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Text minus plus
15.02.2012

Selbstmanagement

Neun Schritte zum Erfolg

Von Heidi Grant Halvorson

Warum schaffen manche Menschen mehr, warum sind sie produktiver und verdienen mehr Geld? Weil sie bestimmte Dinge anders machen. Diese Verhaltensweisen sind nicht angeboren, sondern für jeden erlernbar. Eine Anleitung.

Warum haben Sie manche Ziele, die Sie sich gesetzt haben, erreicht - andere aber nicht? Wenn Sie nicht sicher sind, woran es gelegen hat, macht das nichts. So wie Ihnen geht es vielen. Auch brillante, gut ausgebildete Menschen verstehen häufig nicht, warum sie Erfolg haben oder scheitern. Die intuitive Antwort - dass Sie mit bestimmten Anlagen auf die Welt kommen, mit gewissen Talenten und eben auch Defiziten - ist nur ein kleines Stück der Wahrheit. Tatsächlich zeigt die Forschung, dass erfolgreiche Menschen ihre Ziele erreichen, weil sie bestimmte Dinge tun - nicht weil sie spezielle Menschen sind.

Manche Menschen sind produktiver und haben mehr Erfolg als andere. Die dazu notwendigen Techniken sind erlernbar.

Manche Menschen sind produktiver und haben mehr Erfolg als andere. Die dazu notwendigen Techniken sind erlernbar.

© Corbis

1. Seien Sie konkret. Wenn Sie sich selbst ein Ziel setzen, bringen Sie die Dinge so genau wie möglich auf den Punkt. "Zwei Kilo abnehmen" ist ein viel besser als "etwas an Gewicht verlieren": Sie haben so eine klare Vorstellung, wie Erfolg aussieht. Genau zu wissen, was Sie erreichen wollen, hält Sie bei der Stange, bis Sie Ihr Ziel erreicht haben. Denken Sie auch an konkrete Maßnahmen, die Sie zum Ziel bringen. Sich selbst zu versprechen, "weniger zu essen" oder "mehr zu schlafen" ist viel zu vage - seien Sie klar und exakt. "Ich werde unter der Woche spätestens um 22 Uhr im Bett sein" lässt keinen Raum für Interpretation darüber, was Sie tun müssen und ob Sie Ihr Ziel tatsächlich erreicht haben.

2. Nutzen Sie jede Gelegenheit. Da die meisten von uns sehr beschäftigt sind und an mehreren Zielen gleichzeitig arbeiten, verpassen wir routinemäßig Chancen, an einem Ziel konkret zu arbeiten - ganz einfach weil wir die Gelegenheit nicht wahrnehmen. Haben Sie wirklich heute keine Zeit für Ihr Training? Keine Chance heute, diesen Rückruf zu tätigen? Ihr Ziel zu erreichen, heißt genau diese Chance am Schopf zu packen, bevor es zu spät ist.

Um den Moment zu nutzen, sollten Sie im Voraus entscheiden, wann und wo Sie was in Angriff nehmen wollen. Und wieder: Seien Sie so exakt wie nur möglich (zum Beispiel: "An jedem Montag, Mittwoch oder Freitag werde ich vor der Arbeit 30 Minuten Sport machen"). Studien zeigen, dass diese Art der Planung Ihrem Gehirn hilft, die Gelegenheiten zu erkennen und zu nutzen, wenn sie kommen. Das verdreifacht ihre Chancen auf Erfolg.

3. Überprüfen Sie sich selbst. Ein Ziel zu erreichen setzt voraus, Ihre Fortschritte ehrlich und kontinuierlich zu überwachen - wenn das nicht andere für Sie tun, machen Sie es selbst. Wenn Sie nicht genau wissen, wo Sie stehen, können Sie auch nicht Ihr Verhalten oder Ihre Strategien an die Situation anpassen. Überprüfen Sie regelmäßig, wie Sie vorankommen - wöchentlich oder sogar täglich, abhängig vom Ziel.


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insgesamt 4 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
04.01.2013 von Alexander S.: Die Aufklärung war umsonst

sehr geehrte Frau Unregistriert, immer wenn ich Kommentare wie die Ihren höre, frage ich mich, wer der Herr über meinen Körper, meinen Geist und mein Leben ist? Ich, Es, die Umwelt. Ich kann ihre Kritik an der Autorin nicht verstehen, das was sie sagt hat meine Großmutter auch schon gesagt, sie hat es nur etwas unfeiner ausgedrückt: Wenn man was machen will, muss man seinen Arsch hochbekommen. "Von nichts kommt nichts.", "Was du heute [...] mehr...

15.03.2012 von Unregistriert:

Danke, das ist eine sinnvolle Ergänzung zu meinem Kommentar. Sie arbeiten genau den wesentlichen Punkt heraus: "...im Rahmen der Möglichkeiten eines Menschen..." Dieser Rahmen wird nach meiner Erfahrung von Motivationstrainern nicht vernünfitg evaluiert und dann besteht die Gefahr, dass die Kunden sich nachher noch schlechter fühlen. Und wichtig ist auch, sich klar zu machen, dass immer eine Unschärfe bleibt, wenn man den Rahmen der [...] mehr...

02.03.2012 von zerobrain: wer, wie, was

In einem gebe ich Ihnen vollkommen Recht: Es kommt nicht darauf an, WAS man tut. Das hat die Autorin auch gar nicht behauptet. Auch hat sie nicht gesagt, dass es egal wäre, WER man ist. Was sie ausführlich dargelegt hat, ist die Frage nach dem "WIE". Und egal WER man ist und WAS man tut: es gibt Erfolgskriterien für erfolgreiches Handeln und die finden sich im Verhalten, in den Ritualen, in den Denkmustern. Dem wiederspricht auch die [...] mehr...

01.03.2012 von Unregistriert: so nicht!

Als Psychologin sollte die Autorin darüber informiert sein, dass der aktuelle Sachstand bei der Hirnforschung eben gerade von einer relativen Beschränktheit des Willens ausgeht, der dem hier propagierten (und antiquierten) "anything goes" widerspricht. Es ist nicht richtig, dass es "nur "darauf ankommt, was man tut, sondern es kommt sicherlich zu einem nicht unerheblichen Anteil darauf an, wer man ist und dass nicht jeder alles [...] mehr...

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