Management-Tipp des Tages 05.08.2016

So treffen HIPPOs bessere Entscheidungen

In den meisten Unternehmen werden die wichtigsten strategischen Entscheidungen nach dem HiPPO-Prinzip (Highest-Paid Person's Opinion) getroffen: Die am höchsten bezahlten Personen haben das letzte Wort.

Doch wer sich nur auf das Urteil einer oder weniger Personen verlässt, gerät früher oder später zwangsläufig in Schwierigkeiten: Aufgrund von ganz natürlichen Vorurteilen, Fehlinformationen und anderen Störfaktoren, die das Urteilsvermögen beeinträchtigen können, irren HiPPOs sich häufig.

Um diese Störfaktoren so weit wie möglich auszuschalten, sollten Unternehmen einen Crowdvoting-Prozess in ihre Entscheidungsfindung integrieren. So kann man das Wissen, die Fachkompetenz und die Sichtweise vieler verschiedener Personen in den Entscheidungsprozess einfließen lassen.

Durch diese Meinungsvielfalt entsteht ein ausgewogenerer Bezugsrahmen, was die Chancen auf eine erfolgreiche strategische Entscheidung enorm erhöht. Das bedeutet nicht, dass das HiPPO-Prinzip überholt ist; vielmehr motiviert diese Vorgehensweise HiPPOs dazu, mit möglichst vielen Menschen zusammenzuarbeiten und auf diese Weise erfolgreichere Strategien zu entwickeln.


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