Von Teresa M. Amabile und Steven J. Kramer
Die derzeitigen Turbulenzen an den Märkten haben jeden beunruhigt, manche sogar in Panik versetzt. Aber wie viele Krisen, bringt auch diese sowohl Risiken als auch Chancen für das mit sich, was sich in den Organisationen selbst abspielt.
Das Risiko
Führungskräfte konzentrieren sich immer stärker auf die Finanzen ihrer Unternehmen und kümmern sich immer weniger um das Befinden ihrer Mitarbeiter, also um jene Menschen, die ein Geschäft erfolgreich zum Abschluss bringen oder es scheitern lassen können. Gefahren von Außen lassen Menschen starr im Denken werden. Top-Manager haben die Tendenz, sich auf ihre kurzfristigen Zahlen zu fixieren. Die aktuelle Krise wird diese Tendenz wahrscheinlich noch verschärfen.
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Wenn niemand einschreitet, um die Hemmnisse für den Fortschritt zu beseitigen, kann aus dem negativen Kreislauf eine Todesspirale werden. Wir haben es in einigen von uns untersuchten Unternehmen beobachten können. So berichtete ein Produkt-Designer in seinem vertraulichen elektronischen Tagebuch: "Wir sind nicht mehr die Innovationsführer. Wir sind die Mitläufer." Mit einer schockierenden Geschwindigkeit entwickelte sich dieses einst führende Unternehmen seiner Branche zu einem gedemütigtem Übernahmekandidaten für einen kleineren Rivalen.
Unternehmen benötigen möglichst produktive und kreative Beschäftigte. Die Lösung für dieses Problem erfordert keine umfangreichen neuen Programme. Es sind lediglich überzeugende Führungskräfte auf allen Ebenen innerhalb der Organisation nötig, die ihre Untergebenen jeden Tag beim Erledigen der Arbeit unterstützen. Auch wenn die Fortschritte nur ganz winzig sind, bedeuten sie doch einen kleinen Sieg. Diese Anwendung des Fortschrittsprinzips ist der beste Weg, damit Mitarbeiter ihre Aufgaben engagiert erledigen und um ihre Kreativität, Produktivität und Kollegialität zu fördern. Schließlich sind es diese kleinen Siege, die zu den entscheidenden geschäftlichen Erfolgen führen.