Bitte geh zur Konkurrenz

Personal:

Heft 9/2019
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Unternehmen lassen sich eine Menge einfallen, um besonders wertvolle Mitarbeiter zu halten. Sie loben Incentives aus, vereinbaren Wettbewerbsverbote und etliches mehr. Wie eine groß angelegte Untersuchung zu strategischen Allianzen in der globalen Pharmaindustrie zeigt, könnten sie sich vieles davon sparen.

Denn ausgerechnet innovationsstarke Mitarbeiter, die zur Konkurrenz wechseln, beflügeln das Geschäft bisweilen enorm. Das gilt vor allem im Bereich der Forschung und Entwicklung. Häufig bringt das ehemalige Personal nämlich einen regen Austausch zwischen den Unternehmen in Gang, der zu einer gedeihlichen Partnerschaft führt.

Die Wahrscheinlichkeit einer F&E-Kooperation stieg laut der Studie im Schnitt um 33 Prozent, wenn Jobwechsler im Spiel waren. Die Zahl der eingereichten Patente war in den ersten drei Jahren nach Beginn der Partnerschaft gar doppelt so hoch wie bei Unternehmen, bei denen sich kein Mitarbeiter mobil zeigte.

Die Autoren erklären dies durch die Mittlerfunktion, die die Arbeitsplatzwechsler übernehmen: Weil sie interne Abläufe wie Kompetenzen der potenziellen Partner kennen, seien sie besser darin, Kooperationsmöglichkeiten zu identifizieren.

Quelle: Stefan Wagner, Martin C. Goossen: "Knowing Me, Knowing You: Inventor Mobility and the Formation of Technology-oriented Alliances", Academy of Management Journal, Dezember 2018.

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Ausgabe 9/2019


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