Die Führungskraft als Coach

HBM November 2019

Ver­än­de­run­gen sind nie­mals ein­fach. Fra­gen Sie ein­mal je­man­den, der sei­nen Be­ruf ge­wech­selt, eine neue Fä­hig­keit ent­wi­ckelt, eine Be­zie­hung ver­bes­sert oder eine schlech­te Ge­wohn­heit über­wun­den hat. Und doch ist für die meis­ten Men­schen ir­gend­wann eine Ver­än­de­rung not­wen­dig – ein wich­ti­ger Schritt, um ihr Po­ten­zi­al zu ver­wirk­li­chen und ihre Zie­le zu er­rei­chen, so­wohl am Ar­beits­platz als auch zu Hau­se. Bei die­sem Ver­än­de­rungs­pro­zess be­nö­ti­gen die Men­schen Un­ter­stüt­zung. Sie brau­chen einen Coach.
Und hier kom­men Sie ins Spiel. Egal ob Sie Chef oder Kol­le­ge, Freund oder Ehe­part­ner, in­tro­ver­tiert oder ex­tro­ver­tiert, emo­tio­nal oder ana­ly­tisch ver­an­lagt sind oder in der Hier­ar­chie oben oder un­ten ste­hen: Sie kön­nen ler­nen, wie Sie Ihre Mit­menschen bei Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen so un­ter­stüt­zen, dass die­se als le­bens­be­rei­chernd wahr­ge­nom­men wer­den.
Alle drei Au­to­ren die­ses Ar­ti­kels sind als pro­fes­sio­nel­le Coa­ches für Füh­rungs­kräf­te auf ver­schie­de­nen Kar­rie­re­stu­fen und in un­ter­schied­li­chen Funk­tio­nen, Bran­chen und Län­dern tä­tig. Au­ßer­dem ha­ben wir in den letz­ten zwei Jahr­zehn­ten ge­nau un­ter­sucht, wie Coa­ching funk­tio­niert, und Men­schen für die­se Tä­tig­keit aus­ge­bil­det. Auf der Su­che nach evi­denz­ba­sier­ten Coa­chingstra­te­gi­en ha­ben wir Dut­zen­de von Längs­schnitt­stu­di­en und Fel­d­ex­pe­ri­men­ten durch­ge­führt. Die­se Stra­te­gi­en möch­ten wir Ih­nen hier ver­mit­teln, um mehr Men­schen das nö­ti­ge Rüst­zeug an die Hand zu ge­ben, an­de­ren bei der Ver­wirk­li­chung ih­res größ­ten Po­ten­zi­als zu hel­fen.
Im Jahr 1970 ent­wi­ckel­te ei­ner der Au­to­ren (Ri­chard Boyat­zis) eine Theo­rie der in­ten­tio­na­len Ver­än­de­rung, die in der Psy­cho­lo­gie und im Ma­na­ge­ment in­zwi­schen zum Maß­stab ge­wor­den ist. Eine in­ten­tio­na­le Ver­än­de­rung be­steht aus vier Schrit­ten. Zu­nächst ein­mal muss man sich sein idea­les Selbst vor­stel­len: Wer möch­te ich sein? Was möch­te ich in mei­nem Be­rufs- und Pri­vat­le­ben tun? Als Nächs­tes soll­te man sich über sein wah­res Selbst klar wer­den: über die Lücken, die zur Ver­wirk­li­chung die­ses Ideals ge­füllt wer­den müs­sen, und die Stär­ken, die ei­nem da­bei hel­fen kön­nen. Dann soll­te man eine Ler­na­gen­da (einen Plan zur Er­rei­chung sei­ner Zie­le) ent­wi­ckeln und schließ­lich mit neu­en Ver­hal­tens­wei­sen und Rol­len ex­pe­ri­men­tie­ren und sich dar­in üben.
Ein gu­ter Coach hilft sei­nem Kli­en­ten durch die­sen Pro­zess hin­durch. Bit­te be­ach­ten Sie, dass wir hier nicht die Be­grif­fe „füh­ren“, „lei­ten“, „drän­gen“ oder „zie­hen“, son­dern das Wort „hel­fen“ ver­wen­den. Als Coach sind Sie nicht dazu da, je­man­dem zu sa­gen, was er tun soll, son­dern soll­ten klu­ge Fra­gen stel­len und auf­merk­sam zu­hö­ren, An­teil­nah­me zei­gen, sich mit der in­di­vi­du­el­len Vi­si­on Ih­res Coa­chees be­schäf­ti­gen und eine von Für­sor­ge ge­präg­te Be­zie­hung zu ihm auf­bau­en. Die Auf­ga­be ei­nes Coachs be­steht dar­in, Men­schen bei ei­ner Ver­än­de­rung zu un­ter­stüt­zen, und da­bei spielt die Vor­ge­hens­wei­se eine sehr wich­ti­ge Rol­le. Sie sol­len Ih­rem Schütz­ling hel­fen, Lern­chan­cen zu er­ken­nen, die Grund­la­gen für eine Ver­än­de­rung zu schaf­fen und den Durch­blick zu be­hal­ten. In­ner­halb die­ses Rah­mens kön­nen Sie Men­schen mit sehr großen Her­aus­for­de­run­gen („ich bin mit mei­ner Kar­rie­re un­zu­frie­den“) bis hin zu re­la­tiv klei­nen Pro­ble­men („ich möch­te mei­nen Um­gang mit an­de­ren Men­schen ver­bes­sern“) coa­chen. Das geht fol­gen­der­ma­ßen:
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