Wie hoch ist Ihr CO2-Risiko?

HBM September 2019

Die glo­ba­len Wet­ter­ex­tre­me neh­men zu, und da­mit ist klar: Für Un­ter­neh­men ist die Be­dro­hung durch den Kli­ma­wan­del nicht mehr nur theo­re­ti­scher Na­tur. Un­ter­neh­men ar­bei­ten dar­an, ihre Ver­mö­gens­wer­te und Lie­fer­ket­ten vor im­mer stär­ke­ren Wir­bel­stür­men, Hit­ze­wel­len, Brän­den und Dür­ren zu schüt­zen. Im­mer mehr Un­ter­neh­men be­rück­sich­ti­gen sol­che Kli­ma­ri­si­ken in ih­ren Be­rech­nun­gen, und auch In­ves­to­ren ach­ten sehr ge­nau dar­auf.
Es gibt aber ein ver­wand­tes Ri­si­ko, das vie­le noch nicht in sei­ner gan­zen Be­deu­tung er­fasst ha­ben: das CO2-Ri­si­ko – also die Fra­ge, wie sich eine Po­li­tik des Kli­ma­schut­zes auf Stra­te­gie und Er­trag ei­nes Un­ter­neh­mens aus­wirkt. Je wär­mer es auf der Erde wird, de­sto eher müs­sen Un­ter­neh­men mit stren­ge­ren staat­li­chen Maß­nah­men rech­nen, die mit ei­nem hö­he­ren Preis für ihre CO2-Emis­sio­nen ein­her­ge­hen. Wer dar­auf nicht vor­be­rei­tet ist, dem droht das Aus.
In die­sem Ar­ti­kel be­schrei­ben wir einen An­satz, den im­mer mehr Un­ter­neh­men ver­fol­gen, um sich für die Zu­kunft zu rüs­ten und auch künf­tig er­folg­reich zu sein: die in­ter­ne CO2-Be­prei­sung (auch In­ter­nal Car­bon Pri­cing, ICP, ge­nannt). Im Kern geht es dar­um, die ei­ge­nen Emis­sio­nen mit ei­nem mo­ne­tä­ren Wert zu ver­se­hen, der die Prei­se für CO2 au­ßer­halb des Un­ter­neh­mens an­ge­mes­sen wi­der­spie­gelt. Im Jahr 2017 gab es fast 1400 Un­ter­neh­men, die ihre in­ter­nen CO2-Prei­se be­rech­ne­ten oder plan­ten, dies zu tun (sie­he Gra­fik „Das The­ma boomt“). Wir wer­den zei­gen, dass Un­ter­neh­men, die ihre ei­ge­nen Prei­se für CO2 fest­le­gen, bes­ser über In­ves­ti­tio­nen ur­tei­len, Ri­si­ken ma­na­gen und Stra­te­gi­en ent­wi­ckeln kön­nen.
Be­vor wir ins De­tail ge­hen, wol­len wir zu­nächst den Kon­text be­trach­ten. Zwar könn­ten US-Un­ter­neh­men glau­ben, dass der Druck nach­las­se an­ge­sichts der Be­mü­hun­gen der Trump-Re­gie­rung, be­ste­hen­de Kli­ma­schutz- und Ener­gie­pro­gram­me ab­zu­bau­en. Der Rest der Welt je­doch – wie auch vie­le US-Bun­des­staa­ten – setzt al­les dar­an, sei­ne Be­mü­hun­gen im Kampf ge­gen die Er­der­wär­mung zu ver­stär­ken. Mehr als 60 re­gio­na­le, na­tio­na­le und sub­na­tio­na­le Re­gie­run­gen, die rund die Hälf­te der Welt­wirt­schaft re­prä­sen­tie­ren, ha­ben Re­ge­lun­gen in Kraft ge­setzt, um CO2-Emis­sio­nen zu be­prei­sen. Und 184 Na­tio­nen ha­ben das Pa­ri­ser Kli­ma­schutz­ab­kom­men ra­ti­fi­ziert, das die­se re­du­zie­ren soll. Die Re­gie­run­gen in Me­xi­ko, Schwe­den, der ka­na­di­schen Pro­vinz Bri­tish Co­lum­bia und wei­te­ren Län­dern er­he­ben der­zeit Steu­ern. Chi­na, die Eu­ro­päi­sche Uni­on und der US-Bun­des­staat Ka­li­for­ni­en füh­ren Ober­gren­zen ein, um die Ge­samt­men­ge der Emis­sio­nen zu be­gren­zen und da­durch An­rei­ze für de­ren Re­du­zie­rung zu schaf­fen (sie­he Kas­ten „Wie der Staat den Preis fest­legt“).
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