Management-Tipp des Tages

Eine Veränderung kann Mitarbeiter nervös machen. Ob Sie ihnen nun eine Übernahme, eine Umstrukturierung oder eine neue Personalpolitik ankündigen, oft brauchen die Mitarbeiter Hilfe bei der Verarbeitung dieser Information.

Wenn Sie ihnen die Gründe für die Veränderung erklären, wird Ihre Ankündigung reibungsloser über die Bühne gehen. Also geben Sie ihnen Hintergrundinformationen: Was läuft in Ihrem Unternehmen zurzeit nicht so gut, und warum wird der neue Plan diesen Schwachpunkt beheben?

Sie könnten beispielsweise darauf eingehen, welchen Nachteil die bisherige Vorgehensweise für Ihre Kunden hatte oder warum dadurch zusätzliche Kosten für das Unternehmen entstanden sind. Erläutern Sie ihnen genau, wie dieses Problem durch die geplante Veränderung gelöst wird.

Außerdem sollten Sie auch erklären, wie die Veränderung sich auf die einzelnen Mitarbeiter auswirken wird, denn oft fragen sie in so einer Situation zuallererst: "Was bedeutet das für mich?"

Versuchen Sie Unannehmlichkeiten, die die anstehende Veränderung mit sich bringen könnte, nicht schönzureden. Und widerstehen Sie auch dem Impuls, zu sagen, dass es Ihnen nicht leichtfällt, Ihren Mitarbeitern diese Nachricht zu überbringen, denn das könnte manipulativ wirken. Treten Sie lieber bescheiden und verantwortungsbewusst auf und konzentrieren sich auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter.

Die meisten Menschen verfassen ihre Abwesenheitsnotiz in aller Eile, wenn sie schon zwischen Tür und Angel stehen, um einen Urlaub oder eine Geschäftsreise anzutreten. Doch es kann durchaus sinnvoll sein, sich ein bisschen mehr Gedanken über den Inhalt dieser Nachricht zu machen, um eine bessere Beziehung zu den Menschen aufzubauen, die während Ihrer Abwesenheit mit Ihnen in Kontakt treten möchten.

Statt einfach nur Ihre Abwesenheitsdaten sowie Namen und E-Mail-Adresse der Person zu nennen, an die man sich während Ihrer Abwesenheit wenden kann, sollten Sie vielleicht auch den Grund Ihrer Reise erwähnen. Wo verbringen Sie Ihren Urlaub und warum haben Sie gerade dieses Reiseziel gewählt? Was lernen Sie auf der Konferenz, an der Sie teilnehmen?

Sie können auch noch weitere Informationsquellen hinzufügen, zum Beispiel einen Artikel oder ein neues Forschungsergebnis. Dabei kann es beispielsweise um das Thema Urlaub gehen (es gibt viele interessante Statistiken darüber, warum es so wichtig ist, sich hin und wieder eine Auszeit zu gönnen) oder um irgendetwas anderes, was potenzielle Kunden interessieren könnte.

Mit einer persönlichen, aber trotzdem immer noch professionellen Botschaft können Sie auf neue, originelle Art und Weise mit Kollegen, Kunden und Lieferanten in Kontakt treten.


Einerseits ist es eine heißbegehrte Vergünstigung, zu Hause arbeiten zu dürfen (kein tägliches Pendeln, keine Unterbrechungen bei der Arbeit). Andererseits isoliert man sich dadurch aber auch leicht von seinen Kollegen und Freunden im Büro. Was können Mitarbeiter im Homeoffice gegen dieses Gefühl des Alleinseins tun?

Zunächst einmal sollten Sie dafür sorgen, dass Sie Ihre Kollegen hin und wieder zu Gesicht bekommen. Halten Sie lieber Videokonferenzen ab, statt einfach nur miteinander zu telefonieren. Wenn Sie Ihre Kollegen sehen, können Sie deren Körpersprache interpretieren. Außerdem entsteht dadurch eine natürlichere Gesprächssituation.

Zweitens: Vergessen Sie Smalltalk nicht. Wenn man von zu Hause aus arbeitet, will man vielleicht keine "Zeit vergeuden" und geht daher bei Besprechungen nur auf arbeitsbezogene Themen ein. Doch Smalltalk ist wichtig, um enge Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Also fragen Sie Ihre Kollegen vor Beginn der Besprechung nach ihrem letzten Urlaub, den sportlichen Aktivitäten ihrer Kinder oder bevorstehenden Hochzeitsplänen. Durch den Austausch privater Informationen können Sie bessere Beziehungen zu Ihren Kollegen aufbauen, die nicht nur persönlich befriedigend sind, sondern auch berufliche Vorteile bringen.

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass die Liste der ungeöffneten E-Mails in Ihrem Posteingang endlos lang ist? Mit diesem Problem stehen Sie nicht allein da.

Also setzen Sie sich nicht mit unrealistischen Erwartungen unter Druck, zum Beispiel: "Ich muss meiner Chefin schneller antworten als sie mir" oder "Ich muss jede E-Mail noch am selben Tag beantworten". Klären Sie solche Erwartungshaltungen lieber mit den anderen Mitarbeitern Ihres Unternehmens ab.

Statt von vornherein davon auszugehen, dass alles, was Ihr Vorgesetzter wünscht, sofort erledigt werden muss, fragen Sie ihn, bis wann er es braucht. Lassen Sie nicht alles stehen und liegen, um jemandem eine ausführliche Antwort auf seine Mail zu schreiben, sondern teilen Sie ihm kurz mit, dass Sie sich später bei ihm melden werden.

Sie sollten auch nicht das Gefühl haben, sofort auf E-Mails antworten zu müssen, die außerhalb der Bürozeiten oder freitags am Spätnachmittag bei Ihnen eintreffen. Wahrscheinlich hat der Absender diese Mail kurz vor dem Verlassen des Büros geschrieben und erwartet am Wochenende sowieso keine Antwort darauf.

Die meisten Menschen werden Verständnis dafür haben, wenn Sie solche Nachrichten erst am Montag beantworten. Außerdem hilft ihnen das vielleicht dabei, selbst klare Grenzen zu setzen und außerhalb der Bürozeiten nicht auf dienstliche E-Mails zu reagieren.

Wenn Sie sich in einem neuen Job hervortun möchten, sollten Sie sich dabei nicht an der Einweisung orientieren, die Sie von der Personalabteilung oder in einer Einführungsveranstaltung bekommen haben.

Nehmen Sie Ihren Einstieg in das neue Unternehmen lieber selbst in die Hand, indem Sie Kontakte zu Mitarbeitern verschiedener Managementebenen und Abteilungen knüpfen. Versuchen Sie herauszufinden, wo die im Hinblick auf Ihre Position einflussreichen Personen sitzen, und lernen Sie sie persönlich kennen.

Begehen Sie nicht den weitverbreiteten Fehler, davon auszugehen, dass Sie bereits wissen, worin Ihre Hauptziele bestehen sollten und wie man am besten mit Ihrem neuen Vorgesetzten kommuniziert. Stellen Sie ihm lieber Fragen, um besser zu verstehen, anhand welcher Kriterien man Sie beurteilen wird, und um sich potenzielle erste Erfolge zu sichern: "Auf welchem Weg möchten Sie Feedback geben und erhalten und über alles Wichtige auf dem Laufenden gehalten werden?" und "Was sollte ich innerhalb der nächsten sechs Monate erreichen?"

Denken Sie daran: Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie sich gleich heldenmütig auf die Lösung des größten Problems stürzen. Bemühen Sie sich lieber um ein Ziel, das schnell zu erreichen ist und finanzielle oder operative Ergebnisse bringt.

Berufstätige Eltern machen sich manchmal Sorgen darüber, ihre Kinder zu vernachlässigen, weil sie zu viel Zeit im Büro verbringen. Sobald Ihre Kinder alt genug sind, dieses Problem zu verstehen, sollten Sie es offen und ehrlich mit ihnen besprechen.

Erklären Sie ihnen, unter welchem Druck Sie stehen und dass Sie gerne mehr Zeit für sie hätten. Aber geben Sie Ihrem Unternehmen nicht die Schuld daran, dass Sie zu Hause manchmal gestresst sind oder sich Ihre Arbeitszeit nicht immer flexibel einteilen können. Schließlich möchten Sie Ihren Kindern nicht den Eindruck vermitteln, dass Arbeit nur ein notwendiges Übel ist.

Geben Sie ihnen stattdessen lieber ein positives Beispiel. Machen Sie Ihren Kindern klar, dass Sie auch dann einen wichtigen Beitrag zum Wohlergehen der Familie leisten, wenn Sie nicht zu Hause sind. Erzählen Sie Ihnen von Ihrer Begeisterung für Ihre Arbeit und den Fähigkeiten, die Sie entwickelt haben, um beruflich vorwärtszukommen.

Und wenn Sie gerade besonders viel zu tun haben, erklären Sie den Kindern, dass sie bei Ihnen eigentlich immer an erster Stelle stehen und dass es auch für Sie schwer ist, wenn Sie ihnen nicht genügend Zeit widmen können.

Durch diese gemeinsame Traurigkeit entsteht ein Gefühl der Verbundenheit zwischen Ihnen und Ihren Kindern. Außerdem lernen sie dadurch, dass eine gelegentliche Abwesenheit Ihrer Liebe zu ihnen keinen Abbruch tut.

Wenn Sie jemanden, mit dem Sie schon seit einiger Zeit nicht mehr gesprochen haben, um einen Gefallen bitten möchten, ist die erste Kontaktaufnahme oft schwierig. In so einer Situation bricht man das Eis am besten durch eine E-Mail mit klarer Betreffzeile, zum Beispiel: "Erneute Kontaktaufnahme" oder "Will mich mal wieder melden".

Räumen Sie gleich in den ersten Sätzen Ihrer E-Mail ein, dass seit Ihrem letzten Kontakt schon einige Zeit verstrichen ist, und bringen Sie Ihren Ansprechpartner kurz auf den neuesten Stand Ihrer beruflichen Aktivitäten. Damit liefern Sie ihm gleichzeitig ein paar wichtige Hintergrundinformationen für Ihr Anliegen.

Anschließend teilen Sie ihm mit, welche Hilfeleistung Sie von ihm brauchen - und zwar in freundlichen Worten, die Ihr Vertrauen darauf widerspiegeln, dass er Ihnen diese Bitte nicht abschlagen wird. Trotzdem sollten Sie ihm einen einfachen Weg offenhalten, sie abzulehnen, und auch eine Gegenleistung dafür anbieten: "Ich bin sicher, dass Sie viel zu tun haben, und danke Ihnen im Voraus dafür, dass Sie mein Anliegen überdenken. Falls ich - jetzt oder in Zukunft - etwas für Sie tun kann, lassen Sie es mich bitte wissen."

Bleiben Sie von da an regelmäßig mit Ihrem Gesprächspartner in Kontakt, damit es beim nächsten Mal nicht mehr so peinlich ist, sich an ihn zu wenden.

Wenn Sie die einzige Frau im Büro sind, fällt es Ihnen vielleicht schwer, die engen Beziehungen aufzubauen, die Sie brauchen, um beruflich vorwärtszukommen. Suchen Sie nach einfachen Möglichkeiten zu einer Kontaktaufnahme.

Kommen Sie jeden Morgen zehn Minuten früher ins Büro und begeben Sie sich auf einen kleinen Rundgang, um festzustellen, wer schon da ist. Nutzen Sie die 30 Sekunden im Fahrstuhl, um interessante Neuigkeiten mit einem Kollegen auszutauschen, oder finden Sie einen anderen Zeitpunkt dafür.

Erscheinen Sie fünf Minuten zu früh bei Besprechungen und unterhalten Sie sich mit jemandem, den Sie noch nicht kennen (statt sich hinter Ihrem Smartphone zu verschanzen). Falls einer Ihrer Kollegen den gleichen Heimweg hat wie Sie, gehen Sie gemeinsam mit ihm zum Bahnhof.

Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz präsent und innerlich offen sind, können Sie mehr wichtige Kontakte knüpfen. Aber zwingen Sie sich nicht dazu, irgendwelchen Hobbys oder Aktivitäten nachzugehen, nur weil Ihre männlichen Kollegen sich dafür begeistern.

Wenn Sie sich für Golf nicht erwärmen können, sollten Sie auch nicht so tun, als ob. Überlegen Sie, welche Aktivitäten Ihnen Freude bereiten könnten, und laden Sie ein paar Kollegen zum Mitmachen ein.

Manchmal ist man so versessen auf einen Job, dass man alles tun würde, um ihn zu bekommen. Lohnt es sich dafür auch, eine Probearbeit zu erledigen, bei der man seine Fähigkeiten unter Beweis stellen soll? Wenn diese Arbeit Sie nicht mehr als zwei Stunden kostet, ist das durchaus ein faires Ansinnen. (Alles, was über diesen Zeitrahmen hinausgeht, ist unbezahlte Beratungstätigkeit.)

Aber denken Sie daran, dem Personalmanager mitzuteilen, wie lange Sie dafür gebraucht haben, damit er Ihre Arbeit mit der Leistung anderer Bewerber vergleichen kann.

Bei Probearbeiten, die eine größere Zeitinvestition erfordern, könnten Sie versuchen, ein Stundenhonorar auszuhandeln, und die Aufgabe als freier Mitarbeiter erledigen. Wenn Sie Ihrem Ansprechpartner klarmachen, wie sehr Sie sich über diese Chance freuen, dem Unternehmen zu helfen, wird er sich vielleicht von dieser Vorgehensweise überzeugen lassen.

Denken Sie auch daran, dass solche Probearbeiten eine ausgezeichnete Methode sind, etwas über das Unternehmen zu erfahren. Wenn Ihnen die Arbeit (oder die Art und Weise, in der Sie darum gebeten werden) nicht gefällt, so ist das für Sie ebenfalls eine sehr wertvolle Information.

"Bin ich tatsächlich für das richtige Unternehmen tätig? Ist das der passende Job für mich? Soll das wirklich schon alles gewesen sein?" Solche Fragen stellt sich jeder Mensch ab und zu. Sie deuten auf eine gewisse Unzufriedenheit mit der beruflichen Karriere hin. Eine Hauptursache dafür ist Langeweile, vor allem für Menschen in der Mitte ihrer Karriere, an deren Arbeit sich schon seit Jahren nichts mehr verändert hat.

Sie müssen sich nicht unbedingt eine neuen Job suchen, um diese Flaute zu überwinden. Versuchen Sie lieber kleine Veränderungen an Ihrer jetzigen Tätigkeit vorzunehmen.

Suchen Sie sich ein spannendes Projekt, in das Sie sich voller Begeisterung stürzen können, oder treten Sie in ein unternehmensinternes Komitee oder Team ein, das neue Anforderungen an Sie stellt.

Sie können auch versuchen, etwas Abwechslung in Ihren Arbeitsalltag zu bringen, indem Sie um eine andere Arbeitszeiteinteilung bitten oder in ein anderes Büro ziehen. Schon kleine Veränderungen können sich sehr positiv auf Ihre Arbeitseinstellung auswirken.

Außerdem ist es wichtig, einen Sinn in Ihrer beruflichen Tätigkeit zu finden. Versuchen Sie die Menschen, die von Ihrer Tätigkeit profitieren, persönlich kennenzulernen - unabhängig davon, ob das nun Kunden, Klienten oder Kollegen sind. Die positiven Auswirkungen Ihrer Tätigkeit zu sehen, kann ungeheuer motivierend wirken.




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