Bloss kein Stress

Psychologie:

Heft 6/2019
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Optimismus ist ein lukratives Investment. Wer seinen Beruf mit positiver Grundhaltung ausübt, trifft klügere Karriereentscheidungen und erntet die finanziellen Vorteile. Das hat die Glücksforscherin Michelle Gielan (siehe auch ihren Beitrag "Bloß nicht auf Nummer sicher" ) in einer Studie mit der Frost Bank herausgefunden.

Dafür testete sie 2000 US-Bürger auf ihren Optimismus, ihre finanzielle Gesundheit (also den Zusammenhang zwischen privater Finanzsituation und persönlichem Wohlbefinden) sowie ihre Einstellungen und Verhaltensweisen zum Thema Geld. Anschließend bereinigte sie die Daten um Unterschiede bei Vermögen, Einkommen, Kompetenzen und demografischen Eigenschaften.

Es stellte sich heraus, dass Optimisten über eine signifikant bessere finanzielle Gesundheit verfügen als Pessimisten und dass sie ihr Geld gesundheitsfördernder einsetzen. So sparen 90 Prozent der Optimisten Geld für eine größere Anschaffung, aber nur 70 Prozent der Pessimisten.

Fast zwei Drittel der Optimisten bilden Rücklagen für Notfälle, aber weniger als die Hälfte der Pessimisten. Optimisten holen sich häufiger Rat von Vertrauten. Sie verdienen mehr und werden eher befördert. Und sie machen sich in jedem Jahr 145 Tage weniger Stress wegen ihrer Finanzen.

Dass Unternehmen diese Erkenntnis gewinnbringend einsetzen können, zeigt der US-Versicherungskonzern MetLife. Seitdem er Bewerber auf ihren Optimismus hin testet, ist die Fluktuation unter den Mitarbeitern deutlich gesunken, und der Konzern hat Millionen gespart.

Quelle: "Mind Over Money: How Optimism Connects to Financial Health", Frost Bank, Januar 2019.


Diese und weitere Meldungen zu aktuellen Studien und Trends finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Managers.

Ausgabe 6/2019


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