Wie findet man die erste deutsche Astronautin?

HBM Sonderheft 1/2018

Im Grun­de mit ei­nem re­la­tiv nor­ma­len Re­crui­ting­pro­zess: Stel­len­aus­schrei­bung, Be­wer­bun­gen sich­ten, Ge­sprä­che füh­ren. Nur dass das Ver­fah­ren deut­lich auf­wen­di­ger war als bei ei­ner nor­ma­len Stel­len­aus­schrei­bung. Im­mer­hin geht es dar­um, 2020 die ers­te deut­sche Astro­nau­tin zur In­ter­na­tio­na­len Raum­sta­ti­on ISS zu schi­cken. Deutsch­land ist die Na­ti­on mit den meis­ten Astro­nau­ten eu­ro­pa­weit. Elf deut­sche Män­ner wa­ren schon im Weltall, aber noch kei­ne Frau. Das möch­te ich än­dern.
Als CEO von HE Space Ope­ra­ti­ons, ei­nem Per­so­nal­dienst­leis­ter für die Luft- und Raum­fahrt­bran­che, su­che ich stän­dig nach ta­len­tier­ten Frau­en in Tech­nik­be­ru­fen. Des­halb habe ich 2016 das Pro­jekt „Die Astro­nau­tin“ ins Le­ben ge­ru­fen. Na­tür­lich hät­ten wir auch war­ten kön­nen, bis die Eu­ro­päi­sche Welt­rau­m­or­ga­ni­sa­ti­on ESA mal wie­der Nach­wuchs für das Eu­ro­päi­sche Astro­nau­ten­korps sucht. Aber dort hieß es nur, man wis­se nicht, wann es wie­der eine Aus­schrei­bung gebe. Und bei der letz­ten Aus­wahl­run­de 2009 blieb der Frau­en­an­teil ein­fach dem Zu­fall über­las­sen. So kam ne­ben sechs Män­nern nur eine Frau ins Astro­nauten­team, die Ita­li­e­ne­rin Sa­man­t­ha Cri­sto­fo­ret­ti, die 2014/15 auf der ISS war.
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