Die Regeln erfolgreicher Zusammenarbeit

Teams:

17. Dezember 2019
Maria Svarbova

Die wichtigsten Inhalte der Ausgabe Januar 2020


Schwerpunkt Teams

Leser der Wirtschaftspresse haben Jahr für Jahr ein Déjà-vu: Die Gallup Organization berichtet, dass die meisten Mitarbeiter nur Dienst nach Vorschrift machen; emotional an den Arbeitgeber gebunden und engagiert bei der Sache sind nur wenige. Weder Initiativen für einen Kulturwandel noch Fortbildungen können das Mitarbeiterengagement wirklich verbessern.

In einer Befragung von über 19.000 Arbeitnehmern haben Forscher untersucht, worin sich die engagiertesten Beschäftigten von anderen unterscheiden. Der bei Weitem wichtigste Faktor war die Zugehörigkeit zu einem Team. Allein: In der modernen Arbeitswelt formen Teams sich ständig neu. Organigramme und Werkzeuge der Personalabteilung bilden dies nicht ab. Unternehmen müssen neue Technologien nutzen, um die wahren Teams sichtbar zu machen. Dann müssen sie die Teamleiter darin schulen, eine Vertrauensbasis zu schaffen, Mitarbeitern Aufmerksamkeit zu schenken, gemeinsames Lernen zu fördern, das Teamerlebnis in den Mittelpunkt zu stellen und neue Arbeitsformen zu unterstützen.

Manche Unternehmen wollen Kooperation fördern, indem sie "Teamgeist" in ihr Leitbild schreiben oder offene Büros einrichten. Dabei hängt erfolgreiches Teamwork davon ab, ob Mitarbeiter bestimmte Fähigkeiten beherrschen. Pixar, Webasto und andere Unternehmen bringen ihren Mitarbeitern deshalb bei, wirklich zuzuhören, mit Empathie in Gespräche zu gehen, Feedback konstruktiv zu nutzen, eine Balance zu finden zwischen Führung und Sich-führen-lassen, sich klar und präzise zu äußern sowie Win-win-Situationen zu schaffen.

Projekte sind immer häufiger abteilungsübergreifend angelegt. Silostrukturen in Organisationen stehen dem oft entgegen. Führungskräfte haben die Wahl zwischen vier Handlungsansätzen, mit denen sie ihre Teams unterstützen können, Beziehungen zu anderen Bereichen zu knüpfen: Sie können Mitarbeiter zu Kulturmaklern ausbilden, sie ermutigen, die richtigen Fragen zu stellen, sie zu einem Perspektivwechsel anhalten und sie dazu motivieren, ihr Netzwerk auszubauen.
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Ausgabe 1/2020


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Die überraschend einfachen Regeln erfolgreicher Zusammenarbeit

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