Restrukturierung

HBM Juli 2015

Andre­as Bor­chert ist zwi­schen zwei star­ken Frau­en ge­fan­gen – Tina Mc­Dou­glas als un­er­bitt­li­che, zah­le­n­ori­en­tier­te Per­so­nal­lei­te­rin in der Zen­tra­le der Ho­tel­ket­te, und Cor­ne­lia Frey­bach-Ham­mann, sei­ner ge­werk­schafts­ori­en­tier­ten und ener­gi­schen Per­so­nal­lei­te­rin vor Ort. Hin­zu kommt sein ei­ge­ner An­spruch, im Ein­klang mit den Mit­ar­bei­tern das Ho­tel lang­fris­tig ef­fi­zi­ent zu füh­ren und da­mit des­sen Exis­tenz zu si­chern. Bor­chert muss vie­le In­ter­es­sen ver­ei­nen. Für einen er­fah­re­nen Ho­tel­di­rek­tor ist das eine am­bi­tio­nier­te, aber lös­ba­re Auf­ga­be. Aus mei­ner Sicht soll­te Bor­chert drei Din­ge par­al­lel an­ge­hen:
Ers­tens soll­te die „Ar­beits­grup­pe Per­so­nal“ wei­ter­ar­bei­ten und den Pro­fit­cen­ter­an­satz, wie auch an­de­re Kon­zep­te, wei­ter­füh­ren. Dank der en­ga­gier­ten Mit­ar­bei­ter kann Bor­chert vie­le In­for­ma­tio­nen und Ide­en sam­meln, was bei der Be­leg­schaft einen po­si­ti­ven Ein­druck hin­ter­lässt. Par­al­lel dazu soll­te Bor­chert der Zen­tra­le ver­deut­li­chen, dass es sei­ner Per­so­nal­füh­rung zu ver­dan­ken ist, dass es kei­nen Be­trie­bs­rat gibt und Per­so­nal­ent­schei­dun­gen bis­her im Ein­klang mit den Mit­ar­bei­tern ge­trof­fen wur­den. Mas­si­ve Ein­spa­run­gen wür­den eine Be­trie­bs­rats­grün­dung wahr­schein­li­cher ma­chen und die Per­so­nal­kos­ten wie­der er­hö­hen. Ar­gu­men­tiert er so, kann er Zeit ge­win­nen. Bor­chert soll­te auch Per­so­nal­lei­te­rin Frey­bach-Ham­mann in­ten­si­ver ein­bin­den, bei­spiels­wei­se in­dem er von ihr eine Über­sicht sämt­li­cher ar­beits­recht­li­cher Fle­xi­bi­li­sie­rungs­op­tio­nen ein­for­dert (Früh­ver­ren­tung, Teil­zeit­an­ge­bo­te, be­trieb­li­che Al­ters­vor­sor­ge und so wei­ter) und ge­mein­sam mit ihr über­prüft, für wen wel­che Maß­nah­me in­fra­ge kom­men wür­de. Die Per­so­nal­lei­te­rin hat emo­tio­nal, aber auch recht­lich eine Schlüs­sel­stel­lung inne. Ihre Ver­trau­ens­rol­le ge­gen­über den Mit­ar­bei­tern kann für Bor­chert der Zu­gang zu ei­ner güt­li­chen Lö­sung sein. An­dern­falls hät­te er zu­sätz­lich eine Geg­ne­rin im ei­ge­nen Haus. Gleich­zei­tig muss der Per­so­nal­lei­te­rin be­wusst ge­macht wer­den, dass die Zen­tra­le einen neu­en Di­rek­tor be­ru­fen könn­te, der we­ni­ger Skru­pel bei Per­so­nal­ein­spa­run­gen hät­te.
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