Sechs Märchen über Ri­si­ko­ka­pi­tal­ge­ber

FINANZIERUNG:

HBM Juli 2013

Steve Jobs, Mark Zucker­berg, Ser­gey Brin: Sol­che Un­ter­neh­mer fei­ern wir für ihre Er­fol­ge. Oft spen­den wir den Wag­nis­ka­pi­tal­ge­bern, die ihre Start-ups un­ter­stütz­ten und spä­ter einen Teil des Ruhms ein­heims­ten, den glei­chen Bei­fall. Be­kann­te Ven­ture-Ca­pi­tal-Un­ter­neh­men wie Klei­ner Per­kins und Se­quo­ia brei­ten über ihre Fä­hig­keit, die er­folg­reichs­ten Jung­un­ter­neh­mer zu fin­den und zu fi­nan­zie­ren, gern den Man­tel des Ge­heim­nis­vol­len aus. „For­bes“ fasst die Bes­ten der Bran­che in der so­ge­nann­ten Mi­das-Lis­te zu­sam­men. Im­pli­zit be­schei­nigt ih­nen das US-Wirt­schafts­ma­ga­zin da­mit ein ma­gi­sches Händ­chen: Der sa­gen­haf­te Kö­nig Mi­das hat­te ja die Fä­hig­keit, al­les, was er an­fass­te, in Gold zu ver­wan­deln. Ven­ture Ca­pi­tal - das scheint eine span­nen­de Ge­schich­te zu sein, in der sich al­les um küh­ne In­ves­ti­tio­nen und Traum­ren­di­ten dreht.
Doch die Wirk­lich­keit sieht an­ders aus. Die wah­ren Zah­len jen­seits der An­ek­do­ten über Ap­p­le, Fa­ce­book und Goo­gle zei­gen, dass deut­lich mehr wag­nis­ka­pi­tal­fi­nan­zier­te Start-ups schei­tern als Er­folg ha­ben. Tat­säch­lich sind die Ka­pi­tal­ge­ber nicht ein­mal be­son­ders gut dar­in, Ren­di­ten zu er­zie­len. Seit mehr als ei­nem Jahr­zehnt wer­fen die Ak­ti­en­märk­te mehr ab als die meis­ten Ven­ture-Ca­pi­tal-Fir­men. Und seit 1999 ha­ben Fonds im Durch­schnitt kaum die Ge­winn­schwel­le über­schrit­ten.
Ohne Grün­der gäbe es die Bran­che gar nicht. Trotz­dem ha­ben Jung­un­ter­neh­mer im Um­gang mit Wag­nis­ka­pi­tal­ge­bern oft den Ein­druck, nicht auf Au­gen­hö­he zu ver­han­deln. Auf je­man­den, der ge­ra­de ein Un­ter­neh­men grün­det oder dar­über nach­denkt, kön­nen die My­then, die sich um die In­ves­to­ren ran­ken, mäch­tig Ein­druck ma­chen. Ei­ni­ge be­son­ders weit ver­brei­te­te Mär­chen wer­de ich in die­sem Bei­trag ent­zau­bern. Ich möch­te Grün­dern hel­fen, ein rea­lis­ti­sches Bild von der Bran­che und ih­ren An­ge­bo­ten zu ent­wi­ckeln.

MÄR­CHEN 1 Wag­nis­ka­pi­tal ist die wich­tigs­te Fi­nan­zie­rungs­quel­le für Start-ups
Ven­ture-Ca­pi­tal-Fi­nan­zie­rung ist in der Grün­der­sze­ne die Aus­nah­me, nicht die Re­gel. In der Ver­gan­gen­heit hat nur ein win­zi­ger An­teil der ame­ri­ka­ni­schen Un­ter­neh­men - we­ni­ger als ein Pro­zent - Un­ter­stüt­zung von Wag­nis­ka­pi­tal­ge­bern be­kom­men. Und die Bran­che schrumpft. Nach der Hoch­pha­se Ende der 90er Jah­re fiel die Zahl der ak­ti­ven Ven­ture-Ca­pi­tal-Fir­men zwi­schen 2001 und 2011 von 744 auf 526. Wäh­rend Ri­si­ko­ka­pi­tal­ge­ber nach An­ga­ben der Na­tio­nal Ven­ture Ca­pi­tal As­so­cia­ti­on (NVCA) im Jahr 2001 noch 39 Mil­li­ar­den Dol­lar in­ves­tier­ten, wa­ren es 2011 we­ni­ger als 19 Mil­li­ar­den Dol­lar.
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