Mehr Dialog statt Mathematik

INTERVIEW:

HBM November 2012

Pro­fes­sor Has­tedt, noch nie zu­vor ha­ben die Men­schen der­art vie­le Da­ten pro­du­ziert und ge­sam­melt. Ver­schafft uns die­se All­ge­gen­wart von In­for­ma­tio­nen und Wis­sen einen neu­en Blick auf die Welt?
HAS­TEDT Was die Pro­gno­s­ti­zier­bar­keit der Wir­kung von tech­ni­schen Ver­än­de­run­gen auf die Mensch­heit an­geht, bin ich vor­sich­tig.
Ja, wir er­le­ben der­zeit in der Tat eine un­glaub­li­che Be­schleu­ni­gung un­se­res Le­bens, die auch un­ser Wis­sen be­trifft. Aber im Grun­de ist Big Data ei­gent­lich nur die kon­se­quen­te Fort­set­zung ei­nes Trends, der schon weit frü­her be­gon­nen hat. Be­reits im 17. Jahr­hun­dert wur­de vie­ler­orts mo­niert, das Auf­kom­men der da­mals noch neu­en ma­the­ma­ti­sier­ten Na­tur­wis­sen­schaf­ten wer­de dem We­sen der Welt nicht ge­recht. Die Kri­ti­ker wa­ren der Mei­nung, dass die Ana­ly­se die Schön­heit und qua­li­ta­ti­ve Be­son­der­heit un­se­rer Welt nicht er­fas­sen, son­dern, ganz im Ge­gen­teil, so­gar zer­stö­ren kön­ne.
Das Neue wur­de schon im­mer von ei­ner klei­nen Grup­pe be­geis­ter­ter An­hän­ger und ei­ner grö­ße­ren Grup­pe von Skep­ti­kern auf sei­nem Weg in die Welt be­glei­tet. Bei­de Sei­ten nei­gen in der Re­gel dazu, aus­schließ­lich den ei­ge­nen Stand­punkt ein­zu­neh­men. Da­bei be­steht je­doch die Ge­fahr, all­zu schnell aus den Au­gen zu ver­lie­ren, worum es ei­gent­lich geht: Der In­for­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie ge­lingt es im­mer bes­ser, das Wis­sen der Welt ab­zu­spei­chern. Die­se Ent­wick­lung än­dert je­doch nichts dar­an, dass sich Da­ten nicht von selbst aus­le­gen. Sie sind als sol­che kein Wert, son­dern theo­rie- und kon­zep­t­ab­hän­gig. Es braucht im­mer noch den um­fas­sen­den Blick auf Welt und Wirk­lich­keit, um Re­le­van­tes von Un­wich­ti­gem un­ter­schei­den zu kön­nen.
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