Management-Tipp des Tages

Sie wissen, dass es für Ihre Karriere wichtig ist, neue Fähigkeiten zu erlernen. Aber woher weiß man, auf welche Kompetenzen es dabei ankommt? Schauen Sie sich die neuesten Stellenangebote von Spitzenunternehmen Ihrer Branche an und achten Sie darauf, welche Qualifikationen dabei immer wieder genannt werden. Die am häufigsten verlangten Kompetenzen sind höchstwahrscheinlich auch die wichtigsten.

Als Nächstes sollten Sie Menschen in Ihrem Netzwerk kontaktieren, die einen Job haben, den Sie in Zukunft ebenfalls anstreben. Fragen Sie sie, was sie lernen mussten, um in ihrer Position erfolgreich zu sein. Wenn Sie beispielsweise wissen möchten, auf welche Kompetenzen und Technologien es Unternehmen bei der Einstellung von Vertriebsmitarbeitern ankommt, sollten Sie sich mit Menschen unterhalten, die in diesem Bereich hochrangige Positionen bekleiden.

Fragen Sie diese Experten auch, ob sie Ihnen Kurse oder Lernmaterialien empfehlen können, mit deren Hilfe Sie die Qualifikationen erwerben können, die Ihnen noch fehlen.

Scheuen Sie sich nicht, andere Menschen um Rat zu fragen: Die meisten geben gern Auskunft - entweder weil es ihnen Freude macht, anderen zu helfen, oder weil sie sich dadurch in ihrer Fachkompetenz bestätigt fühlen.

Manchmal reagiert ein Kollege emotional sehr stark auf ein Problem, zum Beispiel ein Projekt, bei dem man nur mühsam vorwärtskommt, negatives Feedback oder einen schwelenden Konflikt. Vielleicht würden Sie sich aus solchen Problemen lieber heraushalten in der Hoffnung, dass sie sich mit der Zeit schon von selbst erledigen werden. Doch es ist besser, in solchen Situationen für Ihren Kollegen da zu sein.

Bieten Sie ihm an, sich an einem ungestörten Ort mit ihm zusammenzusetzen, und hören Sie sich an, was er zu sagen hat. Zeigen Sie Verständnis für das, was er durchmacht, und versuchen Sie seine Gefühle nachzuvollziehen.

Ihr Ziel besteht darin, dem Kollegen zu helfen, sich zu beruhigen und die Situation wieder nüchtern und sachlich zu betrachten. Stellen Sie ihm Fragen, die es ihm ermöglichen, über seine Gefühle zu sprechen und zu einem besseren Verständnis der Situation zu gelangen. Falls er voreilig geurteilt haben sollte, weisen Sie ihn darauf hin und empfehlen Sie ihm, noch einmal in aller Ruhe über die Angelegenheit nachzudenken.

Als Nächstes sollte er sich angemessene Maßnahmen zur Lösung des Problems überlegen. Wenn Sie Ihren Kollegen auf diese Weise dazu bewegen können, sich zu beruhigen und das Erlebte zu verarbeiten, verhelfen Sie ihm zu einem konstruktiven Umgang damit.


Ob sie nun wöchentlich, monatlich, alle Vierteljahre oder vielleicht sogar täglich stattfinden: Oft sind regelmäßige Besprechungen einfach nur Zeitverschwendung.

Welches Meeting wirklich sinnvoll ist, können Sie anhand folgender Kriterien beurteilen: Zunächst einmal sollten Sie überlegen, ob diese Besprechung wirklich eine klar formulierte Existenzberechtigung hat. Fragen Sie sich: "Wem außer mir würde es etwas ausmachen, wenn wir diese Konferenz abschaffen?"

Zweitens sollten Sie sich über die angemessene Häufigkeit solcher Zusammenkünfte klar werden. Auch wenn es noch so offensichtlich zu sein scheint, wird leider doch häufig vergessen, dass Häufigkeit und Dauer einer Besprechung ihrem Zweck entsprechen sollten.

So müssen Teams und Arbeitsgruppen, die mit der Erledigung kurzfristiger Aufgaben betraut sind, sich beispielsweise öfter zu kürzeren Besprechungen treffen, während Gruppen, die an langfristigen Projekten arbeiten, seltener zusammentreffen müssen - aber dafür sollten diese Konferenzen länger dauern.

Zuletzt sollten Sie über die richtige Zusammensetzung der Teilnehmer nachdenken. Sie sollte nicht von der Unternehmenshierarchie abhängen: Laden Sie nur Mitarbeiter zu der Besprechung ein, die auch wirklich einen wichtigen Beitrag dazu zu leisten haben. Und denken Sie daran: Auch eine noch so gut geführte Konferenz nützt nichts, wenn sie überflüssig ist!

Manchmal treffen Vorgesetzte Entscheidungen, mit denen Sie nicht einverstanden sind. Trotzdem müssen Sie (vor allem als Manager) diese Entscheidung umsetzen. Wie verhält man sich in so einer Situation?

Zunächst einmal sollten Sie der Versuchung widerstehen, Ihren Kollegen und Mitarbeitern zu sagen, was Sie wirklich davon halten. Ihre Aufgabe ist es, dem Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen, und das erreichen Sie nicht, indem Sie die Entscheidungen des Führungsteams untergraben.

Als Nächstes sollten Sie sich fragen, warum sich jemand für diese Vorgehensweise entschieden haben könnte. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch gleich darüber nachdenken, was Sie eigentlich gegen diese Entscheidung haben. Schreiben Sie Ihre Bedenken auf und überlegen Sie, wie Sie sie ausräumen könnten. Mithilfe dieser Übung können Sie innere Barrieren überwinden, die Sie womöglich daran hindern, die Entscheidung umzusetzen.

Sobald Sie besser verstehen, warum die Entscheidung getroffen wurde, sollten Sie Ihrem Team diese Erkenntnis vermitteln. Schließlich werden Ihre Mitarbeiter sich nur dann bemühen, einen Plan zum Erfolg zu führen, wenn sie wirklich daran glauben.

Viele Führungskräfte haben irgendeine verhängnisvolle Schwäche: Einen Fehler, der so ausgeprägt ist, dass er ihnen bei ihrem beruflichen Aufstieg im Weg stehen kann. Nur leider erkennt man diese Schwachstellen nicht so leicht, weil sie normalerweise darin bestehen, dass man irgendetwas unterlässt: Sich zum Beispiel keine Zeit zum Zuhören nimmt oder seine strategische Vision nicht richtig erklärt.

Um herauszufinden, wo Ihre größte Schwachstelle liegt, sollten Sie sich jemanden suchen, der Ihnen die unbeschönigte Wahrheit sagt. Ob das nun ein guter Freund, Coach oder Therapeut ist: Bitten Sie ihn um seine ehrliche Meinung zu Ihren auffallendsten Unzulänglichkeiten.

Wenn Ihr Gesprächspartner daraufhin anfängt, herumzudrucksen, oder sich zu vorsichtig ausdrückt, ermuntern Sie ihn dazu, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Stellen Sie ihm Fragen, die zeigen, dass Sie bei dieser Kritik nicht gleich in die Defensive gehen, sondern einfach neugierig sind.

Ob Sie wirklich die ganze Wahrheit zu hören bekommen, hängt von Ihrer Reaktion ab. Und fragen Sie bitte auch danach, wie diese Schwäche sich auf Ihr Unternehmen auswirkt! Wenn Ihnen der Ernst der Situation klar ist, werden Sie eher bereit sein, etwas dagegen zu tun.

Es gibt viele Möglichkeiten, seine Entscheidungen zu verbessern. Doch zwei Strategien können Ihnen dabei am ehesten weiterhelfen. Erstens sollten Sie sich Ihrer Sache nicht so sicher sein - und zwar in jeder Phase des Entscheidungsprozesses. Sie glauben, dass Entscheidung A zu Ergebnis B führen wird? Vielleicht ist das weniger wahrscheinlich, als Sie denken. Sie halten Ergebnis B für erstrebenswerter als Ergebnis C? Womöglich sind Sie auch da auf dem Holzweg.

Überdenken Sie die Logik Ihrer Entscheidungen noch einmal ganz genau. Über welche zusätzlichen Aspekte würden Sie nachdenken, wenn Sie nicht so sicher wären, dass A zu B führt oder dass B wünschenswerter ist als C?

Zweitens sollten Sie sich stets die Frage stellen: "Wie oft passiert das normalerweise?" Wenn Sie zum Beispiel mit dem Gedanken spielen, in ein Start-up zu investieren, könnten Sie sich fragen: Wie viel Prozent aller Start-ups scheitern (oder haben Erfolg)? Zu akzeptieren, dass Sie weniger wissen, als Sie glauben, ist einer der besten Ausgangspunkte für klügere Entscheidungen.

Natürlich ist es verlockend, seinen Urlaub jedes Jahr am selben Ort zu verbringen: an dem Strand, den man schon kennt, in seiner Lieblingsstadt oder dem Urlaubsort, in dem es den Kindern so gut gefällt. Doch Reisen kann auch eine Chance sein, sich weiterzuentwickeln - vor allem, wenn man sich dabei aus seiner Komfortzone herauswagt.

Durch den Aufenthalt in Städten oder Ländern, die Sie noch nicht kennen, können Sie besser mit dem inneren Unbehagen umgehen, das alles Neue uns unwillkürlich einflößt. Außerdem lernen Sie dadurch, sich besser in unklaren Situationen zurechtzufinden.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die immer wieder neue Länder bereisen, größere Toleranz und mehr Vertrauen zu Fremden entwickeln. Dadurch ändert sich gleichzeitig auch ihre Einstellung zu Kollegen und Freunden, sodass sie mehr Einfühlungsvermögen entwickeln. Außerdem wird man auch kreativer, wenn man öfter einmal etwas Neues kennenlernt.

Die Begegnung mit anderen Kulturen, die Pflege internationaler Freundschaften und das Studium von Fremdsprachen erleichtern es Ihnen, unkonventionelle Lösungen für Probleme zu finden. Wenn Sie also gerade Urlaubspläne schmieden, sollten Sie darüber nachdenken, einmal an einen ganz anderen Ort zu reisen - und auch Ihre Kollegen dazu ermutigen.

Fällt es Ihren Mitarbeitern schwer, gut zusammenzuarbeiten? Vielleicht verhalten einige Ihrer Teammitglieder sich bei Besprechungen besonders dominant, oder bereits getroffene Entscheidungen werden immer wieder revidiert? In solchen Fällen sollten Sie Normen für die Zusammenarbeit Ihres Teams erstellen.

Überlegen Sie sich anhand früherer Teamerfahrungen zunächst einmal, unter welchen Vorgaben Ihr Team besonders produktiv und effektiv arbeiten konnte, und ordnen Sie diesen Arbeitsbedingungen dann bestimmte Verhaltensweisen zu.

Falls die Vorgabe zum Beispiel "ausgewogene Beteiligung bei Besprechungen" lautete, könnte man ihre Erfüllung dadurch sicherstellen, dass reihum alle Teilnehmer um Stellungnahmen zu wichtigen Themen gebeten werden und dabei derjenige, der bisher am wenigsten gesagt hat, zuerst nach seiner Meinung gefragt wird.

Besprechen Sie mit Ihren Teammitgliedern auch, wie sie sich gegenseitig zur Rechenschaft ziehen möchten, falls einer gegen die Vorgaben verstößt. Wenn Sie Verhaltensnormen erstellen und für deren Befolgung sorgen, wächst das Vertrauen in Ihrem Team. Außerdem sparen Sie dadurch Zeit, und auch die Leistungen Ihrer Mitarbeiter werden sich verbessern.

Viele Mitarbeiter an anderen Standorten oder im Homeoffice fühlen sich aus der Gemeinschaft ihrer Kollegen ausgeschlossen. Dieses Gefühl der Isolation ist eines der größten Probleme ortsunabhängigen Arbeitens. Dieser Gefahr sollten Sie als Vorgesetzter von vornherein entgegenwirken, indem Sie dafür sorgen, dass sich Ihre Mitarbeiter an allen Standorten als Teil des Teams fühlen.

Wie kann man das erreichen? Zunächst einmal sollten Sie sich oft und regelmäßig bei ihnen melden. Nur weil jemand nicht in Ihrem Büro arbeitet, bedeutet das noch lange nicht, dass Sie ihn ganz allein vor sich hin werkeln lassen sollten. Bleiben Sie mit Ihren Mitarbeitern in anderen Büros in Kontakt und stellen Sie klar, was Sie im Hinblick auf ihre Projekte, Termine und Aufgabengebiete von ihnen erwarten.

Zweitens (und das ist am allerwichtigsten) sollten Sie für alle Mitarbeiter erreichbar sein, auch wenn diese in einer anderen Zeitzone leben. Das bedeutet nicht, dass Sie mitten in der Nacht E-Mails beantworten müssen. Aber Sie sollten schon zu genau festgelegten Zeiten und auf verschiedenen Wegen (Slack, Skype, Mail, Telefon, SMS) ansprechbar sein.

Außerdem sollten sich Ihre Mitarbeiter an allen Standorten unabhängig von ihrem Arbeitsplatz darauf verlassen können, dass Sie bei dringenden Anliegen zeitnah reagieren.

Sicherlich waren Sie auch schon in dieser Situation: Sie lernen jemanden kennen und suchen nach einem Gesprächsthema. Viele Menschen - vor allem Amerikaner - überbrücken das erste peinliche Schweigen mit einer Standardfrage: "Was machen Sie denn beruflich?" Doch Gespräche über die Arbeit sind nicht immer der beste Weg, eine Beziehung zu jemandem aufzubauen - auch nicht bei Networking-Veranstaltungen.

Fragen Sie Ihre Gesprächspartner lieber nach ihren Hobbys, nach wohltätigen Institutionen, die sie unterstützen, dem Ort, wo sie aufgewachsen sind, oder vielleicht sogar nach ihrem Lieblings-Superhelden. Falls Sie Ihr Gegenüber nicht gleich so etwas Privates fragen möchten, das gar nichts mit der Arbeit zu tun hat, versuchen Sie es doch einmal mit einer allgemeineren Frage wie: "Was begeistert Sie zurzeit besonders?" oder "Was war das Beste, was Ihnen in diesem Jahr passiert ist?"

Auf solche Fragen sind die verschiedensten Antworten möglich: Ihr Gesprächspartner kann Ihnen zum Beispiel etwas von seiner Arbeit, seinen Kindern oder seinem neuen Boot erzählen - je nachdem, wie er gerade aufgelegt ist. Solche offenen Fragen können zu besonders interessanten Gesprächen führen, und wer weiß: Vielleicht schließen Sie auf diese Weise ja sogar eine neue Freundschaft!




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