Management-Tipp des Tages

Die ersten Arbeitstage nach der Rückkehr aus dem Urlaub sind oft nicht leicht. Doch es gibt ein paar Strategien, mit denen man sich diese Umstellung erleichtern kann.

Nutzen Sie die ersten 30 Minuten im Büro, um Ihre To-Do-Liste durchzugehen und einen Plan dafür aufzustellen. Denken Sie daran, dass jetzt vielleicht andere Aufgaben dringender sein werden als vor Ihrer Abreise.

Lassen Sie sich von wichtigen Ansprechpartnern darüber informieren, was Sie während Ihrer Abwesenheit alles versäumt haben und worauf Sie jetzt Ihr Hauptaugenmerk richten sollten. Bedanken Sie sich bei allen Kollegen, die während des Urlaubs für Sie eingesprungen sind, und fragen Sie nach, welche Hilfestellung diese jetzt von Ihnen benötigen.

Wenn Sie nach der Rückkehr aus dem Urlaub alle E-Mails lesen müssen, die während Ihrer Abwesenheit gekommen sind, sollten Sie Ihren Posteingang erst einmal nach Namen wichtiger Absender (zum Beispiel nach Mails von Ihrem Chef oder einem Großkunden) durchsehen und diese Nachrichten zuerst lesen.

Und sorgen Sie dafür, dass Ihre Urlaubserinnerungen nicht zu schnell verblassen. Nehmen Sie sich immer wieder ein bisschen Zeit, um sich an Ihre schönsten Erlebnisse zu erinnern und sich die damit verbundene Freude oder innere Ruhe zu vergegenwärtigen, die Sie brauchen, um Ihren Arbeitsalltag durchzustehen.

Jeder Mensch möchte sich verbessern. Vielleicht würden Sie Ihre Mitarbeiter gern besser inspirieren können, produktiver arbeiten oder mehr Risiken eingehen. Doch zunächst einmal sollten Sie sich zwei Fragen stellen.

Erstens: Wollen Sie sich wirklich verbessern? Vermutlich lautet Ihre Antwort darauf Ja. Doch wenn Ihnen diese Verbesserung beispielsweise nur deshalb wichtig ist, weil Ihr Chef sie von ihnen erwartet, sollten Sie sich das ehrlich eingestehen. Denn eine Veränderung ist nur dann möglich, wenn man sich wirklich dafür einsetzt.

Zweitens: Sind Sie bereit, etwas auszuprobieren, was Ihnen nicht gleich von Anfang an gelingen wird, und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen? Etwas Neues zu lernen, ist von Natur aus unbequem. Also stellen Sie sich auf unangenehme Situationen ein. Ihnen werden dabei mit Sicherheit Fehler unterlaufen. Das wird Ihnen peinlich sein, oder Sie werden sich vielleicht sogar schämen, vor allem, wenn Sie ein erfolgsverwöhnter Mensch sind. Doch wenn Sie trotzdem weiterhin am Ball bleiben, werden Sie sich mit der Zeit verbessern.


Selbst wenn man von seinem Job noch so begeistert ist, hin und wieder ist es Zeit für etwas Neues. Egal aus welchem Grund Sie Ihr jetziges Unternehmen verlassen: Sie sollten nach Ihrer Kündigung nicht einfach sang- und klanglos verschwinden.

Verabschieden Sie sich in aller Ruhe von liebgewonnenen Menschen und Orten an Ihrem bisherigen Arbeitsplatz. Nehmen Sie noch ein letztes Mal an einer Mitarbeiterversammlung oder Projektkonferenz teil oder schauen Sie noch einmal aus Ihrem Lieblingsfenster und lassen Sie diese Eindrücke auf sich wirken.

Vor allem von den Kollegen, die Sie am liebsten mochten, sollten Sie sich gebührend verabschieden. Denken Sie daran, dass das kein Lebewohl für immer ist. Diese Kontakte werden auch weiterhin bestehen bleiben und sich vielleicht sogar weiterentwickeln.

Es ist völlig normal, über den Verlust Ihres alten Arbeitsplatzes zu trauern, auch wenn Sie sich auf die bevorstehende neue Aufgabe freuen. Vielleicht werden Sie sich jetzt fragen, ob die Kündigung nicht doch ein Fehler war. Betrachten Sie die Situation lieber optimistisch und halten Sie sich vor Augen, dass Sie zumindest eine Zeitlang das Glück hatten, in einem Aufgabengebiet tätig zu sein, das Ihnen wirklich Freude bereitete.

Ein guter Mentor zu sein, kostet Zeit. Wie schafft man das trotz unzähliger Konferenzen, Geschäftsreisen und Vortragstermine? Zunächst einmal sollten Sie sich vor Augen halten, dass es immer noch besser ist, ein bisschen Zeit für Ihren Mentee zu haben als gar keine.

Wenn 60-minütige Besprechungen nicht möglich sind, versuchen Sie wenigstens 30 oder notfalls auch nur 15 Minuten für ihn zu erübrigen. Kürzere Zeitfenster zwingen den Mentee (und Sie), auf den Punkt zu kommen. Und es müssen auch nicht unbedingt persönliche Treffen sein: Sie können ebenso gut per SMS, E-Mail, Videokonferenz oder telefonisch mit Ihrem Schützling kommunizieren.

Am wichtigsten ist es, während dieser Mentoringsitzungen hundertprozentig aufmerksam zu sein. Ob Sie sich nun persönlich, per Skype oder SMS mit Ihrem Mentee unterhalten: Zeigen Sie ihm, dass er in den nächsten Minuten das Einzige ist, worauf es Ihnen ankommt. Sobald Sie merken, dass Ihre Gedanken zu anderen Aufgaben oder zur nächsten Besprechung abschweifen, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder auf Ihren Mentee. Seien Sie präsent.

Für einen Vorgesetzten zu arbeiten, der große Visionen hat, kann sehr spannend sein. Andererseits erdrücken solche Chefs ihre Mitarbeiter aber auch oft mit ihrem schier unendlichen Vorrat an Ideen. Wie soll man das alles umsetzen?

Keine Sorge: Ihr Vorgesetzter erwartet sicherlich nicht von Ihnen, dass Sie jeden seiner brillanten Einfälle verwirklichen. Hören Sie sich seine Ausführungen erst einmal in Ruhe an und reagieren Sie mit einem allgemein gehaltenen Kommentar darauf, zum Beispiel: "Das ist eine prima Idee" oder "Ich werde mir die Sache einmal durch den Kopf gehen lassen". Und warten Sie ab, ob der Chef wieder darauf zu sprechen kommt. So können Sie feststellen, ob die betreffende Idee ihm wichtig ist oder nicht.

Falls Ihr Vorgesetzter von Ihnen tatsächlich konkrete Maßnahmen zur Umsetzung seiner Anregung erwartet, versuchen Sie die Idee einzugrenzen und zu konkretisieren, indem Sie ihn fragen, wie sie zu den Zielsetzungen seines Teams passt und welche Priorität Sie ihr einräumen sollen. Dadurch, dass Sie die Idee zu anderen aktuellen Projekten in Beziehung setzen, können Sie Ihrem Chef helfen, sie aus einer strategischen Perspektive zu beurteilen.

Jeder gute Vorgesetzte wünscht sich ein Team mit erfolgversprechenden Fähigkeiten. Also sollte man gutes Geld in Schulung und Fortbildung investieren? So einfach ist das leider nicht.

Mit solchen Maßnahmen kann man durchaus etwas erreichen, aber nur, wenn das Problem auch tatsächlich in mangelnden Fähigkeiten oder einem Wissensdefizit des Teams besteht. Leider schicken Chefs ihre Mitarbeiter oft auch dann zu Schulungs- oder Fortbildungsveranstaltungen, wenn sich das vorliegende Problem damit gar nicht lösen lässt. Wann kann eine Schulung sinnvoll sein?

Zunächst einmal sollten Sie sich fragen, ob das erwünschte neue Verhalten in Ihrem Unternehmen überhaupt möglich ist. Zum Beispiel wird eine Schulung in selbstständiger Entscheidungsfindung Ihren Mitarbeitern nicht weiterhelfen, wenn in Ihrer Firma alle Entscheidungen von der Geschäftsleitung getroffen werden.

Außerdem müssen die Mitarbeiter auch offen für Veränderungen sein. Wenn sie nicht bereit sind, der Ursache von Problemen auf den Grund zu gehen, wird eine Schulung sie nicht weiterbringen.

Und drittens muss diese Maßnahme auch den strategischen Prioritäten Ihres Unternehmens entsprechen. Wenn die Mitarbeiter das, was sie gelernt haben, nicht mit den Zielen des Unternehmens in Verbindung bringen können, verschwenden Sie damit nur Geld und wertvolle Arbeitszeit Ihres Teams.

Bevor Sie eine Rede oder Präsentation halten, sollten Sie sich über drei Dinge im Klaren sein: Ihre Grundidee, Ihr Publikum und Ihre Zielsetzung.

Konzentrieren Sie sich bei der Vorbereitung zunächst auf die Idee: Warum sind Sie die richtige Person dafür, diese Idee zu präsentieren? Aus welcher besonderen Perspektive können Sie sie darstellen?

Als Nächstes sollten Sie über Ihre Zuhörer nachdenken und Ihre Präsentation genau auf sie abstimmen. Wenn Ihr Publikum beispielsweise aus einer kleinen Gruppe von Menschen besteht, können Sie es in persönlicherem Ton ansprechen. Wenn Sie einen Vortrag vor Fachpublikum halten, bedienen Sie sich ruhig eines entsprechenden Fachjargons. Denn wenn Sie die gleiche Sprache sprechen wie Ihre Zuhörer, werden diese Sie eher verstehen und sich durch Ihre Worte inspiriert fühlen.

Und nicht zuletzt sollten Sie Ihrem Publikum auch klar und deutlich vermitteln, welches Ziel Sie mit Ihrer Präsentation verfolgen. Vielleicht sollen Ihre Zuhörer Geld für eine gute Sache spenden oder andere Menschen auf die Wichtigkeit Ihres Themas aufmerksam machen. Worin auch immer Ihre Zielsetzung besteht, Sie sollten sie bei Ihrer Vorbereitung und bei der Darbietung Ihrer Präsentation stets im Auge behalten.

Wenn man für einen kranken oder verreisten Kollegen einspringen muss, gerät man mit seiner eigenen Arbeit leicht ins Hintertreffen. Um trotz dieser Überlastung immer noch produktive Arbeit leisten zu können und einen kühlen Kopf zu bewahren, sollten Sie mit Ihrem Kollegen eine Übergabebesprechung vereinbaren. Bitten Sie ihn um genaue Angaben zum Status seiner Projekte, zu wichtigen nächsten Schritten, Terminen und Ansprechpartnern.

Konzentrieren Sie sich während der Abwesenheit Ihres Kollegen in erster Linie auf die Termine und darauf, was jeden Tag unbedingt erledigt werden muss. Weniger dringende Aufgaben müssen eben ein bisschen länger warten.

Richten Sie Ihr Augenmerk immer nur auf den nächsten Schritt. Vielleicht müssen Sie jetzt ein bisschen mehr vorarbeiten, weil es viele Termine einzuhalten gilt und sich aus Ihrer Doppelbelastung auch sehr leicht unerwartete Aufgaben ergeben können.

Aber lassen Sie sich dadurch nicht dazu verleiten, zu viele Überstunden zu machen. Denn das kann sich negativ auf Ihre Arbeitsmoral und Ihre Produktivität auswirken. Man kann pro Tag nur ein bestimmtes Arbeitspensum bewältigen und das ist auch gut so.

Wenn Sie dem Führungsteam Ihres Unternehmens eine Idee präsentieren möchten, sollten Sie sich sehr genau darauf vorbereiten, um die Topmanager zu überzeugen. CEOs bekommen normalerweise viele kluge Vorschläge zu hören, Ihre Idee muss also schon ein wichtiges Problem lösen, um unter all den anderen Verbesserungsvorschlägen hervorzustechen.

Verwenden Sie die ersten 25 Prozent Ihrer Präsentationszeit auf die Darstellung dieses Problems. Schildern Sie, welche Schwachstellen in Ihrem Unternehmensbereich Ihre Idee beheben würde, und weisen Sie auf die Dringlichkeit dieser Maßnahme hin.

Die nächsten 25 Prozent sollten der Idee selbst gewidmet sein. Erläutern Sie, wie Ihre Initiative finanziert werden soll und wie sie Ihrer Meinung nach auch auf andere Unternehmensbereiche ausgeweitet werden oder dort Vorteile bringen könnte. Aber verlieren Sie sich dabei nicht in Details.

Die ganze zweite Hälfte Ihrer Präsentationszeit sollte Fragen vorbehalten sein. Das mag Ihnen übermäßig viel erscheinen, doch diese Frage-Antwort-Session kann der überzeugendste Teil Ihrer Präsentation sein. Wenn Ihre Zuhörer Sie mit offenen, vielleicht sogar schonungslosen Fragen bombardieren, ist das ein Zeichen dafür, dass sie sich für Ihre Idee interessieren und sie von allen Seiten beleuchten möchten. Je mehr Fragen man Ihnen stellt, umso besser war Ihre Präsentation.

Wir alle haben Stärken, die nicht nur für, sondern leider manchmal auch gegen uns arbeiten. Vielleicht sind Sie ein so detailorientierter Mensch, dass Sie zu viel Zeit dafür aufwenden, die Arbeit Ihrer Mitarbeiter oder Kollegen noch einmal zu überprüfen oder Sie stellen immer wieder Fragen, die zwar wichtig sind, tun das aber auf so penetrante Art, dass Ihre Mitmenschen sich dadurch eingeschüchtert fühlen.

In solchen Fällen sollten Sie sich bemühen, die betreffende Stärke weniger oft oder gar nicht mehr einzusetzen, da sie Ihnen sonst keine Vorteile bringt. Entwickeln Sie stattdessen lieber eine Fähigkeit, die die Nachteile Ihrer Stärke wieder ausgleicht.

Wenn Sie zum Beispiel dazu neigen, bohrende Fragen zu stellen, könnten Sie versuchen, als Ausgleich dazu mehr Wärme und Herzlichkeit auszustrahlen, zum Beispiel, indem Sie den Redner für seine scharfsichtigen Erkenntnisse loben, bevor Sie mit Ihren Fragen beginnen. Sie können ihm auch dafür danken, dass er Sie auf dieses Thema hingewiesen hat, oder ihn mit ein paar anderen freundlichen Worten ermutigen.

Wenn Sie dagegen zu nett und entgegenkommend sind, sodass Ihre Mitarbeiter in ihrem Denken nicht genügend gefordert werden, sollten Sie sich angewöhnen, schwierigere Fragen zu stellen, ohne dabei auf Ihren bisherigen freundlichen Ton zu verzichten.




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