Von Tony Schwartz
Schon als Kind wollte ich etwas Kreatives tun, um mich von anderen zu unterscheiden. Ich glaubte auch, dass Kreativität etwas Magisches und zugleich durch die Gene bestimmt sei. Bereits mit acht Jahren probierte ich verschiedene Kunstgattungen aus, eine nach der anderen. Ich wollte wissen, ob ich eine besondere Begabung hatte.
Schließlich wurde ich Journalist. Viele Jahre lang erzählte ich die Geschichten anderer Leute. Ich war erfolgreich, aber ich fühlte mich nur selten wirklich kreativ.
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Als Betty Edwards das Selbstportrait sah, das ich am ersten Tag gemalt hatte, lächelte sie. Meine künstlerische Entwicklung sei irgendwo auf dem Niveau eines Sechsjährigen geblieben, sagte sie sanft. Und beeilte sich hinzuzufügen: Dies sei kein Beweis für fehlendes Talent, sondern für fehlende Übung.
Die linke Gehirnhälfte entwickelt Kategorien für Dinge, um ihre Komplexität zu verringern. Eine Nase ist beispielsweise wie die andere. Wenn wir eine Nase zeichnen sollen, greifen wir auf das Symbol zurück, das wir im Kopf für Nase haben und reproduzieren es.
Im Gegensatz dazu funktioniert die rechte Gehirnhälfte eher visuell als sprachlich. Sie erkennt mehr Details und Nuancen als die linke Gehirnhälfte. Sie taucht hinab in das, was tatsächlich dort ist, in all seinem Reichtum. Betty Edwards sagte uns: "Sobald Ihr gelernt habt, das zu tun, ist es ein Leichtes, zu malen, was Ihr seht."
Am fünften und letzten Tag des Kurses war ich in der Lage, ein Selbstportrait zu malen, das ohne Zweifel mich darstellte und überraschend realistisch war. Nach einigen Monaten Übung konnte ich mich selbst mit einer beachtlichen Kunstfertigkeit und sogar Ausdruckskraft darstellen. Ich hatte tatsächlich damit begonnen, eine völlig neue und nonverbale Sprache zu erlernen.
Aber was hatte das alles zu tun mit Kreativität? Eine ganze Menge.
Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren, seit geraumer Zeit wird intensiver denn je auf Kreativität in Unternehmen und vor allem in Führungspositionen hingewiesen. Zahlreiche Beiträge und Diskussionen über die signifikante Bedeutung der Kombination von analytischer Vorgehensweise und kreativen "Um"wegen. Allerdings ist es in der Praxis leider ganz anders als in den ganzen Berichten. In der Theorie wird dieses Thema oftmals befürwortet und [...] mehr...
Ich denke es gibt nicht nur ein Muster der Kreativität. Das hier ist sehr schön beschrieben und das kann ich bestätigen. Aber es gibt meiner Meinung nach noch viel mehr Muster der Wissensarbeit generell - wobei ich als Wissensarbeiter jemanden definiere, dessen Hauptaufgabe darin besteht Wissen zu sammeln, zu verarbeiten, zu produzieren und/oder zu verteilen. Ich habe intuitiv etwa 20 Muster der Wissensarbeit identifiziert, die ich in die Gruppen I - [...] mehr...