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18.05.2012

Social Media

Drei Gründe gegen Facebook

2. Teil: Warum das Werbewachstum nicht sicher ist

Auf der einen Seite ist das ein überwindbares Problem. Aber es versetzt das Unternehmen in eine ganz andere Position als die, in der sich Google im Jahr 2004 befand - das Unternehmen, mit dem Facebook am häufigsten verglichen wird. Als Google 2004 an die Börse ging, hatte das Werbegeschäft des Unternehmens Rückenwind: Die Nutzung des Internets lag in den USA nur bei rund 68 Prozent der Bevölkerung (vom Rest der Welt einmal ganz abgesehen). Auch die Nutzung pro User hatte noch großes Potenzial und stieg. Googles Umsatzwachstum war absehbar. Facebooks Fähigkeit, starkes Werbewachstum zu erreichen, ist auf der anderen Seite viel weniger sicher.

Zur Person

Maxwell Wessel ist Mitglied des "Forum for Growth and Innovation", einem Think Tank der Harvard Business School, der sich mit Theorien zu disruptiver Innovation auseinandersetzt. Folgen Sie ihm bei Twitter auf @maxwellelliot.

2. Der wahre Wert des "Open Graph" liegt außerhalb von Facebooks eingezäuntem Bereich.

Die meisten Leute realisieren nicht, wie fundamental wichtig Facebook heute für das gesamte Internet ist. Facebooks Beitrag für die meisten populären Seiten ist viel größer als der "Mit Facebook anmelden"-Button, den Sie auf Login-Seiten sehen können. Unternehmen, die die Facebook-Programmierschnittstelle nutzen, erhalten Zugang zu den Informationen des sozialen Netzwerks. Webentwickler können Empfehlungsroutinen personalisieren, die Nutzern erlauben, die letzten Käufe ihrer Freunde zu sehen. Die Entwickler können auch auf demographische Daten zurückgreifen aus dem Facebook-Netzwerk.

In den letzten Jahren habe ich einige Internet-Produkt-Manager gut kennengelernt. Jeder von ihnen bestätigt: Facebooks Beitrag ist extrem nützlich, um Webseiten zu bauen. Sie sind davon überzeugt, dass die Programmierschnittstelle den Usern nutzt und die Produkt-Entwicklung sowohl schneller als auch einfacher macht. Der Zugang zu Facebooks Schnittstelle ist also sehr nützlich. Aber viel von diesem Nutzen liegt außerhalb von Facebooks eingezäuntem Bereich, nämlich Facebook.com. Das Geschäft, die Verbreitung von Seiten wie "Kickstarter" oder "Washington Post" zu vergrößern, wird vermutlich keinen enormen Cash-Flow generieren, obwohl es extrem wichtig ist. Denn es ist schwierig, Facebooks genauen Einfluss auf externe Seiten zu quantifizieren.

Und noch schlimmer: Facebooks Anstrengungen, Transaktionen in den eingezäunten Bereich der eigenen Seite zu bringen - zum Beispiel durch Onlineshops innerhalb von Facebook - scheint bei den großen E-Commerce-Playern immer weniger anzukommen. Denn sie realisieren, dass es mit hohen Kosten und vergleichsweise niedrigen Umsätzen auf Facebook verbunden ist.

Blättern: Teil 2 / 3

FORUM

insgesamt 2 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
25.05.2012 von Unregistriert:

Jeder Facebook-Nutzer ist in der Lage dem sozialen Netz den Garaus zu machen. Entweder durch Austreten oder generellem Nichtnutzen. Wer aber Facebook nutzt, kann in den Einstellungen der Nutzung von Werbeanzeigen mit einem Mausklick widersprechen. Somit dürfte das Geschäftsgebahren vom Herrn Zuckerberg endlich sein. Facebook kann nur mit dem Verkauf von Produkten überleben, denn es ist keine karitative Einrichtung. mehr...

22.05.2012 von Hornet: Werbewirkung oder Werbeerfolg

Was bei der ganzen Diskussion um Facebook, seinen Börsengang und die neuen "sozialen" Werbeformate zu kurz kommt, ist, meines Erachtens, die verschiedenen Zielstellungen, die mit einer Werbung auf Facebook verbunden sind. So werden als Stellvertreter für die Befürworter und Gegener von Werbung bei Facebook, GM und Ben&Jerrys aufgeführt. Während GM die Erlöse aus der Werbung als zu gering für ein weiteres Engagement ansah, beurteilt dies [...] mehr...

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