Von Howard Schultz
Ich bin schon lange überzeugt: Beim Thema Innovation geht es nicht nur darum, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln; es geht auch darum, dass Manager die Beziehungen ihres Unternehmen grundlegend überdenken müssen. Dies ist in den vergangenen 20 Jahren besonders an zwei Entwicklungen deutlich geworden.
Zunächst einmal hat sich die Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gewandelt. Sie hat sich weiterentwickelt von einem paternalistischen, von Befehl und Kontrolle geprägten Verhältnis hin zu einem mehr kollaborativen Modell, das vor allem durch den Arbeitnehmer geprägt wird. Heute wissen fortschrittliche Arbeitgeber: Wenn sie wollen, dass großartige Leute Höchstleistung bringen, müssen sie sich engagieren und sich um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter kümmern. Das hängt von einer Vielzahl von Aspekten ab, die über das einfache Gehalt hinausgehen. Bei Starbucks in den USA ist dieser Wandel bei der Krankenversicherung und den Aktienoptionen erkennbar, die wir seit langem auch Teilzeitkräften anbieten.
In jüngster Zeit wandelt sich auch die Beziehung zwischen Unternehmen und Konsumenten. Die innovativsten Marken haben die Art und Weise, mit der sie mit Konsumenten interagieren, fundamental verändert: Sie haben traditionelles Marketing und Werbung mit Social- und Digital Media ergänzt. Die neuen Medien verändern die Natur des Dialogs mit den Kunden grundlegend - diese Erfahrungen hat Starbucks selbst gemacht mit seiner Facebook-Seite, seinen Aktivitäten bei Twitter und in den US-Läden mit dem Starbucks-Digital-Network.
Nun werden wir Zeuge einer dritten Innovation, die ebenfalls auf dem Wandel der Beziehungen beruht. Sie hat das Potential, nicht nur unsere Geschäfte zu verbessern, sondern auch die Rolle der Unternehmen und des gesamten marktwirtschaftlichen Systems in der Gesellschaft. Es ist an der Zeit zu überdenken, wie Unternehmen - private wie öffentliche - den Kommunen helfen können, in denen sie ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten.
Lesenswert und "nachdenkenswert" http://seneca-vision.de/klaus-peters/blog-klaus-peters-seneca-vision/item/3-die-positive-seite-der-gier.html mehr...