6. Teil: Andere beeinflussen
Andere beeinflussen
Liebe Leser, bevor Sie mit der Lektüre dieses brillanten "New York Times"-Bestsellers beginnen, empfehlen wir Ihnen, den Einband zu entfernen. Nehmen Sie ruhig eine Schere. Weg mit der Pappe! - so. Keine grünen Kugeln mehr, die Ihre Augen beleidigen. Auch der irreführende deutsche Titel "Die Kunst, alles zu verändern" (im Original: "Influencer") muss Sie nicht länger irritieren. Jetzt zählt nur noch der Text. Und der hat es in sich: Die fünf US-Autoren versprechen nicht weniger als die besten Strategien, um das Verhalten anderer Menschen zu beeinflussen. Das klingt etwas unheimlich, doch geht es ihnen darum, verkrustete Denkstrukturen aufzubrechen und scheinbar unlösbare gesellschaftliche wie unternehmerische Probleme anzugehen. Das tun sie in bewährter amerikanischer Manier mit zahlreichen Beispielen aus der Best-Practice-Forschung. Wir erfahren, wie entlassene Straftäter zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft werden, wie eine Aids-Katastrophe in Thailand abgewendet werden konnte oder wie die Mitarbeiter einer Klinik ihr Verhalten so änderten, dass Patienten sich bei ihnen wieder wohlfühlten. Das klingt intuitiv richtig und ist meist auch einfach umzusetzen. Wie Sie, liebe Leser, diese Ideen jedoch auf Ihr ganz persönliches Problem anwenden, müssen Sie leider selbst herausfinden.
Britta Domke