Von Karen Dillon
Ich vermisse Konferenzen. Niemand wundert sich darüber mehr als ich. Ich habe Tage erlebt, an denen ich von morgens bis abends in Meetings saß. An manchen Tagen habe ich mein E-Mail-Programm Outlook geöffnet und wollte mir angesichts der Agenda für den Tag am liebsten die Haare raufen. Ich musste von einer Sitzung zur anderen hetzen, da Outlook dummerweise jedem erlaubt, Konferenzen nahtlos aneinanderzureihen - ohne auch nur drei Minuten einzuplanen, um von einem Raum zum anderen zu gelangen. Ich war wirklich kein Freund von Konferenzen.
Braucht neue Routinen und andere Organisation: Arbeiten von Zuhause
Nachdem ich alle Informalitäten des Büroalltags lange Zeit wie selbstverständlich erlebt habe, verstehe ich jetzt, wie sehr sie die Kollegen miteinander verbindet. Wir verbringen die Pausen am Tag miteinander. Wir bedauern bei einem Stück Kuchen Dinge, die schief laufen. Wir erzählen uns Witze in den fünf Minuten vor Beginn einer Sitzung. Diese fünf Minuten gehören nicht zu den produktivsten Momenten des Tages, aber sie haben einen realen Wert für uns. Wir sind in allen informell verbrachten Minuten ein Team.
Auch für mich als Freiberuflerin hat jede Minute des Tages einen Wert. Aber auf eine andere Weise. Jede Stunde des Tages, in der ich arbeite, muss einem bestimmten Zweck dienen, sonst würde ich meine Zeit verschwenden. Jede Stunde, die ich nicht arbeite, muss auch einem bestimmten Zweck untergeordnet sein, sonst nutze ich meine Zeit nicht richtig. Ich muss ganz anders darüber nachdenken, wie ich arbeite.
Ich muss nach Möglichkeiten suchen, die informellen Minuten zwischendurch zu ersetzen, die mir Impulse für den Tag gegeben haben. Kollegen, mit denen ich maile, sind weit weg und das Warten auf eine Antwort ist auch nicht vergleichbar mit einem persönlichen Gespräch beim Bedienen des Kaffeeautomaten. Ich kann gut verstehen, wie sich Facebook zu einer Art Büro-Geplänkel für Menschen entwickelt hat, die physisch nicht zusammen sind. Ich schaue auf Facebook jetzt regelmäßig vorbei, um zu erfahren, wer was macht, und wer mir etwas Interessantes über einen Link zeigen will. Es ist jetzt für mich so eine Art virtuelle Kaffeeküche geworden.
Also habe ich meine eigenen Regeln für meine neue flexible Agenda erarbeitet:
Hallo, zunächst möchte ich sagen, dass der Artikel bei mir mehr oder weniger ins Schwarze getroffen hat. Ich bin selbst Freiberuflerin, war aber mittlerweile für etwa zwei Jahren in einer Firma tätig. Nach zwei Jahren habe ich mich mit großem Erleichtern vom Büroalltag in dieser Firma gelöst und bin heute absolut glücklich, wieder mein Freiberuflerdasein selbständig zu meistern. Ich bin froh, dass ich mein Arbeitstag so bestimmen kann, wie ich ihn [...] mehr...