Keine halben Sachen!

KOMMENTAR:

HBM Februar 2013

Immer wie­der höre ich die Fra­ge, was ge­nau sich ei­gent­lich ge­än­dert hat: Wa­rum bü­ßen re­nom­mier­te Un­ter­neh­men, die jah­re­lang für ihre in­no­va­ti­ven Pro­duk­te be­wun­dert wur­den, plötz­lich ih­ren Wett­be­wer­bs­vor­sprung ein? Schwer­ge­wich­te wie Tri­umph, AEG, Grun­dig, Nix­dorf Com­pu­ter, Brock­haus, Agfa, Ko­dak, Quel­le, Otto und Schle­cker bre­chen in­ner­halb kür­zes­ter Zeit der Rei­he nach ein und ver­sa­gen au­gen­schein­lich da­bei, ihre einst in­no­va­ti­ven Fä­hig­kei­ten wei­ter aus­zu­spie­len. An den Mit­ar­bei­tern kann es nicht lie­gen: Bei der Mas­se an Hi­obs­bot­schaf­ten kann man da­von aus­ge­hen, dass es sich nicht al­lein um das Pro­blem ein­zel­ner Be­leg­schaf­ten han­delt.
Die Ant­wort ist so ein­fach wie schmerz­haft: Die Un­ter­neh­men ha­ben sch­licht­weg ver­säumt, ihr Ge­schäfts­mo­dell recht­zei­tig an die ver­än­der­ten Rah­men­be­din­gun­gen an­zu­pas­sen. Kein Wun­der: Im Grun­de ist es ein­fa­cher vor­her­zu­sa­gen, was in der 53. Mi­nu­te ei­nes Fuß­ball­spiels pas­sie­ren wird, als einen Drei­jah­res­plan für ein Un­ter­neh­men zu er­stel­len. Zu­mal in er­folg­rei­chen Un­ter­neh­men Agi­li­tät und Fle­xi­bi­li­tät den Pla­nungs­an­teil er­set­zen. Die Dia­gno­se ist vor al­lem in­so­fern schmerz­haft, als es für neue Trends jede Men­ge früh­zei­ti­ger Si­gna­le gibt: Trend­set­ter kün­di­gen ver­än­der­te Kon­su­men­ten­wün­sche an, Ge­set­ze wer­den erst breit dis­ku­tiert, be­vor sie ver­ab­schie­det wer­den, Bran­chen­neu­lin­ge schlie­ßen sich wort­reich zu Al­li­an­zen zu­sam­men, und Tech­no­lo­gie­sprün­ge sind das Er­geb­nis jah­re­lan­ger For­schung.
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