Was ein Brite meint, wenn er "interessante Idee" sagt

Feedback-Kultur:

Von Erin Meyer
3. März 2014
Viele Länder, viele Missverständnisse: Wo Kollegen unterschiedlicher Kulturen zusammenarbeiten, führt unverblümtes Feedback oft zu atmosphärischen Störungen.
DPA

Viele Länder, viele Missverständnisse: Wo Kollegen unterschiedlicher Kulturen zusammenarbeiten, führt unverblümtes Feedback oft zu atmosphärischen Störungen.

In Kürze: In kaum einem Bereich des internationalen Geschäftslebens sind die Unterschiede zwischen den Menschen so offensichtlich wie beim Thema Feedback. Immer wieder treten wir Deutsche, Niederländer oder Franzosen den Kollegen aus den USA, Großbritannien oder Asien auf die Füße. Als Angehörige einer direkten Kultur sprechen wir Kritik oder Verbesserungsvorschläge offen und ohne abschwächende Formulierungen aus. Ein joviales "Das ist doch Blödsinn!" ist oft nicht böse gemeint, kann aber unser Gegenüber ernsthaft verstimmen. Umgekehrt verstehen wir die beschönigenden Phrasen unserer Kollegen aus indirekten Kulturen oft gar nicht erst als Kritik. Die Folge können ernsthafte Missverständnisse sein.

Die nicht nur witzig gemeinte Übersetzungstabelle Englisch-Niederländisch, die im Internet kursiert, illustriert typische Missverständnisse zwischen Angehörigen direkter und indirekter Kulturen. Dass kulturelle Differenzen sogar den Job gefährden können, zeigt das Beispiel eines Deutschen, dessen Chef ihn bat, "noch einmal darüber nachzudenken", ob er sich nicht anders verhalten könne. Gemeint war natürlich: "Ändern Sie Ihr Verhalten, und zwar sofort!

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