Management-Tipp des Tages 05.12.2017

Strategien gegen Blaumacher

Wahrscheinlich herrschen in der Abteilung, zu deren Leiter Sie gerade befördert worden sind, bereits bestimmte Verhaltensnormen. Vielleicht fallen Ihnen negative Gewohnheiten auf, die sofort korrigiert werden müssen: zum Beispiel, dass die Mitarbeiter sich während der Arbeitszeit mit persönlichen Projekten beschäftigen oder sich zu lange Mittagspausen gönnen und während dieser Zeit nicht für Kundenanrufe zur Verfügung stehen. Bevor Sie strengere Vorgaben in Ihrem Team einführen, sollten Sie aber erst einmal herausfinden, ob andere Führungskräfte in dem Unternehmen dieses Fehlverhalten ignorieren. Denn wenn Ihre Mitarbeiter wissen, dass andere Teams ungestraft mit ihren schlechten Angewohnheiten davonkommen, dürfte es schwierig sein, sie zu einer Änderung ihres Verhaltens zu bewegen. Ihr erster Schritt muss also darin bestehen, zu nachsichtige Führungskräfte Ihres Unternehmens umzustimmen. Sammeln Sie zunächst einmal Informationen über das Problem: Welche Kosten verursacht es dem Unternehmen? Wie häufig kommt es vor? Wirkt es sich negativ auf den Kundenservice oder andere Geschäftsbereiche aus? Als Nächstes präsentieren Sie Ihren Kollegen diese Daten, um sie von der Notwendigkeit eines Einschreitens zu überzeugen. Aber führen Sie dabei keine moralischen Argumente ins Feld, sondern weisen Sie einfach nur auf die negativen Auswirkungen dieses Missstandes auf das Geschäft hin. Erst wenn Ihr Vorgesetzter und andere Manager auf Ihrer Seite stehen, können Sie mit der Korrektur von Fehlverhalten beginnen, die von Ihren Kollegen schon viel zu lange toleriert worden sind.


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