Lead Forward

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26. März 2020
Getty Images

Hält eine Krise nur kurz an, sind Menschen bereit, über Charakterschwächen eines Anführers hinwegzusehen. Dauert eine Krise länger - wie ein Krieg oder eine Pandemie -, erwarten Menschen sehr viel mehr." Diese Sätze schrieb Warren Bennis, einer der einflussreichsten Wissenschaftler im Bereich Führungstheorie bereits vor 14 Jahren. Und wie wahr sich diese Sätze heute anfühlen.

In meinem Alltag ist spürbar, wie sehr die Menschen nach Gemeinschaft suchen: Sie singen abends gemeinsam an den Fenstern, versammeln sich auf Facebook zum Yoga oder treffen sich digital zum Feierabend-Bier mit Kollegen.

In harten Zeiten sind Leader gefragt, die ihr Team zusammenschweißen. "Sie verlangen von ihnen dabei eine Fähigkeit, die Winston Churchill auszeichnete, den britischen Premierminister im Zweiten Weltkrieg", schrieb Bennis. "Die gemeinsame Bedrohung zu formulieren und die Menschen zu motivieren, die Krise gemeinsam zu bewältigen. Mehr als alles andere wollen sie Führungspersönlichkeiten, die zu wahrer Größe fähig sind - und auch ihr Bestes geben, das unter Beweis zu stellen."

Wahre Größe - das klingt nach einem großen Ziel und einer mächtigen Herausforderung. Ob ich das als Führungskraft meines Teams wirklich immer schaffe? Wahrscheinlich nicht. Aber ich bin überzeugt: Jetzt ist die Zeit, zu wachsen, zu lernen und sich zu entwickeln als Chef oder Chefin. Für einfache Gespräche oder eine Gehaltserhöhung brauchen Sie keine Feedbackregeln und Kommunikationstechniken. Für schwierige Gespräche über Kurzarbeit hingegen schon.

Deswegen ist jetzt Zeit für einen neuen Führungs-Newsletter, dachte ich mir. Der neue Führungsnewsletter Lead Forward ersetzt den Management-Tipp des Tages. Er soll stärker in die Tiefe gehen, Sie als Führungskraft motivieren, Austausch auf Augenhöhe bieten und Sie bei der Umsetzung im Alltag unterstützen

Ich teile jede Woche die besten Gedanken aus dem Harvard Business Manager mit Ihnen und meine persönlichen Tipps als Führungskraft. Ich greife die Themen auf, die Sie gerade beschäftigen - und suche mit Ihnen nach Antworten.

Daher meine erste Frage: Was ist Ihre größte Herausforderung in dieser Krise?

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