Von Umair Haque
Wenn ich das vergangene Jahr mit etwas Abstand betrachte, komme ich zum Ergebnis: Es war zugleich das beste und schlimmste Jahr meines Lebens. Ich habe mein erstes Buch veröffentlicht und mein zweites vollendet. Und ich habe es (zu meiner eigenen Überraschung) auf die "Thinkers 50"-Liste geschafft, einer Rangliste der einflussreichsten Managementvordenker. Aber: Ich habe innerhalb eines Monats zwei der Menschen verloren, die ich am meisten geliebt habe. Das ist es wohl, was die menschliche Existenz ausmacht - ein stetes Auf und Ab von Freude, Leid, Erfolg und Trauer.
Aber ich wollte noch stärker auf die Mikroebene, noch unmittelbarer zum Kern der Frage vorstoßen: Wie kann jeder Einzelne von uns eine vollkommenere, wahrere Person werden, sofort, hier und jetzt? In einer Zeit, da der Wohlstand, den wir lange für selbstverständlich hielten, in vielen Bereichen zu bröckeln scheint, und die Misere der Gegenwart eine Reaktion erzeugt, die irgendwo zwischen Scham, Verzweiflung und Wut liegt. Die großen Herausforderungen unserer Zeit bestehen darin, die Wirtschaft, die Politik und die Gesellschaft neu zu bauen.
Ich suche seit dem Beginn unserer Finanzkrise und den inzwischen immer weiter um sich greifenden, und scheinbar nicht mehr kontrollierbaren Krisen auch in der Gesundheit und der Umwelt danach, wie eine Gesellschaft gestaltet werden kann, die uns alle einen großes Maß an Erfüllung bringen kann. Ich habe vieles gelesen, auch viel auf meinem Blog diskutiert, und die Mosaiksteinchen fügten sich. Und vor ein paar Stunden habe ich einen Vortrag angeschaut, der [...] mehr...
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