Auf in den Preiskampf

Pricing:

Heft 8/2019
REUTERS

Die friedliebenden Schweizer gehen auch beim Thema Pricing eher ungern auf Konfrontationskurs: Nur 40 Prozent aller Unternehmen in dem Alpenland sind aktuell in einen Preiskrieg verwickelt. Das ist der niedrigste Wert in einer Umfrage des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners unter Managern und Mitarbeitern aus 17 Industriestaaten. Deutschland und Österreich liegen mit 54 beziehungsweise 63 Prozent im Mittelfeld.

Am heftigsten bekämpfen sich chinesische Unternehmen beim Preis: Hier führen 81 Prozent momentan einen Preiskrieg mit der Konkurrenz - und 52 Prozent geben sogar zu, diesen absichtlich oder unabsichtlich selbst ausgelöst zu haben (Schweiz: 16 Prozent; Deutschland: 24 Prozent; Österreich: 41 Prozent).

Immerhin schieben nicht mehr so viele Unternehmen wie bei der letzten Studie vor zwei Jahren den Schwarzen Peter ihren Mitbewerbern zu. Damals sagten weltweit 77 Prozent, die anderen hätten den Preiskrieg angezettelt. Das behaupten heute nur noch 44 Prozent.

Georg Tacke, CEO von Simon-Kucher, kann sich über die zunehmende Ehrlichkeit trotzdem nicht freuen: "Dass Unternehmen wissentlich einen Preiskampf starten, ist eine beunruhigende Entwicklung, die wir schon seit einiger Zeit beobachten. Gerade in der digitalen Welt, in der variable Produktionskosten eine geringere Rolle spielen, setzen viele Unternehmen den Preis als Marketingwaffe ein." Aber leider gelte auch hier: In einem Preiskampf gebe es in der Regel nur Verlierer.

Quelle: "Global Pricing Survey 2019", Simon-Kucher & Partners, Juni 2019.

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Ausgabe 8/2019


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