So lernen Sie, Daten zu lieben

PROJEKTMANAGEMENT:

HBM März 2013

Viele Un­ter­neh­men be­mü­hen sich in­ten­siv, aus den großen Men­gen an Da­ten, die aus in­ter­nen wie ex­ter­nen Quel­len spru­deln, nütz­li­che Er­kennt­nis­se zu ge­win­nen. Dazu in­ves­tie­ren sie mas­siv in IT-Werk­zeu­ge und stel­len Da­ten­wis­sen­schaft­ler ein - doch die er­hoff­te Ren­di­te bleibt meist aus. Der Grund: Big-Data- und Ana­ly­tik­pro­jek­te wer­den wie je­des an­de­re IT-Pro­jekt be­han­delt, ob­wohl es in Wirk­lich­keit grund­le­gen­de Un­ter­schie­de gibt.
Nor­ma­ler­wei­se ach­ten die Ver­ant­wort­li­chen bei IT-Pro­jek­ten wie der Ein­füh­rung ei­nes ERP- oder CRM-Sys­tems dar­auf, bei der Ent­wick­lung und Ein­rich­tung zeit­lich, in­halt­lich und fi­nan­zi­ell im Plan zu blei­ben. In­for­ma­ti­ons­an­for­de­run­gen und Tech­no­lo­gie­s­pe­zi­fi­ka­tio­nen wer­den in der Pla­nungs­pha­se fest­ge­legt und die Pro­zes­se dar­auf ab­ge­stimmt. Un­ge­ach­tet der be­kann­ten Hor­ror­ge­schich­ten dar­über, kann die­ser An­satz gut funk­tio­nie­ren: Und zwar im­mer dann, wenn es dar­um geht, Ge­schäftspro­zes­se zu ver­bes­sern, und wenn der da­mit ein­her­ge­hen­de Wan­del in der Or­ga­ni­sa­ti­on ef­fek­tiv ge­steu­ert wird.
Trotz­dem sind auch der­ar­ti­ge Pro­jek­te für die Un­ter­neh­mens­füh­rung häu­fig eine Ent­täu­schung, selbst wenn sie hö­he­re Ef­fi­zi­enz, Kos­ten­sen­kun­gen und mehr Pro­duk­ti­vi­tät brin­gen. Denn die Sys­te­me wer­den in der Re­gel nicht so kon­se­quent ge­nutzt, wie es mög­lich wäre: Nach der plan­ge­treu­en Ein­füh­rung in­ter­es­siert sich nie­mand mehr da­für, wie die neu ent­ste­hen­den In­for­ma­tio­nen zu bes­se­ren Ent­schei­dun­gen oder noch tiefer ge­hen­den - und viel­leicht gänz­lich über­ra­schen­den - Er­kennt­nis­sen über wich­ti­ge Un­ter­neh­mens­fra­gen füh­ren könn­ten.
Eine Ver­si­che­rung, die ein IT-Sys­tem ein­rich­tet, um Scha­dens­fäl­le au­to­ma­tisch be­ar­bei­ten zu las­sen, könn­te zum Bei­spiel auf die­se Wei­se die Pro­duk­ti­vi­tät deut­lich er­hö­hen. Ein sol­ches Sys­tem kann aber auch In­for­ma­tio­nen für Ein­satz­be­rei­che her­vor­brin­gen, die vor­her nie­mand ein­ge­plant oder auch nur erahnt hät­te. Mit den neu­en Da­ten könn­te das Un­ter­neh­men zum Bei­spiel Mo­del­le ent­wi­ckeln, die an­zei­gen, wie hoch die Wahr­schein­lich­keit für einen Be­trugs­ver­such ist. Eben­so könn­te die Ver­si­che­rung Da­ten über Tem­po, Kur­ven­ver­hal­ten, Brems­vor­gän­ge und Be­schleu­ni­gung, ge­sam­melt in Echt­zeit von Sen­so­ren in den Au­tos, da­für nut­zen, zwi­schen ver­nünf­ti­gen und we­ni­ger ver­nünf­ti­gen Fah­rern zu un­ter­schei­den. Das Un­ter­neh­men könn­te die Wahr­schein­lich­kei­ten für Un­fäl­le ein­schät­zen und die Prä­mi­en ent­spre­chend an­pas­sen. Es wird je­doch nicht aus­rei­chen, ein­fach nur das ge­plan­te IT-Sys­tem zu in­stal­lie­ren.
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