Gelassen durch die Rezession

Rationalisierung:

Heft 3/2019
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Die Furcht vor dem Abschwung nimmt zu - auch in Deutschland. Doch wie eine Auswertung der Daten von 3.500 Unternehmen in aller Welt zeigt, federt eine rechtzeitige Vorbereitung die Folgen konjunktureller Einbrüche erstaunlich gut ab: Unternehmen, die sich auf eine Rezession vorbereitet hatten, steigerten ihren Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) während und nach der Konjunkturflaute deutlich, im Gegensatz zu unvorbereiteten Unternehmen.

Die widerstandsfähigen Firmen waren sich ihrer wichtigsten Wettbewerbsvorteile bewusst und priorisierten die drei oder vier Initiativen, die unerlässlich für die Umsetzung der Strategie waren. Sie erstellten Pläne für unterschiedliche Szenarien, überlegten, welche Unternehmen sie übernehmen und welche Topmitarbeiter sie rekrutieren wollten. Mitunter zogen sie auch harte Rationalisierungen durch, indem sie alles abstießen, was nicht zum Kerngeschäft gehörte. Der Lohn dafür: permanent wachsende Gewinne, auch mitten in der Double-Dip-Rezession.

* Eine Double-Dip-Rezession entsteht, wenn das Bruttoinlandsprodukt nach Ende einer Rezession und mindestens einem Wachstumsquartal wieder sinkt. Das Ebit ist nicht inflationsbereinigt.

Hinweis: Untersucht wurden 338 erfolgreiche und 3113 kriselnde Unternehmen; die Prozentzahlen an den Kurven zeigen das Ebit-Wachstum in den einzelnen Konjunkturabschnitten.

Quelle: Miguel Simoes de Melo et al.: "Using the Next Recession to Change the Game", Bain & Company

Ausgabe 3/2019


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