Auf zu neuen Ufern

MANAGEMENTFORSCHUNG:

HBM Sonderheft 1/2016

Schon im­mer ha­ben sich Men­schen auf den Weg ge­macht, wenn es die Ver­hält­nis­se er­for­der­ten. Auch in der Wirt­schafts­welt er­le­ben wir mo­men­tan eine Wan­de­rungs­be­we­gung, die vie­le Or­ga­ni­sa­tio­nen auf un­be­kann­tes Ter­rain zwingt. Weil wir ver­ste­hen woll­ten, wa­rum es zu die­sen Um­wäl­zun­gen kommt und wo und wie es Un­ter­neh­men bes­ser und schnel­ler ge­lin­gen kann, Fuß zu fas­sen, ha­ben wir uns auf die Rei­se ge­macht und Men­schen ge­sucht, die sich mit der Fra­ge be­schäf­ti­gen, wie die Zu­kunft von Or­ga­ni­sa­tio­nen aus­se­hen kann. Auf die­sen Sei­ten wol­len wir Ih­nen nun das Er­geb­nis die­ser Re­cher­che prä­sen­tie­ren: „Next­land“, eine Land­kar­te, auf der die Na­men von Städ­ten, Ber­gen und Ge­wäs­sern von uns durch Be­grif­fe aus dem Ma­na­ge­ment­kos­mos er­setzt wur­den (sie­he „Eine Land­kar­te des Ma­na­ge­ments“/93). Was auch im­mer ein Un­ter­neh­men dazu be­wegt, Neu­land be­tre­ten zu wol­len: Wir hof­fen, dass un­se­re Skiz­ze da­bei hilft, bes­ser zu na­vi­gie­ren.

NOW­LAND
Links un­ten auf der Kar­te fin­det sich der nörd­li­che Rand ei­nes rie­si­gen Kon­ti­n­ents, den wir als „Now­land“ be­zeich­net ha­ben. Hier liegt die Wie­ge un­se­rer bis­he­ri­gen Form der Or­ga­ni­sa­ti­on. Der Land­strich wur­de von den al­ten, macht­vol­len Pa­ra­dig­men der Ef­fi­zi­enz, Stan­dar­di­sie­rung, Plan­bar­keit und Kon­trol­le ge­prägt, die hier in den ver­gan­ge­nen knapp hun­dert Jah­ren für eine nie da­ge­we­se­ne Fort­schritts- und Wachs­tum­s­ent­wick­lung ge­sorgt ha­ben. Zu den ers­ten Be­sied­lern von Now­land zähl­ten Men­schen wie der po­li­ti­sche Öko­nom Charles Bab­ba­ge (der als Ers­ter die Auf­tei­lung von Ar­beitspro­zes­sen in Teil­pro­zes­se mit un­ter­schied­li­chem An­spruchs­ni­veau ins Spiel brach­te, um Pro­duk­ti­ons­kos­ten zu sen­ken), der US-In­dus­tri­el­le Hen­ry Ford (der die Fließ­band­fer­ti­gung er­fand), der Ar­beits­wis­sen­schaft­ler Fre­de­rick Tay­lor (der mit sei­nem An­satz des Scien­ti­fic Ma­na­ge­ments den Tay­lo­ris­mus be­grün­de­te) und der fran­zö­si­sche Ge­lehr­te Hen­ri Fa­yol (der als ei­ner der Ers­ten die Rol­le und Auf­ga­be von Füh­rungs­kräf­ten ana­ly­sier­te). Das Er­folgs­prin­zip der Un­ter­neh­men, die hier lan­ge Zeit mit sta­bi­len Wachs­tums­ra­ten wirt­schaf­te­ten, fußt auf der Tren­nung von Hirn und Hand, von der Aus­füh­rung und Pla­nung bis zur Zer­le­gung der Ar­beit in klei­ne, mess­ba­re und be­re­chen­ba­re Schrit­te für die Out­put-Sta­tis­tik, die es zu op­ti­mie­ren gilt. Mit die­sem Ef­fi­zi­enz­den­ken ha­ben Un­ter­neh­men, wie wir sie heu­te ken­nen, ih­ren glo­ba­len Sie­ges­zug an­ge­tre­ten und welt­um­span­nen­de Netz­wer­ke auf­ge­baut.
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