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11.07.2012

Selbstmanagement

Mehr Glück im Job

Von Paul B. Brown, Charles F. Kiefer und Leonard A. Schlesinger

Macht Ihnen Ihre Arbeit noch genau solche Freude wie zu Beginn? Oder hat sich der Alltagstrott eingeschlichen und Ihre Motivation schwindet? Tun Sie etwas dagegen - Strategien für mehr Glück im Job.

Es ist ein schöner Gedanke: Sie gehen morgens mit genau der selben Freude und Spannung ins Büro, wie Sie das an Ihrem ersten Arbeitstag getan haben.

Glück: Einfach mal ein schönes Hobby ausüben

Glück: Einfach mal ein schönes Hobby ausüben

© Corbis
Doch die Arbeit wächst Ihnen über den Kopf, weil Ihr Unternehmen zögert, neue Mitarbeiter einzustellen. Oder aber Ihr neuer Vorgesetzter entpuppt sich als wenig brillanter Kopf, der Ihnen zunehmend auf die Nerven geht. Oder es ist einfach so, dass Sie Ihre Arbeit schon eine ganze Weile machen und sie fühlen nun … sich nicht unbedingt nahe eines Burnouts, aber empfinden eine gewisse Überdrüssigkeit.

Was also sollten Sie tun?

  • Sich selbst einzureden, das Alltägliche spannender zu finden, wird nicht funktionieren (das tut es nie).
  • Innerlich abschalten und sich einfach durch den Alltag treiben lassen, ist keine Option. (Sie würden schneller ersetzt werden, als Sie glauben - vielleicht nicht von einem besseren, aber von jemandem mit mehr Enthusiasmus.)
  • Einen anderen Job zu suchen, könnte funktionieren. Bedenken Sie aber: Wirklich attraktive Jobs sind knapp, und es könnte länger dauern, bis Sie ein gutes Angebot erhalten.

Versuchen Sie lieber etwas anderes. Machen Sie etwas Neues. Präziser: Machen Sie etwas Neues außerhalb Ihrer Arbeit.

Das könnte eine neue Firma sein - oder zumindest etwas, was zu Ihrem eigenen Start-Up führen könnte. Es könnte auch etwas Künstlerisches sein: Ein Buch schreiben, Musik komponieren oder ehrenamtliches Engagement - zum Beispiel könnten Sie sich Gedanken machen über ein neues Bildungsprojekt für Schüler. Es könnte etwas sein, was Sie schon immer machen wollten - endlich Klavierspielen lernen, oder eine neue Sprache. Etwas, was nicht unmittelbar mehr Einkommen verspricht. Sondern, was Sie einfach Sie purem Vergnügen wollen.

Es spielt keine Rolle, was es ist. Es geht darum, anzufangen. Einen ersten, kleinen Schritt dahin zu machen, wohin Sie wollen. Sie müssen sich auch nicht dazu verpflichten, diese Idee bis zum Ende durchzuziehen. Das wäre nicht sehr klug - schließlich wissen Sie einfach noch gar nicht, ob dieses Neue wirklich etwas ist, was Sie dauerhaft mögen werden.

Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, anzufangen - und zwar zu möglichst geringen Kosten (sei es auf die Zeit bezogen oder auf andere Ressourcen). Und wie bei allen Wagnissen gilt die Devise: Setzen Sie nicht mehr Energie ein, als sie erübrigen können.

Wenn Sie einmal diesen ersten Schritt gemacht haben, der wenige Ressourcen erfordert, machen Sie eine Pause und überlegen Sie, was Sie an Neuem gelernt haben. Wenn Sie dann zufrieden mit dem Erreichten sind, machen Sie einen weiteren Schritt auf Ihr selbst gestecktes Ziel zu. Nach einer Weile sollten Sie wieder pausieren und Ihren Fortschritt überprüfen. Wenn es sich richtig anfühlt, machen Sie weiter.

Wie wird diese Strategie dazu beitragen, Sie zufriedener im Job zu machen?

Blättern: Teil 1 / 2

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