Raus aus dem Jammertal!

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HBM Februar 2013

Pro­fes­sor Kauf­feld, wie sieht die Mee­ting­kul­tur in deut­schen Un­ter­neh­men aus? Wird zu viel ge­jam­mert?
KAUF­FELD Dar­über, ob es zu vie­le Jam­mer­lap­pen gibt oder nicht, kön­nen wir we­nig sa­gen. Wir kön­nen aber sehr wohl be­le­gen, dass in Team­be­spre­chun­gen deut­scher Un­ter­neh­men in der Tat viel ge­klagt wird. Al­les in al­lem wird in Mee­tings 16-mal häu­fi­ger ge­jam­mert, als dass Maß­nah­men zur Um­set­zung von Lö­sun­gen ge­plant wer­den. Nimmt man Be­kun­dun­gen des ei­ge­nen Un­wil­lens, sich zu ver­än­dern, hin­zu, ist der Fak­tor so­gar na­he­zu dop­pelt so hoch.
Das be­ein­flusst nicht nur die Qua­li­tät der Be­spre­chung: Wir konn­ten nach­wei­sen, dass ein mitt­ler­er ne­ga­ti­ver Zu­sam­men­hang be­steht zwi­schen über­durch­schnitt­lich viel Nör­ge­lei in Un­ter­neh­men und de­ren wirt­schaft­li­chem Er­folg so­wie ih­rer In­no­va­ti­ons­tä­tig­keit - und das auch noch 2,5 Jah­re nach un­se­rem ers­ten Scree­ning. Jam­mern kann des­we­gen durch­aus als Vor­bo­te ei­ner ne­ga­ti­ven Un­ter­neh­men­s­ent­wick­lung an­ge­se­hen wer­den - wo­bei es na­tür­lich schwer ist zu sa­gen, was zu­erst da war: die Hen­ne oder das Ei.

Gibt es bran­chen­spe­zi­fi­sche Un­ter­schie­de?
KAUF­FELD Wir ha­ben in­zwi­schen Be­spre­chun­gen von mehr als 400 Ar­beits­grup­pen mit je­weils fünf bis zehn Mit­glie­dern auf Vi­deo auf­ge­zeich­net und de­ren Äu­ße­run­gen Satz für Satz ko­diert: So­ge­nann­te dys­funk­tio­na­le Äu­ße­run­gen, wie etwa das Ab­wer­ten von Kol­le­gen, Schwarz­ma­le­rei oder das Po­chen auf Hier­ar­chi­en, sind in der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie etwa eben­so weit ver­brei­tet wie im Dienst­leis­tungs­be­reich. Die be­rühm­te Aus­nah­me von der Re­gel war al­ler­dings ein Un­ter­neh­men in öf­fent­li­cher Hand: Was wir da an ne­ga­ti­ver Kom­mu­ni­ka­ti­on be­zeu­gen durf­ten, war wirk­lich haar­sträu­bend.
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