Fünf gute Vorsätze für 2012

Selbstmanagement:

Von Dorie Clark
6. Januar 2012

Kürzlich bin ich von einer einmonatigen Urlaubsreise zurückgekehrt - der längsten, die ich jemals gemacht habe und ein unglaublicher Luxus für eine Amerikanerin (kurze Zeit zuvor hatte ich mir in diesem Blog noch Sorgen darüber gemacht, wie ich zwei Wochen abschalten und offline bleiben kann).

Jahreswechsel: Zeit für gute Vorsätze.
Corbis

Jahreswechsel: Zeit für gute Vorsätze.

Die Distanz half mir allerdings zu verstehen, was wirklich wichtig ist für meine Karriere - und welche arbeitsintensiven Tätigkeiten nur den Anschein von Produktivität vermitteln. Inspiriert von der "Ignorier-Liste", einer Idee des HBR-Bloggers Peter Bregman, sind dies die Dinge, von denen ich mich im neuen Jahr abrupt verabschieden werden. Vielleicht sollten Sie das auch tun:

1. Wie ein dressierter Affe antworten. Jeder Produktivität-Experte auf der Welt wird Ihnen raten, Ihre E-Mails in festen Zeitabständen zu checken - sagen wir, alle 90 Minuten. In jedem Fall ist das besser, als wie ein Pawlowscher' Hund dauernd auf den Aktualisierungs-Button zu drücken. Natürlich hält sich so gut wie niemand daran. Das liegt daran, dass E-Mails praktisch das Gehirn so abhängig machen wie ein Glücksspielautotmat. Aber einen Monat wegzubleiben - und Emails nur einmal wöchentlich zu checken - öffnete mir die Augen: Sehr wenige Mails bedürfen einer sofortigen Antwort. Tatsächlich gar keine. Eine Wartezeit von 90 Minuten bringt ganz sicher niemanden um. Und Ihnen erlaubt es, während Ihres Arbeitstages etwas Substanzielles fertig zu bekommen.

Zur Autorin
Dorie Clark ist Marketingstrategin und professionelle Rednerin und Referentin. Außerdem lehrt sie an der Fuqua School of Business der Duke University und ist Autorin der Bücher "Reinventing You" und "Stand Out". Sie können ihr kostenloses Stand Out Self-Assessment Workbook downloaden oder ihr auf twitter unter @dorieclark folgen.

2. An sinnentleerten Gewohnheiten festhalten. Neulich lud ich eine Freundin zu einer erstklassigen Networking-Veranstaltung ein. "Kann ich das spontan entscheiden? Das ist mein letztes Wochenende, um meine Urlaubskarten fertigzumachen, und ich habe noch keine einzige abgeschickt. Es ist so ein Stress!"

In dem Moment, in dem wir eine "Erwartung" nicht erfüllen (wie das Verschicken von Urlaubskarten), fühlen wir uns schuldig. Aber wenn Sie sich beruflich weiterentwickeln wollen, macht dann eine Urlaubskarte (vergraben unter einer Flut von Post) wirklich einen Unterschied? Wenn Sie eine berufliche Beziehung vertiefen möchten, tun Sie etwas nicht-alltägliches - melden Sie sich zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr als alle anderen, rufen Sie direkt an oder noch besser: Treffen Sie Ihren Kontakt persönlich. Fragen Sie sich, ob Ihre beruflichen Gewohnheiten wirklich die Resultate bringen, die Sie anstreben.

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