Auf digitaler Mission

HBM April 2019

Die Di­gi­ta­li­sie­rung ist in vol­lem Gan­ge, aber die Ex­per­ti­se für eine schlüs­si­ge Stra­te­gie fehlt? Da­mit be­fin­den sich vie­le Un­ter­neh­men in gu­ter Ge­sell­schaft. In ei­ner Stu­die der Markt­for­schung Lü­nen­donk ga­ben nur 14 Pro­zent der be­frag­ten Un­ter­neh­men an, Di­gi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gi­en selbst zu ent­wi­ckeln – alle an­de­ren grif­fen auf ex­ter­ne Hil­fe zu­rück. Dass es in den To­pe­ta­gen an Ex­per­ti­se man­gelt, be­legt auch eine Stu­die der Hoch­schu­le für Tech­nik und Wirt­schaft in Ber­lin. Die For­scher schau­ten sich die Bio­gra­fi­en von 411 Vor­stän­den bör­sen­no­tier­ter deut­scher Un­ter­neh­men ge­nau­er an: 92 Pro­zent wie­sen kei­ner­lei Di­gi­ta­ler­fah­rung auf.
Das sind be­sorg­nis­er­re­gen­de Zah­len. Sie of­fen­ba­ren, wa­rum die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on so vie­le Or­ga­ni­sa­tio­nen vor Pro­ble­me stellt. Aus un­se­rer For­schung wis­sen wir: Di­gi­ta­li­sie­rung schei­tert, wenn Un­ter­neh­men die Kom­pe­tenz nur von au­ßen ein­kau­fen. Wie kön­nen ex­tern an­ge­heu­er­te Chief Di­gi­tal Of­fi­cer oder gar ein gan­zes Team in ei­nem Di­gi­tal Hub eine Be­leg­schaft glaub­haft da­von über­zeu­gen, dass ein tief grei­fen­der Wan­del not­wen­dig ist? Der Er­folg, da­von sind wir über­zeugt, kann sich nur ein­stel­len, wenn die Ver­än­de­rung von oben in­iti­iert wird. Der Pro­zess der Di­gi­ta­li­sie­rung kann nicht aus­schließ­lich de­le­giert wer­den, Top­ma­na­ger müs­sen ein Stück des Weges selbst mit­ge­hen. Das heißt: Das Top­ma­na­ge­ment muss den di­gi­ta­len Wan­del an­sto­ßen, steu­ern und vor­an­trei­ben. Da­bei sind die Füh­rungs­kräf­te in zwei­er­lei Hin­sicht in der Pflicht: Sie müs­sen sich selbst im Di­gi­ta­len wei­ter­bil­den, und sie müs­sen die Mit­ar­bei­ter mo­ti­vie­ren, die Ver­än­de­run­gen nach Kräf­ten zu un­ter­stüt­zen.
Das sind we­sent­li­che Er­kennt­nis­se aus un­se­rer qua­li­ta­ti­ven Stu­die über den Er­folgs­fak­tor Men­sch im di­gi­ta­len Wan­del. Wir – das In­sti­tut für Füh­rung und Per­so­nal­ma­na­ge­ment der Uni­ver­si­tät St. Gal­len (I.FPM-HSG), die Per­so­nal- und Ma­na­ge­ment­be­ra­tung Kien­baum und die For­schungs­ein­rich­tung Kien­baum Institut@ISM – führ­ten in den Jah­ren 2017 und 2018 teil­struk­tu­rier­te In­ter­views mit Ver­tre­tern des Top- und Per­so­nal­ma­na­ge­ments von 13 klei­nen, mit­tel­stän­di­schen und großen Un­ter­neh­men in Deutsch­land und der Schweiz. Dar­un­ter wa­ren Thys­sen­Krupp, Hau­fe-Um­an­tis, Küh­ne + Na­gel, Sa­les­for­ce, No­var­tis, Daim­ler und die Deut­sche Bahn. Bei al­len stand die Di­gi­ta­li­sie­rung oben auf der Ma­na­ge­men­ta­gen­da.
Die Aus­wer­tung er­gab sechs zen­tra­le Hand­lungs­fel­der für Un­ter­neh­men:
1.Digitalkompetenz im Top­ma­na­ge­ment auf­bau­en.
2.Moderne Füh­rungs­kon­zep­te eta­blie­ren.
3.Lernagilität von Be­schäf­tig­ten för­dern.
4.Kundenkontakte in den Mit­tel­punkt stel­len.
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