Management-Tipp des Tages

Eines der größten Risiken von Webinar-Präsentationen besteht darin, die Zuhörer zu langweilen. Niemand möchte einer körperlose Stimme zuhören, die eine Folie nach der anderen kommentiert. Also geben Sie Ihrem Publikum die Möglichkeit, mit Ihnen in Dialog zu treten.

Je nach Anzahl der Teilnehmer können Sie sie bitten, bei Fragen die Hand zu heben, ihre Fragen ins Kommentarfeld einzugeben oder erst in einer Fragerunde zu stellen. In jedem Fall sollten Sie den Teilnehmern zu Beginn des Webinars klare Anleitungen dazu geben und sie auch zwischendurch immer wieder daran erinnern, wie sie sich in die Präsentation einbringen können.

Denken Sie auch daran, dass die Teilnehmer vielleicht ein bisschen Zeit brauchen, um ihre Fragen zu formulieren (vor allem, wenn sie sie ins Kommentarfeld eintippen müssen), und kündigen Sie den Frage-Antwort-Teil des Webinars daher schon ein paar Minuten vorher an.

Falls Sie mit vielen Kommentaren oder Fragen rechnen, kann es sinnvoll sein, einen Assistenten die Beiträge heraussuchen zu lassen, auf die Sie antworten möchten, damit Sie sich ganz auf Ihre Präsentation konzentrieren können.

Wahrscheinlich haben auch Sie schon die eine oder andere Konferenz geleitet, bei der ein Teilnehmer endlos redete und niemand anderes zu Wort kam. Das ist nicht nur nervtötend, sondern kann auch die Arbeitsmoral des Teams beeinträchtigen. Natürlich kann man nicht immer erwarten, dass jeder Teilnehmer einen Beitrag zu der Besprechung leistet, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, schweigsamere Mitarbeiter aus der Reserve zu locken.

Erklären Sie den Teilnehmern gleich bei der Eröffnung der Konferenz, dass jeder seine Meinung zu dem Thema sagen sollte. Wenn jemand sich zu oft zu Wort meldet, bitten Sie ihn um etwas mehr Zurückhaltung: "Ich möchte erst einmal ein paar andere Konferenzteilnehmer nach ihrer Meinung fragen, dann komme ich wieder auf Ihre Wortmeldung zurück. Ist das für Sie in Ordnung?"

Wenn jemand unterbrochen wird, schalten Sie sich sofort ein und bitten Sie ihn, seinen Beitrag zu Ende zu führen. Und falls Ihnen selbst jemand ins Wort fällt, sollten Sie sich ebenfalls dagegen wehren: "Ich war noch nicht ganz fertig. Ich würde meinen Kommentar gern beenden und dann Ihre Meinung dazu hören."


Jemanden um Hilfe zu bitten, kann unangenehm sein. Deshalb verzichten die meisten Menschen lieber darauf oder gehen dabei zumindest ziemlich ungeschickt vor. Aber man kann seine Arbeit nicht immer allein bewältigen, schon gar nicht, wenn man überlastet ist.

Bevor Sie sich Unterstützung von Kollegen holen, sollten Sie sich fragen, was Sie wirklich brauchen. Welche Aufgabe muss nicht lange erklärt werden, würde Ihnen aber viel Zeit einsparen, wenn jemand anderer sie übernimmt?

Als Nächstes überlegen Sie, an wen Sie diese Arbeit delegieren können. Wählen Sie jemanden aus, der Ihnen wirklich die Unterstützung bieten kann, die Sie brauchen, und formulieren Sie Ihre Bitte dann klar und deutlich. Sagen Sie Ihrem Kollegen genau, was er wann tun soll.

Genau das machen die meisten Menschen falsch: Da es ihnen peinlich ist, um Hilfe zu bitten, formulieren sie ihr Anliegen zu vage ("Würdest du…" oder "Hättest du vielleicht Zeit…") und untergraben damit das eigentliche Ziel ihrer Bitte. Akzeptieren Sie die Hilfe, die Ihr Kollege Ihnen anbietet - auch wenn sie nicht genau dem entspricht, worum Sie ihn gebeten hatten. Und vergessen Sie auch nicht, sich dafür zu bedanken!

Es ist völlig normal, sich unsicher zu fühlen und vielleicht sogar Angst zu haben, wenn man vor einer schwierigen Herausforderung steht. Doch wenn Ihr Team diese Verzagtheit spürt, werden Sie es wohl kaum dazu inspirieren können, sich der Situation mutig zu stellen. Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, seinen Mitarbeitern Selbstvertrauen und Zuversicht zu vermitteln.

1. Verhalten Sie sich Ihren Teammitgliedern gegenüber einfühlsam: Sie müssen spüren, dass Sie eine feine Antenne für ihre Gefühle haben.

2. Vermitteln Sie ihnen Ihre Vision für das Team und für die Bewältigung dieser schwierigen Herausforderung. Menschen haben das Bedürfnis, genau zu wissen, wohin die Reise geht.

3. Geben Sie Ihren Mitarbeitern eine klare Richtung vor. Zeigen Sie ihnen, wie sie Ihre Vision gemeinsam verwirklichen können.

4. Beweisen Sie ihnen das auch. Die Mitarbeiter brauchen einen handfesten Grund dafür, Ihren ermutigenden Worten Glauben zu schenken. Also liefern Sie ihnen Belege für die Richtigkeit Ihrer Anweisungen und Ihrer optimistischen Haltung. Fassen Sie diese Beweise in möglichst konkrete, persönliche Worte und setzen Sie sie zur derzeitigen Arbeit Ihres Teams in Bezug. So können Sie Ihren Mitarbeitern (und sich selbst) in schwierigen Situationen Selbstvertrauen und Zuversicht einflößen.

Wenn Sie in einem Familienunternehmen arbeiten, können Sie nicht automatisch davon ausgehen, auch das Familiennetzwerk zu erben. Vielleicht werden ein paar Kontaktinformationen an Sie weitergegeben, aber Sie müssen sich trotzdem ein eigenes Beziehungsnetz aufbauen.

Stellen Sie nicht nur Kontakte zu Gleichaltrigen, sondern auch zu Mitarbeitern aus der Generation Ihrer Eltern oder vielleicht sogar Großeltern her. Denn von Kontaktpersonen mit möglichst unterschiedlichem Hintergrund und Erfahrungsniveau bekommen Sie ein breites Spektrum an Meinungen und Sichtweisen zu hören.

Denken Sie darüber nach, welche bestehenden Beziehungen zu Geschäftspartnern über Generationen hinweg bewahrt werden können. Solche langjährigen Bindungen aufrechtzuerhalten, ist wichtig, aber es geht nicht von selbst.

Außerdem sollten Sie sich zwei bis drei enge Berater suchen, zu denen Sie Vertrauen haben und die Ihnen Feedback und Ratschläge geben. Das müssen nicht unbedingt Altersgenossen sein. Ältere Kollegen betrachten die Dinge vielleicht aus der gleichen Perspektive wie Ihre Eltern, aber Ihre Beziehung zu ihnen ist nicht mit so großem emotionalem Ballast befrachtet. Und scheuen Sie nicht davor zurück, sich die gute Reputation Ihres Familienunternehmens zunutze zu machen. Wenn Ihr Nachname Ihnen Türen öffnen kann, sollten Sie diese Chance auch nutzen.

Geschäftsreisen schaden der Gesundheit, vor allem, wenn man zu häufig beruflich unterwegs ist. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge können solche Reisen das Risiko für eine Gewichtszunahme, aber auch für Angststörungen, Depressionen, Alkoholabhängigkeit und Schlafprobleme erhöhen. Wenn Sie also zu regelmäßigen Geschäftsreisen gezwungen sind, sollten Sie unterwegs ganz besonders auf Ihre Gesundheit achten.

Ernähren Sie sich so kalorienarm wie möglich, auch wenn Ihre Auswahl an Speisen und Lebensmitteln begrenzt ist. Manchmal möchte man sich nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag gerne mit einem besonderen Leckerbissen belohnen. Widerstehen Sie der Versuchung, sich dann ein Steak mit Pommes oder einen Cocktail als "Absacker" zu bestellen! Auf die Dauer lassen solche Lebensgewohnheiten den Zeiger an der Waage in die Höhe schnellen und schaden der Gesundheit.

Denken Sie auch daran, sich regelmäßig zu bewegen. Steigen Sie in einem Hotel mit Fitnessstudio ab (das Sie dann natürlich auch nutzen sollten). Ansonsten tun es auch einfache Gymnastikübungen im Hotelzimmer wie beispielsweise Kniebeugen oder Liegestütze. Legen Sie zwischen zwei Besprechungen einen Spaziergang ein oder veranstalten Sie ein Walking Meeting mit Kollegen.

Durch regelmäßige körperliche Aktivität beugen Sie nicht nur einer Gewichtszunahme vor, sondern wirken auch dem mit häufigen Geschäftsreisen verbundenen Stress entgegen.

Wir konsumieren heute mehr Informationen als je zuvor, aber können wir uns auch alles merken? Wenn es Ihnen schwerfällt, das aufgenommene Wissen in Ihrem Berufsleben zu nutzen (oder sich überhaupt daran zu erinnern), sind Ihre Lernstrategien wahrscheinlich nicht effizient genug.

Es gibt drei Möglichkeiten, das zu ändern:

1. Konzentrieren Sie sich beim Lesen mehrere Monate lang auf ein einziges Thema. Je tiefer Sie in diese Materie eindringen, umso stärker ist das Fundament, auf dem Sie bei Ihrer zukünftigen Lektüre zu diesem Thema aufbauen können.

2. Resümieren Sie immer wieder in Gedanken, was Sie gelernt haben. Sobald Sie ein Buch oder einen Artikel zu Ende gelesen haben, fragen Sie sich: "Was war das Wichtigste daran?" Wenn Sie eine Idee nicht in eigenen Worten zusammenfassen können, haben Sie sie wahrscheinlich nicht richtig verstanden.

3. Legen Sie beim Lesen immer wieder Pausen ein, um in Ruhe über das Gelesene nachzudenken. Dieses Nachdenken ist ein wichtiger Teil des geistigen Verarbeitungsprozesses - und durch das ständige Aufnehmen neuer Informationen wird es erschwert. Nehmen Sie sich Zeit, das Gelesene in aller Ruhe zu rekapitulieren, zu überdenken und anzuwenden.

Freunde am Arbeitsplatz zu haben, ist etwas Schönes. Leider können solche Beziehungen aber manchmal ziemlich kompliziert werden. Wenn frühere Kollegen beispielsweise durch eine Beförderung zu Mitarbeitern werden, wissen Sie vielleicht nicht, wie Sie sich diesen Menschen gegenüber verhalten sollen, ohne dass Ihre Freundschaft darunter leidet.

Sprechen Sie die Situation offen und ehrlich an! Erzählen Sie Ihnen vom Stress und der Verantwortung, die Ihre neue Position mit sich bringt. Vielleicht halten Sie das für offensichtlich, doch Ihren neuen Mitarbeitern ist es möglicherweise nicht so klar.

Sprechen Sie über Ihren inneren Konflikt: Einerseits schätzen Sie Ihre Freunde, andererseits sind Sie nun gezwungen, ihre Leistungen zu bewerten oder ihnen Aufgaben zuzuweisen. Diskutieren Sie mit ihnen darüber, wie man eine für alle Seiten befriedigende Lösung finden kann. Zum Beispiel, indem Sie bei privaten Zusammenkünften grundsätzlich nicht über die Arbeit sprechen oder einander nach Möglichkeit über alles Wichtige auf dem Laufenden halten.

Eine Beförderung muss nicht unbedingt bedeuten, dass Sie Ihre Freunde verlieren, aber Sie müssen genau darauf achten, wie Sie miteinander umgehen.

Um sich bei Ihrer Arbeit kontinuierlich verbessern zu können, brauchen Sie konstruktives Feedback. Doch vielleicht üben Ihre Kollegen nur ungern Kritik an Ihnen, weil sie befürchten, Sie damit zu kränken. Solche Ängste können Sie mithilfe von drei Strategien ausräumen.

Sie können sich zum Beispiel selbst kritisieren. Sie könnten einem Kollegen etwa sagen: "Ich weiß, dass ich ziemlich schnell arbeite und dabei manchmal wichtige Details übersehe. Haben Sie einen Vorschlag, wie ich das ändern könnte?" Damit ersparen Sie Ihrem Kollegen die Peinlichkeit, Sie selbst auf diese Schwäche hinweisen zu müssen.

Sie könnten ihm aber auch erklären, dass Sie vorhaben, sich in einem bestimmten Bereich, beispielsweise im Zeitmanagement, zu verbessern, und ihn dabei um Hilfe bitten.

Die dritte Strategie besteht darin, ihn zu fragen: "Was könnte ich Ihrer Meinung nach von Ihnen lernen?" Damit geben Sie ihm Gelegenheit, über seine eigenen Talente und Fähigkeiten zu sprechen - und das tut bekanntlich jeder gern.

Machen wir uns nichts vor: Manchmal bringt es große Erleichterung, sich über einen Kollegen zu beschweren. Doch obwohl Sie sich dadurch von angestauten Emotionen befreien, bringt Sie das nicht weiter. Denn normalerweise klagen wir ja doch nur einem Freund oder Kollegen unser Leid. Nur selten wagen wir es, die Person, über die wir uns ärgern, offen zu kritisieren. Wenn Sie also wieder einmal das Bedürfnis haben, sich zu beklagen, setzen Sie damit bei der Ursache des Problems an.

Angenommen, ein Kollege wird während einer Besprechung laut. Ihr erster Instinkt verleitet Sie vielleicht dazu, bei einem anderen Kollegen über das unverschämte Verhalten dieser Person zu schimpfen. Widerstehen Sie diesem Impuls und nehmen Sie sich lieber erst einmal ein bisschen Zeit, um sich zu beruhigen.

Denken Sie darüber nach, was Sie am Verhalten Ihres Kollegen gestört hat und worüber Sie sich beschweren möchten (es ist respektlos, andere Menschen während einer Besprechung anzuschreien). Dann legen Sie sich eine Formulierung zurecht, mit der Sie Ihren Kollegen zu einer Änderung seines Verhaltens bewegen oder die Situation verbessern können (vielleicht mit folgenden Worten: "Bitte schreien Sie in Besprechungen nicht - wir wollen doch respektvoll miteinander umgehen"). Und dann sprechen Sie Ihren Kollegen offen auf sein Fehlverhalten an.




Der Management-Tipp
des Tages als Newsletter
oder kostenlose App




Alle Themen



Nach oben