Von Ron Ashkenas
2. Teil: Was Sie von Twitter und Youtube lernen können
1. Wenn Sie eine Präsentation vorbereiten, arbeiten Sie gegenchronologisch: Fangen Sie mit dem Fazit oder der Botschaft an, die Sie vermitteln wollen. Stellen Sie sich dann vor, dass Sie diese Botschaft via Twitter vermitteln müssen, statt auf Folien, Charts, in Dokumenten oder in Diskussionen. Zwingen Sie sich dazu, Ihre wichtigsten Punkte in nicht mehr als 140 Zeichen zu formulieren. Aufbauend auf diesen Kernthesen überlegen Sie , welche anderen Informationen Sie als Ergänzung und zur Unterstützung brauchen.
2. Üben Sie Ihren Vortrag ohne Präsentations-Folien oder anderes zusätzliches Material - und setzen Sie sich ein Zeitlimit von sechs Minuten. Stellen Sie sich vor, dass Millionen Menschen Ihre Rede auf Youtube sehen. Auf diese Weise (und besonders, wenn Sie einen Freund dazu bringen, Sie tatsächlich bei Ihrer Rede zu filmen) zwingen Sie sich, sich sehr klar darüber zu werden, was Sie sagen wollen und wie Sie überzeugend und mitreißend formulieren.
Es ist nicht leicht, weniger zu sagen und mehr Inhalt zu transportieren. Aber wenn Sie sich diese Fähigkeit aneignen, werden Sie eine größere Wirkung bei Ihrem Publikum und in Ihrem Unternehmen erzielen.
Was sind Ihre Vorschläge, um zu lernen, sich kürzer zu fassen? Alle Kommentare und Vorschläge sind willkommen - am besten auf weniger als 140 Zeichen! Diskutieren Sie mit!
Es gibt zwei seit Jahren verschiedene Präsentationen und damit verbundene Stile: Präsentationen, die einen Bericht ersetzen, und jene, die zur Unterstützung eines Vortrags dienen. Die erste Kategorie ist eine Unsitte, die vor Jahren Einzug gehalten hat. Da werden Analysen, Arbeitsergebnisse etc. in Präsentationen gepackt, die an für sich in Essays oder Artikel gehören. An sich kann diese Präsentation nur ausgedruckt oder am Bildschirm verwendet werden. [...] mehr...
Der Autor macht leider keinen Unterschied zwischen DATEN und INFORMATIONEN! Wir ersaufen allgemein in DATEN wenn wir kein Ziel haben. Wir >eiern< herum, weil wir dann keine konsequenten Kriterien und Argumente entwickeln. Das Problem liegt in der unzureichenden bis fehlenden UNTERNEHMENS- und MITARBEITERFÜHRUNG. Das gilt insbesondere für die gegenwärtige Politik. Was fehlt sind präzise (smarte) Zielformulierungen. Eigentlich ein alter Hut! Eine [...] mehr...
Richtig, beim ersten Eindruck ist von zwei bis drei Sekunden die Rede. Versuchen Sie mal, in zwei Sekunden eine Kernbotschaft zu formulieren, die sinnvoll ist und zum Thema passt. Ich glaube, mit 30 Sekunden ist man gut bedient. Unterdessen ergibt sich der erste Eindruck nicht nur aus der Aussage, die dabei den geringsten Anteil hat. Körpersprache und Stimme sind entscheidender als die Inhalte, wenn es darum geht, zu überzeugen. Kurze und eindeutige Sätze [...] mehr...
Vielen Dank fuer Ihren Beitrag. Ich denke, dass die im Text genannten 30 Sekunden viel zu lange sind. Der erste Eindruck wird eigentlich schon nach 2 Sekunden gebildet. Wie funktioniert es denn meiner Meinung nach ? Man hat 5 bis 7 Sekunden Zeit, um die naechsten 30 Sekunden Aufmerksamkeit zu "verdienen". Das gilt auch fuer Kunden, die sich Ihre Internet-Seite als Unternehmen ansehen. Taeglich erhalten wir 3000 bis 4000 Nachrichten, der [...] mehr...
Plenum: richtig, Danke Vortragender: schwierig Gegenchronologischer Ansatz ist insofern überflüssig, wenn die Schluss/-Kernthese fundiert steht. ----- Das sind meine 142 Zeichen. Hier sieht man, dass dabei (teils über Gebühr) verkürzt und Missdeutung riskiert wird. Mir ist schon bewusst, dass dabei die Twitterlänge nur als Idee zu verstehen ist. Der Autor selbst weisst auf die unzureichende Informationslage hin, die das täglich Brot von [...] mehr...