Aggressive Anleger

HBM August 2019

Am 26. April en­de­te die jüngs­te Haupt­ver­samm­lung des Bayer-Kon­zerns in ei­nem De­ba­kel: Die Ak­tio­näre ver­wei­ger­ten dem Vor­stand die Ent­las­tung – eine schänd­li­che Pre­mie­re für die 30 Un­ter­neh­men des Dax. Um eine ähn­li­che Nie­der­la­ge zu ver­mei­den, wa­ren neun Mo­na­te zu­vor, im Juli 2018, der Vor­stands­chef und zu­gleich der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de von Thys­sen­Krupp zu­rück­ge­tre­ten. In der Fol­ge stand der Stahl- und Ma­schi­nen­bau­kon­zern ganz ohne Füh­rung da.
Ur­sa­che für die bla­ma­blen Er­eig­nis­se war in bei­den Fäl­len das En­ga­ge­ment ak­ti­vis­ti­scher Ak­tio­näre: Bei Bayer hat­te der US-Hed­ge­fonds El­liott, bei Thys­sen­Krupp der schwe­di­sche In­ves­tor Ce­vi­an in Ko­ope­ra­ti­on mit El­liott über sei­ne Min­der­heits­be­tei­li­gung die üb­ri­gen An­teils­eig­ner an­ge­sta­chelt, die Un­ter­neh­mens­stra­te­gie zu at­ta­ckie­ren oder das Füh­rungs­per­so­nal aus­zu­he­beln.
Der­lei pas­siert in jüngs­ter Zeit im­mer häu­fi­ger: In den zu­rück­lie­gen­den neun Jah­ren hat die Mün­che­ner Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Alix Part­ners in Eu­ro­pa 51 sol­cher „Kam­pa­gnen“ ge­zählt, eine jähr­li­che Zu­nah­me um 23 Pro­zent. In Deutsch­land hat sich die Zahl die­ser Ak­tio­nen ak­ti­vis­ti­scher In­ves­to­ren zwi­schen 2016 und 2018 ge­gen­über den vor­aus­ge­gan­ge­nen drei Jah­ren so­gar um 160 Pro­zent er­höht.

Quel­le: „Ak­tio­nis­ti­sche In­ves­to­ren – Fluch oder Se­gen? – Neue Her­aus­for­de­run­gen für den Auf­sichts­rat“, Alix Part­ners, Mün­chen 2019
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