Inspiration im Lieblingsmuseum

Freizeit:

Heft 3/2019
Tate Gallery of Modern Art, London, England
Mara Brandl / ImageBroker / picture alliance

Tate Gallery of Modern Art, London, England

Regelmäßig bitten wir Topmanager um Empfehlungen: Was lesen Sie gerade? Wo waren Sie und wem folgen Sie?


Was ich lese

Früher habe ich in der Freizeit fast ausschließlich Belletristik gelesen. Selbst als McKinsey-Berater mit langen Arbeitstagen hatte ich oft Klassiker dabei: Dostojewski, besonders "Die Brüder Karamasow", hat mich wohl am meisten beeindruckt. Zudem war und bin ich ein großer Fan von Cees Nooteboom mit "Rituale" oder "Die folgende Geschichte"; oder von Milan Kunderas "Die Unsterblichkeit". Seit 2000 wird es mit der Belletristik weniger. Wenn, dann sind es zunehmend Amerikaner: Jonathan Safran Foers "Alles ist erleuchtet" oder Jonathan Franzens "Freiheit" finde ich großartig. Oder auch James Frey mit "Bright Shiny Morning". Die Tipps kommen meist von Freunden oder über Twitter. In den letzten Jahren kamen immer mehr Sachbücher hinzu. Mein Blick auf das Arbeitsleben wurde unter anderem geprägt von Malcom Gladwell ("Tipping Point") oder Adam Grant und Clayton Christensen.

Ich lese auch viel über die buddhistische Psychologie und die darauf aufbauende westliche Forschung. Mein Einstieg war "Das Gehirn eines Buddha" von Rick Hanson. Von den Buddhisten hat mich Yongey Mingyur Rinpoche am stärksten angesprochen. Die Bücher "Buddha und die Wissenschaft vom Glück" oder "Heitere Weisheit" verbinden anspruchsvolle wissenschaftliche Grundlagen mit buddhistischer Praxis ohne jegliche Esoterik - auch wenn die Titel zugegebenerweise etwas anderes vermuten lassen. Ich halte die Erkenntnisse aus der Achtsamkeitsforschung für durchaus managementrelevant.


Wem ich folge

Ich liebe inspirierende Zitate, folge tendenziell amerikanischen Wissenschaftlern, Sachbuchautoren und Bloggern und teile, was mich anspricht. An meinem Feed kann man fast schon mein Führungs- und Managementverständnis ablesen. Twitter ist für mich die wichtigste Quelle: Adam Grant , Paul Krugman, Rick Hanson, Tim Urban, Steven Pinker, Steve Blank oder Simon Sinek .


Wohin ich gehe

Ausstellungen inspirieren mich ebenfalls, ich komme aber zu wenig dazu. Besonders mag ich die abstrakten Expressionisten (Barnett Newman, Franz Kline, Jackson Pollock). Die Tate Modern ist wohl mein Lieblingsmuseum. Was Konferenzen angeht, sind DLD (Digital Life Design), Noah und OMR (Online Marketing Rockstars) Pflichtprogramm.

Mirko Caspar
    Mirko Caspar ist Geschäftsführer des Onlineoptikers Mister Spex.
Ausgabe 3/2019


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