Welche Strategie ist die richtige?

FALLSTUDIE:

HBM Mai 2013

Ste­pha­nie Ale­xis konn­te nicht aus ih­rem Auto aus­stei­gen. Sie wuss­te, sie wür­de zu spät zu dem Tref­fen mit ih­rem Board­mit­glied und Freund Rob Coo­ley kom­men, wenn sie noch län­ger im Wa­gen sit­zen blieb. Doch sie hat­te im­mer noch kei­ne Ah­nung, was sie ihm sa­gen soll­te - da­her ver­harr­te sie ein­fach re­gungs­los.
Rob Coo­ley hat­te Ale­xis in sein Büro in der In­nen­stadt von Van­cou­ver ge­be­ten, um über die Zu­kunft von Ale­xis Pro­ducts zu spre­chen. Ste­pha­nie Ale­xis hat­te die Fir­ma drei Jah­re zu­vor ge­grün­det und ein groß­ar­ti­ges Pro­dukt auf den Markt ge­bracht: den Brrrd, ein in­ter­ak­ti­ves Sprach­lern­werk­zeug mit künst­li­cher In­tel­li­genz. Der Brrrd sah auf den ers­ten Blick aus wie ein Stoff­tier - ein Plüsch­vo­gel aus ei­nem Zei­chentrick­film mit bu­schi­gen Au­gen­brau­en und al­ber­nen Au­gen. Er war al­ler­dings mit ei­nem Mi­kro­fon, ei­nem win­zi­gen Laut­spre­cher, ei­nem Kopf­hö­rer­an­schluss und ei­nem Com­pu­ter­chip aus­ge­stat­tet und ver­füg­te über aus­rei­chend Spra­cher­ken­nungs- und Spra­cher­zeu­gungs­tech­nik, um eine lo­cke­re und lus­ti­ge Kon­ver­sa­ti­on auf Man­da­rin zu füh­ren. Mit dem Brrrd konn­te man zwar kei­ne Gram­ma­tik, Vo­ka­beln oder chi­ne­si­sche Schrift­zei­chen ler­nen, aber auf lus­ti­ge und ef­fek­ti­ve Wei­se Grund­kennt­nis­se der chi­ne­si­schen Spra­che er­wer­ben, wie bei­spiels­wei­se Schlüs­sel­wör­ter und -sät­ze aus den Be­rei­chen Es­sen und Trin­ken, Trans­port, Klei­dung, Film, Mu­sik, Geld, Kör­per­pfle­ge und Wirt­schaft. Eine Zeit­lang war der Brrrd au­ßer­or­dent­lich be­liebt ge­we­sen, be­son­ders un­ter Stu­den­ten und Be­rufs­an­fän­gern, die vor ih­ren ers­ten Rei­sen nach Shang­hai oder Guangz­hou ver­such­ten, ein we­nig Man­da­rin zu ler­nen.
Die bes­te Zeit des Brrrd war je­doch vor­über. Das Me­dien­in­ter­es­se, das durch die Pro­dukt­neu­heit ge­weckt wor­den war, war er­lo­schen, und trotz schritt­wei­ser tech­ni­scher Ver­bes­se­run­gen san­ken die Ver­kaufs­zah­len. Um das Über­le­ben von Ale­xis Pro­ducts zu si­chern, muss­te Ste­pha­nie Ale­xis ein wei­te­res er­folg­rei­ches Pro­dukt her­aus­brin­gen - und zwar schnell. Oder sie muss­te eine ko­hä­ren­te Stra­te­gie ent­wi­ckeln, um sich auf dem Sprach­lern­markt als ernst­haf­ter Wett­be­wer­ber zu be­haup­ten. Rob Coo­ley hat­te sie zu sich be­stellt, weil das Un­ter­neh­men vor ei­ner schwie­ri­gen Ent­schei­dung stand. Coo­ley war ei­ner der wich­tigs­ten In­ves­to­ren und stand an der Spit­ze des Boards. Wenn sie sei­ne Un­ter­stüt­zung für eine neue Stra­te­gie ge­win­nen konn­te, wür­den die an­de­ren folgen. Doch wie soll­te die Zu­kunft des Un­ter­neh­mens aus­se­hen? Ihre Mit­ar­bei­ter und In­ves­to­ren zähl­ten dar­auf, dass sie die rich­ti­ge Ent­schei­dung traf.
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