Lö­sungs­vor­schlag vom Experten Brun-Hagen Hennerkes

HBM Februar 2013

Brooks soll­te Ty­ler kei­ner­lei An­tei­le an sei­ner Fir­ma ein­räu­men, statt­des­sen soll­te er ihm einen Ge­schäfts­füh­rer­ver­trag für drei Jah­re in­klu­si­ve ei­ner Ge­winn­be­tei­li­gung an­bie­ten. Da­für gibt es fol­gen­de Grün­de: Ers­tens war es Brooks, der die maß­geb­li­chen un­ter­neh­me­ri­schen Leis­tun­gen er­bracht hat. Er hat die Fir­ma ge­grün­det, sei­ne Pro­duk­ti­dee mit ei­ge­nem Ka­pi­tal un­ter­legt und da­mit das ge­sam­te Ge­schäfts­ri­si­ko al­lein ge­tra­gen.
Zum Zwei­ten fällt der Ein­satz Ty­lers ge­gen­über der Grün­der­leis­tung von Brooks nicht ins Ge­wicht. Ty­ler ist zwar ein ex­zel­len­ter Mar­ke­tings­pe­zia­list; das ist je­doch kei­ne Ei­gen­schaft, die ihn be­rech­tigt, An­sprü­che auf ir­gend­ei­ne Art der Mit­ei­gen­tü­mer­schaft zu stel­len. Sei­ne Leis­tung ist viel­mehr die ty­pi­sche Leis­tung ei­nes an­ge­stell­ten Ge­schäfts­füh­rers. In vie­len Un­ter­neh­men, die eine her­aus­ra­gen­de Markt­stär­ke be­sit­zen, ist die Mar­ke­tin­g­leis­tung von An­ge­stell­ten er­bracht wor­den. Die Tat­sa­che, dass Ty­ler sei­nen Pri­va­te-Equi­ty-Job zu­guns­ten von Erbe auf­ge­ge­ben und On­kel Char­lie als In­ves­tor ge­won­nen hat, ver­mag einen An­spruch Ty­lers auf An­teils­be­sitz nicht zu be­grün­den. Bei­des sind blo­ße Ge­fäl­lig­kei­ten, die kei­ne In­ves­ti­ti­on im Sin­ne ei­ner Ka­pi­tal­ein­la­ge dar­stel­len. Das gilt umso mehr für Ty­lers Hil­fe bei der Er­stel­lung des Ge­schäfts­plans. Die­ser Hin­weis ist ge­ra­de­zu al­bern. Wenn man die­sen Maß­stab an­legt, müss­ten Fir­men­in­ha­ber ei­ner Viel­zahl von Mit­ar­bei­tern eine Be­tei­li­gung ein­räu­men.
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