Vom Bällebad zum Kunden

Unternehmenskultur:

Von Christoph Seeger
21. Mai 2019

Wollen Sie in einem innovativen Unternehmen arbeiten? Natürlich wollen Sie das. Und damit sind Sie nicht allein. Harvard-Business-School-Professor Gary Pisano hat mit Hunderten von Managern in seinen Seminaren über das Thema gesprochen und kann sich "an keine einzige Person erinnern, die diese Frage verneint hätte".

Alle lieben innovative Unternehmenskulturen. In ihnen wird das gelebt, was eine moderne Organisation mit zeitgemäßer Führung auszeichnet: Fehlertoleranz, Experimentierfreude und ausgeprägte Kooperationsbereitschaft ohne hierarchische Strukturen.

Stimmt alles, ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die ganze schöne innovative Kultur führt nämlich in der Regel nur dann zum Erfolg, wenn sie durch feste Spielregeln ausgeglichen wird. Experimentierfreude? Ja, aber nur mit strenger Disziplin. Teamgeist? Ja, aber nur begleitet von individueller Verantwortung. Fehlertoleranz? Ja natürlich, aber bitte auch keine Nachsicht gegenüber Inkompetenz.

Denn sonst heißt es schnell: Die wollen ja nur spielen. Welche Regeln noch wichtig sind, um den Weg aus dem Bällebad zum Kunden zu finden, und wie Sie diese befolgen, lesen Sie in unserer Titelgeschichte "Innovation erfordert Disziplin".

Ständig kreativ sein und immer Leistung bringen zu müssen kann den Einzelnen stark unter Druck setzen. Manchmal ist der Weg zu leistungssteigernden Drogen dann nicht weit. Drogensucht ist in Unternehmen meistens ein Tabuthema. Und das Problem, so die Fachleute in den Kliniken, ist größer, als viele denken. In unserer Fallstudie erzählen wir die Geschichte des (fiktiven) Wirtschaftsprüfers Mark Ostermann, der glaubt, den nächsten Karrieresprung nur mithilfe von Kokain zu schaffen. Als er von einem Kollegen erpresst wird, steht er vor der Frage: Coming-out oder weitermachen. Drei Experten geben Rat, in unserer Fallstudie "Doping für den Job".

Ausgabe 6/2019


Die Wahrheit über Innovation

Kreativität ist nur der Anfang - was wirklich zählt, sind Führung und Disziplin

Zum Autor
Christoph Seeger ist Chefredakteur des Harvard Business Managers.
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