Management-Tipp des Tages 10.01.2017

Unternehmen sollten zu ihren Krisen stehen

Wenn ein Unternehmen in eine Krise gerät, ist die Versuchung, das Problem unter den Teppich zu kehren, oft groß - man hofft einfach, dass es niemand merkt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass diese Vorgehensweise falsch ist. Wer versucht, belastende Informationen zu vertuschen, zieht mit dieser Strategie fast immer noch mehr Aufmerksamkeit auf sich, sobald die Krise dann doch ans Tageslicht kommt; und das schadet dem Ruf des Unternehmens noch mehr.

Viel besser ist es, sofort die Initiative zu ergreifen und Kritikern damit den Wind aus den Segeln zu nehmen: Bekennen Sie sich von sich aus zu Ihrem Problem, bevor die Medien sich darauf stürzen. Das ist nicht nur aus ethischen Gründen sinnvoll, sondern auch vernünftiger. Denn wenn Sie Probleme und potenzielle Fehlverhalten von vornherein offenlegen, wird man Ihrem Unternehmen und seinen Sprechern mehr Glauben schenken.

Wenn ein Unternehmen die Öffentlichkeit von sich aus über ein negatives Vorkommnis informiert, wird das Problem oft auch als weniger schwerwiegend wahrgenommen.

Außerdem empfinden die Konsumenten die darauffolgenden Medienberichte dann lediglich als weiterführende Informationen - schließlich haben sie das alles ja schon gehört - und schenken ihnen daher weniger Beachtung.


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