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15.11.2011

Ranking

Christensen wichtigster Vordenker

Von Christina Kestel

Clayton Christensen, Professor der Harvard Business School, ist gestern als weltweit einflussreichster Management-Vordenker ausgezeichnet worden. Er führt damit das Ranking der Thinkers 50 an. Weitere "Management-Oscars" gingen an angesehene Autoren des Harvard Business Managers.

Im Londoner Lancaster Hotel waren gestern Abend fast alle versammelt, die in der Management-Welt Rang und Namen haben. Neben Clayton Christensen waren etwa Vijay Govindarajan, W. Chan Kim und Renee Mauborgne, Michael Porter, Roger L. Martin und Charles Handy zum Gala-Dinner gekommen. Sie alle wollten wissen, wer es auf die Liste der 50 einflussreichsten Managementvordenker (Thinkers 50 Awards) geschafft hat - und ob sie selbst dazu gehören würden. Lauter angesehene Namen, die meisten von ihnen langjährige Autoren des Harvard Business Managers. Die Auszeichnung gilt als der Oscar der Wirtschaftswelt und wird in acht Kategorien verliehen.

10 Fotos Thinkers 50: Die Platzierungen der HBM-Autoren

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Die Jury ehrte Clayton Christensen, Professor für Business Administration an der Harvard Business School, mit der Auszeichnung "Weltweit einflussreichster lebender Management-Vordenker", er bekam zudem einen weiteren Preis in der Kategorie "Innovation". Sein Einfluss auf das Management ist groß, er führte 1997 in seinem Buch "The Innovator's Dilemma" die Idee der disruptiven Innovation ein und beeinflusste damit eine ganze Generation von Managern. In jüngster Zeit widmete sich Christensen sozialen Herausforderungen wie dem US-Gesundheitssystem oder dem Bildungswesen. (Einen Überblick über Christensens Artikel im Harvard Business Manager finden Sie hier.)

Es ist nicht sein erster Preis - unter anderem hat er fünfmal den McKinsey-Award für Artikel in der Harvard Business Review erhalten. Neben seiner Lehrtätigkeit berät er viele Regierungen und Unternehmen; im Jahr 2000 gründete er zusammen mit Partnern das Beratungsunternehmen Innosight.

Top Thinkers
Ranking Name
1 Clayton Christensen (28)
2 W. Chan Kim & Renée Mauborgne (5)
3 Vijay Govindarajan (24)
4 Jim Collins (17)
5 Michael Porter (11)
6 Roger Martin (32)
7 Marshall Goldsmith (14)
8 Marcus Buckingham (25)
9 Don Tapscott (39)
10 Malcolm Gladwell (2)
11 Sylvia Ann Hewlett (-)
12 Lynda Gratton (18)
13 Nitin Nohria (-)
14 Robert Kaplan & David Norton (37)
15 Gary Hamel (10)
16 Linda Hill (-)
17 Seth Godin (-)
18 Teresa Amabile (-)
19 Rita McGrath (-)
20 Richard Rumelt (-)
21 Richard D'Aveni (26)
22 Jeffrey Pfeffer (-)
23 David Ulrich (31)
24 Tom Peters (19)
25 Rosabeth Moss Kanter (27)
Die gesamte Liste mit allen 50 Vordenkern finden Sie hier: http://www.thinkers50.com/results/2011
Auf dem zweiten Platz landeten die W. Chan Kim und Renée Mauborgne, Professoren an der französischen Business School Insead. Sie sind Autoren des Bestsellers "Blue Ocean Strategy" und einer Reihe anderer einflussreicher Artikel . Sie gewannen ebenfalls eine Thinkers-50-Auszeichnung in der Kategorie Strategie. Sie beschäftigen sich vor allem mit der Frage, wie Manager neue, von der Konkurrenz noch nicht entdeckte Märkte besetzen können.

Platz 3 erreichte der in Indien geborene Vijay Govindarajan, Professor der Tuck School of Business im US-Bundesstaat New Hampshire, zusammen mit seinem Kollegen Christan Sarkar. Die Jury zeichnet damit ihre seine Ideen zur Entwicklung eines Hauses für die Ärmsten der Welt, das nur 300 US-Dollar kostet aus Zudem steht er in der Kategorie Bahnbrechende Idee auf Platz 1. Govindarajan ist (zusammen mit Jeff Immelt, CEO von General Electric, und Chris Trimble) der geistige Vater des Konzepts Reverse Innovation, bei dem es um neue Produkte geht, die Unternehmen ursprünglich für Schwellenländer entwickelt haben und dann auch in den Industrieländern vertreiben.

Den 4. Platz belegt in diesem Jahr der ehemalige Professor der Stanford University, Jim Collins, Autor des Bestsellers "Built to Last". Sein jüngstes Buch "Great by Choice" erklärt, warum manche Unternehmen in unsichereren Zeiten erfolgreich sind und andere ins Wanken geraten.

Blättern: Teil 1 / 2

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