durch so­wohl auf der Kos­ten- als auch auf der Um­satz­sei­te pro­fi­tie­ren.

1. Stei­ge­rung der Ef­fi­zi­enz
Vie­le neue Tech­no­lo­gi­en ha­ben zum Ziel, die Lohn­kos­ten zu sen­ken. Die Ab­läu­fe im La­ger wer­den schon lan­ge im­mer wei­ter op­ti­miert, um den Auf­wand der Mit­ar­bei­ter zu ver­rin­gern, be­son­ders in der Kom­mis­sio­nie­rung (der Zu­sam­men­stel­lung ei­nes Auf­trags aus den Ein­zel­kom­po­nen­ten – Anm. d. Red.). Ge­mes­sen wird die Ef­fi­zi­enz dar­an, wie vie­le Ar­ti­kel pro Stun­de ge­packt wer­den („Picks pro Stun­de“). So wird mit der Rei­hen­fol­ge der zu pa­cken­den Ar­ti­kel, spe­zi­el­len Zo­nen für lang­sam- oder schnell­dre­hen­de Ar­ti­kel oder Tech­nik­un­ter­stüt­zung ex­pe­ri­men­tiert. Pick-by-Voi­ce-Sys­te­me zum Bei­spiel (die mit dem Mit­ar­bei­ter per Kopf­hö­rer und Mi­kro­fon in­ter­a­gie­ren) be­schleu­ni­gen hier die Ab­läu­fe.
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