Konzerne bandeln mit Start-ups an

Innovation:

Heft 12/2018
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Wenn junge Unternehmen in ihr Geschäftsfeld eindringen, haben Konzerne drei Möglichkeiten, damit umzugehen: Sie können sie ignorieren, bekämpfen - oder mit ihnen zusammenarbeiten. Letzeres versuchen derzeit immer mehr Dax-Unternehmen, wie eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zeigt: In den vergangenen fünf Jahren ist die Anzahl sogenannter Corporate Startup Partnerships (CSPs) - Kooperationen zwischen etablierten und neu gegründeten Unternehmen - um das Fünffache gestiegen.

Von 2015 auf 2016 verzeichneten die Wissenschaftler um Julian Kawohl sogar einen Anstieg um mehr als das Doppelte. Dabei beteiligen sich die Dax-Unternehmen in 82 Prozent der Fälle finanziell an den Start-ups, in 12 Prozent der Fälle übernehmen sie sie komplett, und in 6 Prozent aller Fälle arbeiten sie nur mit ihnen zusammen.

Besonders interessant für die großen Platzhirsche sind jene Neugründungen, die ein innovatives Geschäftsmodell gefunden haben (das trifft auf 77 Prozent der CSPs zu). Der Rest von 23 Prozent entfällt auf Start-ups mit Produkt- und Prozessinnovationen.

"Der Trend, mit Start-ups zu kooperieren, ist seit 2015 zwar rasant angestiegen, jedoch beschränkt er sich nur auf wenige Unternehmen im Dax, die diese Investitionen in neuartige Geschäftsmodelle in hohem Maße tätigen", schreiben die Autoren. Welche Dax-30-Konzerne Vorreiter bei Corporate Startup Partnerships sind, zeigt das folgende Ranking.

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© Harvard Business Manager 12/2018
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