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25.01.2012

Verantwortung

Der neue Kapitalismus beginnt vor der Haustür

Von Howard Schultz

3. Teil: Innovative Wege gefragt

Erstens: Es ist unsere Vision, Kommunen, in denen wir aktiv sind, zu helfen, mit ihren eigenen Herausforderungen fertig zu werden. Daher arbeitet Starbucks eng mit gemeinschaftlich orientierten, so genannten "Change-Makern" zusammen - regionale Entscheider und gemeinnützige Organisationen, die sich darum kümmern, Probleme in ihrer Nachbarschaft zu lösen.

Ausgewählte Starbucks-Cafés in Problembezirken wie Harlem in New York City und Crenshaw in Los Angeles werden Möglichkeiten für Weiterbildung schaffen, Gastgeber für lokale Veranstaltungen sein und einen Teil ihres Gewinns für kommunale Belange in diesen und anderen Bereichen investieren. Im ersten Jahr wird Starbucks mindestens 100.000 US-Dollar an Organisationen spenden. Das wird im Gegenzug den Bezug unserer Cafés zum kommunalen Umfeld stärken.

Indem Starbucks auf existierende Programme von Organisationen und deren Systemen zur Erfolgskontrolle zurückgreift, um sich mit seiner jeweiligen Nachbarschaft zu verbinden, glauben wir, greifbarere, nachhaltigere Verbesserungen erreichen zu können. Andere Unternehmen, so hoffen wir, werden diesem Beispiel folgen und eigene Wege finden, lokale Entscheider zu unterstützen.

Eine zweite aktuelle Initiative basiert auf unserer Annahme, dass das Hauptproblem der amerikanischen Wirtschaft die hohe Arbeitslosigkeit ist. Ich habe ja bereits persönlich andere CEOs aufgefordert habe, in ihren eigenen Unternehmen mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Wir haben uns aber bei Starbucks auch selbst gefragt, wie wir die Kapazitäten des Unternehmens für einen guten Zweck nutzen können. Mit viel Brainstorming haben wir eine einzigartige Initiative entwickelt.

Unser Kerngedanke war dabei der folgende: Wir könnten die Menschen wieder zurück in Lohn und Brot bringen, wenn wir die Kreditklemme in vielen Regionen beseitigen würden. So könnten kleine Unternehmen leichter expandieren. Wir gründeten eine Partnerschaft mit "Opportunity Finance Network", einer national anerkannten Non-profit-Organisation, und gründeten einen Fonds für genau diesen Zweck: kleine Firmen mit Kredit zu versorgen, die in modernen Volkswirtschaften die Mehrheit aller neuen Jobs schaffen.

Die Starbucks-Stiftung wird den Fonds mit einem Startkapital von fünf Millionen US-Dollar ausstatten. Darüber hinaus wird jeder Kunde von Starbucks, der mindestens 5 US-Dollar für den Fonds spendet, ein limitiertes rot-weiß-blaues Armband mit dem Wort "Unteilbar" auf dem Verschluss erhalten. 100 Prozent dieses für einen nationalen Fonds gespendeten Geldes wird dazu verwendet werden, kleine Unternehmen mit Kredit zu versorgen.

Das Programm "Create Jobs for USA", hat am 1. November begonnen. Noch kann ich nicht sagen, wie erfolgreich es sein wird. Aber ich bin sehr stolz auf das Vorhaben und auch darauf, wie phantasievoll es die Art und Weise verändert, wie Starbucks mit Kommunen interagiert und diese unterstützt.

Das ist noch nicht alles. Diese beiden Initiativen legen nur den Grundstein für uns, künftig noch mehr zu erreichen.

Wie können Manager den Kapitalismus neu erfinden? Indem sie die Wege neu denken, wie sie mit Kommunen kooperieren.

Dabei sollten wir keine Zeit verlieren. Niemand von uns sollte auf Regierungen warten, die Jobs schaffen, das Gesundheitssystem verbessern und andere Arten der sozialen Sicherung stärken, die unsere Gesellschaften erwartet und benötigt.

Wenden Sie die Rezepte an, die Sie auf Ihren Märkten erfolgreich gemacht haben. Stecken Sie die selben Ressourcen und Kreativität in die Frage, wie Sie soziale Verantwortung in Ihrem Umfeld übernehmen können Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es ist eine schlichte Notwendigkeit. Lassen Sie uns an die Arbeit gehen.

Was halten Sie von Howard Schultz Idee? Wie sollten sich Unternehmen einbringen? Welche Verantwortung trägt die Wirtschaft, welche die Politik? Diskutieren Sie mit!


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