Machen Sie Herstellungskosten transparent

Marketing:

Heft 11/2019
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Unternehmen verraten nur selten, was es sie kostet, ein Produkt herzustellen. Doch eine neue Studie legt nahe, dass sie diese Zahlen häufiger transparent machen sollten.

In einem Feldversuch in der Mensa einer großen US-Universität sahen die Gäste zwei unterschiedliche Schilder neben der angebotenen Hühnersuppe: entweder nur eine Liste der Zutaten oder eine Liste, die zeigte, was jede Zutat gekostet hatte, zuzüglich der Arbeitskosten.

Das Experiment lief über fünf Wochen und umfasste mehr als 50 Stunden Essenszeit. Dabei kauften Gäste, die die Herstellungskosten wahrgenommen hatten, mit 21 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit eine Schüssel Suppe als andere Gäste.

Fünf Folgeexperimente mit weiteren Produkten (Geldbörsen, Pauschalreisen, T-Shirts) reproduzierten das Ergebnis und zeigten, was dahintersteckt: "Obwohl Unternehmen ihre Kosten in der Regel als streng gehütetes Geheimnis behandeln, zeigt unsere Forschung, welche Vorteile es haben könnte, sie offenzulegen", schreiben die Wissenschaftler.

"Es ist so, als würden Menschen sensible Informationen preisgeben. Wenn Unternehmen das Gleiche tun, kann das Vertrauen schaffen und die Beziehungen zwischen Hersteller und Kunden vertiefen."

Diese und weitere Meldungen zu aktuellen Studien und Trends finden Sie im neuen Harvard Business Manager.

Ausgabe 11/2019


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Quelle: Bhavya Mohan et al.: "Lifting the Veil: The Benefits of CostTransparency", Harvard Business School Working Paper, März 2019

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